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Zu Besuch im Historischen Museum

Diesen Mittwoch besuchte der Geschichtskurs der Q2 zusammen mit Frau Ladikos den erst vor einem halben Jahr eröffneten Neubau des Historischen Museums Frankfurt. Nachdem vor Ort zuerst einige Gruppenfotos geschossen wurden, fing auch schon direkt die Führung durch das Museum an.

Los ging es mit der sogenannten „Schneekugel“, in welcher man acht verschiedene Modelle von Frankfurt bewundern konnte. Jedes davon zeigt eine andere typische Eigenschaft, die oft mit der Stadt verbunden wird. Unter anderem kann man sich „Frankfurt … die kriminelle Stadt“, „Frankfurt … die Geldstadt“ oder „Frankfurt … die heimliche Hauptstadt“ ansehen. Danach ging es weiter mit der eigentlichen Ausstellung, von der wir zwei der drei Stockwerke gezeigt bekommen haben. Da wir im Unterricht gerade das Thema Nationalsozialismus behandeln, lag der Fokus der Führung ebenfalls darauf. Hauptsächlich ging es um Frankfurt in den Jahren von 1933 bis 1945. Anhand einiger Gemälde aus dieser Zeit wurden uns verschiedene historische Zusammenhänge und Ansichten der Bürger nochmal genauer erklärt. Besonders interessierten uns zwei Modelle der Frankfurter Altstadt­ – eins zeigte Frankfurt während der Zeit der Weimarer Republik, eins nach der Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs – und wir stellten gerne Fragen. Wir erfuhren auch viel über das alltägliche Leben zu der Zeit, was uns an individuellen Beispielen verdeutlicht wurde. Darunter war auch Anne Frank, die bis zu ihrem fünften Lebensjahr in Frankfurt gelebt hat. Später ging es noch um verschiedene Mythen der NS-Zeit, wie zum Beispiel die Verminderung von Arbeitslosigkeit durch die Reichsautobahn, welche in Wirklichkeit gar nicht so gestimmt haben und auch oft nach 1945 nicht wirklich aufgeklärt worden sind. Beendet wurde die Führung mit einem Gemälde einer Bücherverbrennung auf dem Römerberg.

Nach der offiziellen Führung hatten wir noch Zeit, selbstständig das Museum zu erkunden. Insgesamt kam die Exkursion bei den meisten sehr gut an und einige würden das Historische Museum Frankfurt gerne wieder besuchen.

Sonja Lührsen, Q2

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