Italienisch

Bilingualer Unterricht – Italienisch / Deutsch

Seit dem Schuljahr 2001/02 existiert in der Freiherr-vom-Stein-Schule ein bilingualer Zweig Deutsch-Italienisch, dessen Hauptanliegen die Förderung von Mehrsprachigkeit und interkulturelles Lernen sind.

Die Besonderheit unseres bilingualen Zweiges besteht darin, dass Italienisch und Deutsch im bilingualen Zweig Partnersprachen sind d. h. beide sind Unterrichtssprachen ab Klasse 5. Anders als bei anderen bilingualen Schulzweigen wird bei uns nicht einfach mehr Fremdsprachenunterricht erteilt, sondern die Fremdsprache zur Unterrichtssprache in mehr als nur einem Fach gemacht.

Zulassung

In die bilinguale deutsch-italienisch Klasse können nur Kinder aufgenommen werden, die entweder zweisprachig alphabetisiert wurden (zurzeit in Frankfurt möglich an der Mühlberg-, an der Holzhausen- und an der Willemerschule) oder die Grundkenntnisse in der italienischen Sprache (mündlich und schriftlich) mitbringen, beispielsweise durch muttersprachlichen Unterricht. Die Schüler/innen, die direkt aus Italien kommen, sollen über gute Deutschkenntnissen verfügen.

Unterrichtsprinzipien

In zwei Unterrichtsfächern unterrichten zwei Lehrer als Tandem: eine italienische und eine deutsche Lehrkraft, die jeweils nur die eigene Sprache gebrauchen. Die Kinder sitzen nach ihren Kompetenzen und Voraussetzungen ebenfalls in Tandems, um sich gegenseitig zu unterstützen, denn sie müssen zweisprachig reagieren. Diese Tandemfächer sind Deutsch/Italienisch (Sprache und Literatur) in den Klassen 5 und 6 sowie Mathematik in den Klassen 5 bis 8.

Neben den beiden bilingualen Tandemfächern Deutsch/Italienisch und Mathematik wird Fachunterricht in italienischer Sprache (monolingual) angeboten: Geschichte wird durchgehend, Erdkunde in 4 Halbjahren und Physik in der Klasse 9 und der E-Phase auf Italienisch unterrichtet.

Dieses umfangreiche Angebot an Fachunterricht in italienischer Sprache wird ermöglicht durch den Einsatz muttersprachlicher Lehrer, die auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages zwischen der Republik Italien und dem Land Hessen an unserer Schule arbeiten.

Erwerb der Doppeltqualifikationen: Abitur und Esame di Stato (früher: maturità)

Erforderlich für das Erlangen der Maturità ist, dass einer der beiden Leistungskurse Italienisch ist,  und das dritte oder vierte Abiturprüfungsfach Geschichte in italienischer Sprache gewählt wird.

Nach Bestehen des Abiturs findet eine mündliche Prüfung im Fach Italienisch statt, die zum Doppelabschluss führt.

Weitere Sprachen

Für die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zweiges gelten die Sprachen Deutsch und Italienisch als Unterrichtssprachen. Die Fremdsprache Englisch wird in Klasse 5 als eigenständiges Hauptfach unterrichtet. Ab Klasse 8 gibt es fakultativ die Wahlmöglichkeit zwischen Französisch, Latein oder Spanisch als dritte Fremdsprache.

 

Austausch der Klasse 8b mit einer Klasse aus Ghedi/Leno

Ab nach Leno!

Seit dem Schuljahr 2010/11 hat unsere Schule einen siebentägigen Austausch mit dem Liceo Linguistico „V. Capirola“  in Ghedi/Leno in der Provinz von Brescia. Der achte Jahrgang des Bili-Zweiges nimmt daran teil.

Für unsere SuS ist es sehr interessant eine italienische Familie und eine italienische Schule kennen zu lernen und in deren Alltag einzutauchen.

Das Programm beinhaltet sowohl den Unterrichtsbesuch als auch Ausflüge in benachbarte Städte wie Brescia, Mantova, Verona und Sirmione am Gardasee.

Die SuS haben die Möglichkeit in die römische Geschichte und Kultur eingeführt zu werden.

An dem Wochenende organisieren auch die Gasteltern ihr eigenes Programm.

Im April bekommen wir meistens den Gegenbesuch, hierfür bereiten wir u. a. Ausflüge in den Hessenpark und nach Mainz.

Bis jetzt haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und die SuS freuen sich wirklich sehr auf ihren Austausch.

Eine weitere Möglichkeit, die unsere SuS des Bili-Zweiges haben, ist die, ein Exzellenzlabel zu erwerben: CertiLingua

CertiLingua ® ist ein Kooperationsprogramm der Bildungsministerien von Nordrhein- Westfalen, Berlin, Brandenburg, Hesse, Niedersachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern sowie von Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, der Tschechischen Republik, der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und weiteren europäischen Partnerländern.

Es ist ein Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen und nur unsere Schülerinnen und Schüler des Bili-Zweiges können dieses Zertifikat erlangen.

Vergabekriterien sind:

Zwei moderne Fremdsprachen auf Niveau B2

Die 1. und die 2. Fremdsprache müssen spätestens ab Klasse 9 und durchgängig bis zum Ende der Qualifikationsphase gelernt werden.

Die Kompetenz B2 muss in beiden Fremdsprachen erreicht werden.

Bilingualer Sachfachunterricht und bilinguale Unterrichtsmodule in der gymnasialen Oberstufe

Der Unterricht in den bilingualen Sachfächern soll in der Qualifikationsphase mindestens 70 Zeitstunden (à 60 Minuten), d.h. 93 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) umfassen.

Falls ein geringerer Teil des Unterrichts bereits in den beiden Jahren vor der Qualifikationsphase stattfand, geht diese Unterrichtszeit nur mit halber Wertung ein.

Europäische und internationale Handlungskompetenz

Internationale Handlungskompetenz wird durch ein interkulturelles Projekt sowie dessen Dokumentation und Reflexion in Form eines Berichtes nachgewiesen.

Ein interkulturelles Projekt kann ein Betriebspraktikum sein. Es wird mit Kooperationspartnern eines anderen Landes durchgeführt und ist von Inhalt und Anspruch lehrplan- und oberstufenadäquat.

Europäische und internationale Wissenskompetenz

Eine Abiturientin oder ein Abiturient, die / der sich für ein Exzellenzlabel bewirbt, muss das Fach Politik und Wirtschaft, das als einziges Unterrichtsfach das Thema „Internationale Beziehungen“ in einem kompletten Halbjahr vorsieht, im Kurshalbjahr Q3 belegen und hier gute bis sehr gute Leistungen im Q3-Zeugnis nachweisen.

Eine Rechercheleistung in Erdkunde oder Geschichte, aus der hervorgeht, dass die Bewerberin/der Bewerber in der Lage ist, Informationen zu internationalen Fragestellungen aus unterschiedlichen Medien zu beschaffen und auszuwerten, wird auch erstellt .

Entscheidend ist der Mittelwert der Halbjahresnote in Politik und Wirtschaft und des Ergebnisses des Schülerproduktes.