25. Erfinderlabor: Hessens Wissenschafts-Nachwuchs forscht für die Zukunft

Nils Wegerich forschte beim 25. Erfinderlabor in Darmstadt zum Thema Organische Elektronik

Ausgewählte leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen waren in diesem Jahr vom 16. bis zum 20. April nach Darmstadt eingeladen, um Einblicke in die spannende Zukunftstechnologie der organischen Elektronik zu erhalten. Vier Teams bestehen aus jeweils zwei Schülerinnen und Schüler bot sich die exklusive Chance, auf Augenhöhe mit Wissenschaftlern mit organischen Leuchtdioden und Solarzellen aus halbleitenden Materialien auf einem zukunftsträchtigen, interdisziplinären Forschungsfeld zu experimentieren.

Darunter auch Nils Wegerich (Q2) aus unserer Schule: „In das Erfinderlabor bin ich ohne konkrete Erwartungen gegangen. Insbesondere die Einführung in das Thema organische Elektronik bei der Firma Merck und die Vorlesung von Prof. Dr. Rehahn waren verständlich und ein perfekter Einstieg. Auch unsere Forschungstage an der TU Darmstadt waren trotz einiger experimenteller Rückschläge sehr interessiert und lehrreich. Insgesamt hat mich das Erfinderlabor also sehr positiv überrascht und ich würde es jedem interessierten Schüler weiterempfehlen.“

Es war eine besondere Woche in Darmstadt, die vom Zentrum für Chemie mit Sitz in Bensheim organisiert wurde. Das Herzstück bildete die dreitägige Forschungsarbeit in Laboren des Fachbereichs Makromolekulare Chemie der TU Darmstadt, die mit großem personellen und zeitlichen Aufwand – parallel zu den internen Forschungsprojekten – von einem Team um Prof. Dr. Rehahn unterstützt wurde. Hier erlebte der Wissenschaftsnachwuchs hautnah was forschen bedeutet. Der Zeitrahmen war straff, das interdisziplinäre Forschungsfeld mit materialwissenschaftlichen und elektronischen Problemstellungen anspruchsvoll. „Alle Achtung vor so viel geballter Motivation und Ausdauer“, bilanzierte Privatdozent Dr. Immel aus dem Arbeitskreis von Prof. Dr. Rehahn nach einer vollgepackten Woche. Dabei lernten die Teilnehmer auch noch das Weltunternehmen Merck aus der Nähe kenneVor über 150 Gästen aus Hochschule, Wirtschaft und Politik haben die Teams am Freitag ihre Forschungsergebnisse im lichtdurchfluteten Auditorium Atrium von Merck präsentiert. Selbstverständlich waren auch Lehrer und Schüler unserer Schule vertreten. Der Gastgeber Prof. Dr. Griesar sieht in den Jungforschern die „Stars von Morgen“ und gibt ihnen mit auf den Weg „Always stay curious! – Immer schön neugierig bleiben!“

[basiert auf der Pressemitteilung zum 25. Erfinderlabor „Organische Elektronik“ des Zentrums für Chemie]

„Chemie – die stimmt“ an der Freiherr-vom-Stein

Die zweite Runde des in diesem Jahr erstmalig in Hessen durchgeführten Wettbewerbs „Chemie – die stimmt“ wurde am
14. März 2018 unter Leitung von Herrn Dörsam (Landesbeauftragter Chemie-Olympiade) zu unserer großen Freude an unserer Schule ausgetragen. Zur Klausurenrunde kamen insgesamt 24 Schüler und Schülerinnen von verschiedenen Schulen in Hessen zusammen, die sich vorher durch das Lösen von Aufgaben zum Knobeln, Recherchieren und Experimentieren in der ersten sogenannten „Hausaufgabenrunde“ qualifiziert hatten.

In angenehmer und konzentrierter Atmosphäre wurden die jahrgangsspezifischen Aufgaben über einen Zeitraum von drei Stunden bearbeitet. Es musste neben chemischem Wissen die Fähigkeit zur Lösung kniffliger Fragestellungen unter Beweis gestellt werden. Es ging darum Spaß an der Chemie haben und sich mit Gleichaltrigen zu messen.

Direkt im Anschluss wurden die Klausuren korrigiert und ausgewertet.

Damit stehen die drei Besten jedes Jahrgangs bereits fest (Sieger der Landesrunden)! In Stufe 8 sind diese alle aus unserer Schule: Hana Ajdin, Paul Lindner und Matthias Schwetje. Der Wettbewerb endet für diese Jahrgangsstufe hier auf Landesebene. In den Klassenstufen 9 und 10 qualifizieren sich die jeweils besten drei für die nächste länderübergreifende Runde. Im Jahrgang 10 gehört Eushra Shaheen (E) aus unserer Schule hierzu. Sie erhält damit die tolle Gelegenheit, vom 12. bis 15. Juni an der Regionalrunde in Merseburg teilzunehmen und naturwissenschaftlich interessierte Schüler anderer Schulen näher kennenzulernen, sich mit ihnen auszutauschen und im Wettbewerb zu stehen.

Herzlichen Glückwunsch an alle teilnehmenden Schülerinnen und Schülern zu den erzielten Leistungen und den betreuenden Kolleginnen und Kollegen vielen Dank für das Engagement.

[Fotos und Bericht: Dr. Dominika Tiebes]

Mausefallenautorennen der 8. Klassen

Die Mädchenteams dominieren den Wettbewerb – in einem dramatischen 2. Durchgang setzt sich das Auto der 8c durch

Am 6. März 2018 traten wieder die besten Teams der 8. Klassen mit ihren Mausefallenautos gegeneinander an. Ein Gefährt entwickeln, das nur von einer gespannten Mausefalle angetrieben wird, möglichst weit fährt und außerdem noch schön anzusehen ist: Dies war auch dieses Jahr die Aufgabe im Projekt „Mausefallenauto“ des Physikfachbereichs.

Im Schatten der rotweißen Absperrhütchen fuhren die Autos von acht Teams im Foyer unserer Schule auf Weiten jenseits der 10-Meter-Marke. Schon im ersten Durchgang lieferten sich die Teams der Klassen 8a, 8b und 8c ein enges Rennen. Während ein Team sein Vehikel bereits nach dem ersten Durchgang zerstörte, nutzten die übrigen Teams die zweite Chance und steigerten ihre Weiten noch einmal beträchtlich. Mit 20,40 Metern gewann das Team Ceren B. / Salma L. /Beyza A. (8c) vor Mailin K. /Alba D. /Helena D’A. und Sophia M. /Alessia C. /Giorgia C. (beide 8b).

Herr Wälde nimmt Maß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl der Vorjahresrekord von über 27 Metern nicht eingestellt werden konnte, zeigte sich Mitveranstalterin Frau Dr. Tiebes begeistert, über die Menge an hochwertigen Autos und über die kreativen Designs. So bewegte sich eine komplette Berglandschaft mit weidenden Kühen und Bäumen über die Fliesen des Foyers (s. Foto unten).

 

 Platzierung Teams Weite  
1 Ceren B. /Salma L. /Beyza A. (8c) 20,40 m
2 Mailin K. /Alba D. /Helena D’A. (8b) 16,30 m
3 Sophia M. /Alessia C. /Giorgia C. (8b) 16,00 m
4 Christopher B. /Karim H. /Ayoub B. (8a) 15,50 m
5 Christoph L. /Huy T. /Leonardo K. /Philipp B. (8c) 12,00 m
6 Hafsa Ö. /Shiva A. /Gözde G. (8a) 11,80 m
7 Felix M. /Bela S. /Mike O. (8e) 11,40 m
8 Ana M. /Vero L. /Madi K. /Alina P. (8c) 10,90 m
9 Muhammad A. /Eray A. /Dennis P. (8e) 9,80 m
10 Ben B. /Timm B. /Luis P. (8a) 6,20 m
11 Ilaria N. /Giulia P. /Johanna M. /Anna B. (8b) 4,50 m
12 Collins M. /Leo F. /Momo Y. (8e) 1,80 m

Die Siegerautos werden wieder – wie in den vergangenen beiden Jahren – in der Vitrine im Eingangsbereich ausgestellt.

[Fotos und Bericht: Olivier Franz]

Maker Club

NaWi und Technik. AG Angebot der Freiherr-vom-Stein-Schule.

STEAM statt nur STEM

Im angelsächsischen Sprachraum steht die Abkürzung STEM für: Science, Technology, Engineering and Mathematics und entspricht unseren MINT Angeboten aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

In beiden Fällen fehlt jedoch ein wichtige Faktor: Kreativität, in diesem Fall Kunst und Gestaltung. Wenn dieses “Fach” noch dazukommt wird aus der Abkürzung STEM dann STEAM: Mit Volldampf in eine neue Lernwelt

“Das Ziel von Makerspaces und Maker-Aktivitäten an Schulen ist, dass das traditionelle Handwerk, welches eher bei Berufsschülern präsent ist, wieder vermehrt in Gymnasien und höheren Bildungsinstitutionen Einzug hält. Von der „Aufwertung“ des Handwerks mit modernen digitalen Fabrikationstechnologien profitieren alle Schülerinnen und Schüler zugleich. Die traditionellen, eher theorie­­orientierten, höheren Bildungsinstitutionen fördern dadurch wichtige Kompetenzen der heutigen Zeit: Innovationsfähigkeit, Konstruktion, Kolla­boration, Projektmanagement, Problemlösekompetenz, Handwerk, Umgang mit digitalen Technologien, Umgang mit Misserfolgen (Blikstein, 2013; Martinez & Stager, 2013).

An der FvS wollen wir nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Deshalb starten wir zum Schuljahr 2017/2018 mit einem neuen Angebot: Dem

Maker Club

Dort werden die NaWi AG der Jahrgangsstufe 6 und die Technik AG der Stufe 7 mit Schülerinnen & Schülern der Stufe 8 zusammengezogen und mit einem breiten Angebot an Projekten wird den SuS einen Zugang sowohl zu handwerklichem Grundwissen als auch Einblick in modernste Technologien vermittelt. Die von den Teilnehmern initiierten Projekte werden in 2 Räumen umgesetzt und in einem Zeitfenster von 4 Schulstunden am Stück können die Kinder zusammen mit 2 Betreuern ihre Ideen realisieren.

5. Präsentationswettbewerb „Säuren und Laugen – nicht nur ätzend!“

Am Dienstag, den 30.05.2017, waren nicht nur die Abiturientinnen und Abiturienten wegen der mündlichen Prüfungen aufgeregt. Auch den 9.Klässlern stand ein besonderer Anlass bevor: der diesjährige Präsentationswettbewerb zum Thema ,,Säuren und Laugen – nicht nur ätzend“.

Es traten die vier Klassen mit ihren jeweiligen Präsentationen gegeneinander an, die vorher von ihren jeweiligen Klassen nach wochenlanger Vorbereitung als Klassensieger gewählt worden sind. Die Reihenfolge wurde mit einem zum Thema passenden System ausgelost: Wer die Lösung mit dem niedrigsten pH-Wert bekam, musste anfangen. Begonnen wurde das Ganze mit dem Thema „Ammoniak“, welches von der 9c, Hafssa Achourak und Souhaila Ouerdani, präsentiert wurde. Danach kam die 9b mit Fiona Cull und Amelie Henjes und mit dem Thema „Kalk – Ursache für Wasserhärte und Tropfsteinhöhlen“. Darauf folgend bekamen wir eine erneute Präsentation über das Thema „Ammoniak“ von der 9d mit Mabrouka Saied, der französischen Austauschschülerin Clémentine Serre und Ana Vazquez Madueira zu hören. Als letztes kam die 9a mit dem Thema „Kohlensäure und Kohlenstoffdioxid“ von Maryam Ayoub, Cherie Cobb und Chiara Dujardin. Bei der Wertung flossen die Wertungen einiger ausgewählter Schülerinnen und Schüler, der Lehrer und der mit einem Messgerät gemessene Lautstärkepegel während des Beifalls ein.

Als Gewinnerinnen kamen Fiona Cull und Amelie Henjes mit ihrer mitreißenden, fachlich fundierten und interessanten Präsentation hervor. Das Event war für uns alle spannend und auch sehr erfolgreich zugleich!

Aleksandar Radojkovic (9a)

27,15 Meter – Neuer Weitenrekord im Mausefallenautowettbewerb der 8. Klassen

Am 21. März 2017 traten die besten Teams der 8. Klassen mit ihren Mausefallenautos gegeneinander an. Ein Gefährt zu entwickeln, das nur von einer gespannten Mausefalle angetrieben wird, möglichst weit fährt und außerdem noch schön anzusehen ist: Dies war auch dieses Jahr die Aufgabe im fächerübergreifenden Projekt „Mausefallenauto“ des Fachbereichs Kunst und Physik.

 

Im Laufe des vergangenen Schulhalbjahrs entstanden so die skurrilsten Mobile, die sich teils auf alten Schallplatten, teils auf CDs fortbewegten. Während manche Autos von den experimentierfreudigen Teams mit Perlen und Glitter verziert wurden, gab es auch sehr schlichte und dezente Gefährte in schwarz und bordeauxrot.

 

Nach den Klassenentscheiden im ersten Schulhalbjahr traten am
21. März zehn Siegermodelle im Schulfinale gegeneinander an. Das Siegerauto, das von Vincent Bukal, Andrej Schneider und Nick Zobel entworfen wurde, erreichte eine Weite von 27,15 Metern (Es fuhr einmal durchs Auditorium, durch den Eingangsbereich, und kam erst in der Cafeteria zum Stehen).

Die Siegerautos sind in der Vitrine im Eingangsbereich ausgestellt. [Fr]

 

Platzierung

  Teams   Weite
1   Vincent Bukal, Andrej Schneider, Nick Zobel (8c)   27,15 m
2   Clara Hofacker, Sofia Rhein, Marco Rücker (8c)   19,20 m
3   Fohar Alizadah, Emilia Durchholz, Robert Pfeifer, Paul Porte (8d)   14,60 m
4   Marco Cugnetto (8c)   13,30 m
5   Houda Arnoss, Janita Atik, Sandra Lübke (8a)   10,90 m
6   Milly Kharbanda, Mai Ahn Tran, Weiyao Li (8e)     9,20 m
7   Tahir Ahmad, Laura Ahmetasevic, Loredana Duran (8d)     8,60 m
8    Katarina Caprda, Sahar Wahidi, Irem Yilmaz (8d)     7,60 m

Zu Besuch bei der Goethe Universität: Campus Riedberg

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Säuren und Laugen“ konnte der Leistungsvorkurs Chemie von Frau Dr. Tiebes eine äußerst interessante Exkursion durchführen. Am 28. Februar fuhren wir nach Riedberg zur Goethe Universität. Bei dieser Exkursion ging es um das Durchführen, Beobachten und Auswerten der sehr vielen, zur Verfügung gestellten Experimente.

Im Schülerlabor angekommen wurden wir herzlich von Frau Dr. Nitsche empfangen und für jeden Schüler war eine Versuchsmappe bereitgestellt, in welcher Versuchserklärungen und Versuchsdurchführungen beinhaltet waren. Zusätzlich waren auch drei nette Betreuer anwesend, welche unsere Fragen beantworteten und uns auch immer wieder halfen. Wie es selbstverständlich in der Chemie ist, wurden wir auch auf Gefahren hingewiesen. Daraufhin arbeiteten wir uns in zweier Teams selbstständig durch die verschiedenen Experimente durch. Diese waren äußerst unterschiedlich, abwechslungsreich und spaßig, vom Eierschälen mithilfe von Salzsäure (Foto in der Mitte) bis zur Wirkung von Säuren auf Kalk bzw. Marmor (Foto rechts).

Zusammengefasst kann ich für mich und meine Mitschüler sagen, dass diese Exkursion sehr viel Spaß gemacht hat, sie interessant und auch mal eine sehr gute Abwechslung zum theoretischen Unterricht in der Schule war. Außerdem hat man gemerkt, dass die Zusammenarbeit der Goethe Universität und der Freiherr-vom-Stein-Schule äußerst gut funktionierte.

[Bericht: Laura Ruota (E-Phase), Fotos: Dominika Tiebes]

Ökologische Exkursion in den Stadtwald

 

Wie jedes Jahr haben die 6. Klassen auch in diesem Frühling unsere Schule verlassen, um den Stadtwald und seine Lebewesen zu erforschen. Die Schüler sollen das Ökosystem Wald hautnah und live erleben, in kleinen Gruppen selbstständig eine kleine Pflanzenkartierung machen („Was blüht denn da?“) und verschiedene andere Aufgaben lösen. Das Unternehmen findet im Rahmen der Unterrichtseinheit „Ökosystem Wald“ statt und wurde von den Schülern auch durch kleine Powerpoint-Präsentationen (Tier- oder Pflanzensteckbriefe) vorbereitet.

Am 22. März 1016 war es für die 6b soweit:
Ausgerüstet mit allerlei Gerätschaften wie Ferngläsern, Lupen, Sammelgläsern und Bestimmungsbüchern (an Essen und Trinken für ein Picknick hatten wir natürlich auch gedacht!) fuhren wir morgens mit der Straßenbahn direkt zur Oberschweinstiege in „unseren“ Wald. Wir umrundeten zunächst den Jacobiweiher, beobachteten dabei die Wasservögel (Stockenten, Mandarinenten, Bläss- und Teichhühner. Leider ließen sich an diesem Tag keine Kormorane und Zwergtaucher blicken) und versuchten, die ersten Pflanzenarten zu bestimmen. Direkt am Wegesrand fanden wir z.B. den seltenen Gelbstern.

Auch einige Vögel in den Bäumen konnten wir schon vernehmen (Blau- und Kohlmeisen, Buntspecht, Mönchsgrasmücke und den „das-ist-ja-leicht, der-ruft-ja-seinen-Namen-Vogel“: den Zilpzalp). An unserem Exkursions-Basislager angekommen, schwärmten die Schülergruppen aus, um sich ein ca. 2 Quadratmeter großes, mit möglichst vielen verschiedenen Pflanzen bewachsenes Stück Waldboden auszusuchen, dies mit einem Seil abzustecken und dann alle dort wachsenden Pflanzen zu bestimmen.

Das gelang den meisten richtig gut. Wir haben die meisten typischen Frühblüher (Lerchensporn, Immergrün, Leberblümchen, Lungenkraut, Aronstab etc.) eines Buchenmischwalds gefunden, gesehen, befühlt und z.T. auch „berochen“. Vor allem der an dieser Stelle häufige Bärlauch beduftete den ganzen Wald und machte Appetit aufs Picknick. An Tieren wurden verschiedene Käfer, Schnecken, Ameisen, Hundert- u. Tausendfüßler in den Sammelgläsern kurzzeitig ihrer Freiheit beraubt. Da es noch etwas zu früh im Jahr war, konnten wir diesmal leider noch keine Kröten oder Grasfrösche sehen.

Nachdem die Kinder sich gegenseitig ihre Ergebnisse und Funde vorgestellt hatten, ließen wir die Tiere wieder frei, nahmen noch eine Bodenprobe für eine spätere pH-Wert- Bestimmung und gingen dann auf der anderen Seite des Jacobiweihers zurück zur Straßenbahnstation. Unterwegs sahen wir noch einen Fischreiher, einen Zaunkönig und eine Wasserschildkröte). Pünktlich um 13.00h trafen wir vollzählig, gut durchgelüftet und zufrieden wieder auf dem Schulhof ein.

Oberstufe: Inhalte und Themen

Biologie in der Oberstufe – neue Erkenntnisse statt einfacher Antworten

Biologie ist die Wissenschaft von den Lebewesen, das weiß jeder. In der Oberstufe wird aber allen, die sich damit intensiver beschäftigen, klar: es gibt nichts, dass so  komplex und spannend ist wie ein lebender Organismus!

 

Einführungsphase – Biologie zum warm werden

In der Einführungsphase geht es inhaltlich um einen genauen Blick in die Bausteine der Organismen, in die Zellen. Außerdem beschäftigen sich alle Kurse mit verschiedenen Stoffwechselprozessen und den sie steuernden Enzymen. Das entscheidende ist aber, dass in dieser Phase die Methoden und Techniken des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns und die Fähigkeiten des exakten Ausdrucks eingeübt werden. Außerdem stehen interessante Einblicke in die Zellstrukturen mit dem Mikroskop und spannende Experimente zu den Stoffwechselprozessen auf dem Lehrplan.

 

Die Q1 – Bekannte Fragen und neue Antworten

Hat man in der Mittelstufe noch die klassischen Vererbungsregeln gelernt, wird in der Q1 plötzlich klar: es gibt eigentlich keine einfachen linearen Abschnitte auf der DNA, die man so schnell als Gene bezeichnet! Es ist alles Vererbung, es liegt alles in den Genen, ich habe keinen Einfluss auf das, was ich in die nächste Generation weitergebe – wieder falsch! Gerade in den Leistungskursen macht die Beschäftigung mit epigenetischen Mechanismen die Eigenverantwortung jedes Menschen deutlich, was zu interessanten Diskussionen in den Kursen führt.

 

Die Q2 – Welche Verantwortung hat der Mensch in seiner Umwelt?

Kein Lebewesen ist eine Insel und kann ohne Umwelt und andere Organismen überleben. Aber wie sehen diese wechselseitigen Abhängigkeiten genau aus? Welche Faktoren beeinflussen das Zusammenleben in einem gegebenen Lebensraum und wie beeinflusst der Mensch dieses Zusammenleben? Wer sich mit solchen ökologischen Fragen im zweiten Halbjahr der Qualifikationsphase, der Q2, beschäftigt, der bekommt schnell auch einen Eindruck, was sich hinter den Begriffen  Treibhauseffekt und Klimawandel verbirgt und welche Handlungsoptionen angezeigt sind.

 

Die Q3 – Wie frei ist der Mensch?

Im letzten Jahr vor dem Abitur, in der Q3, wird noch einmal ein genauer Blick in die Organismen geworfen. Wie schafft es ein Bär, einen blitzschnellen Fisch aus dem Wasser zu fangen? Welche Rolle spielen dabei die Sinnesorgane und wie sind sie verschaltet? Wie schaffen es überhaupt die Lebewesen so unterschiedliche Reize wie Druck, elektromagnetische Wellen des sichtbaren Lichts, Temperatur oder Schmerz in ein einheitliches Körpersignal im Nervensystem umzuwandeln? Jeder hat sich schon einmal Gedanken über seine Intelligenz gemacht. Aber was ist das eigentlich und was weiß man über das Lernen, den Bau des menschlichen Gehirns? Wenn so einige der grundlegenden Baumerkmale der Nervensysteme höherer Lebewesen besprochen sind, macht es Sinn, sich mit einem weiteren sehr spannenden Aspekt der Lebewesen zu beschäftigen, dem Verhalten.

Alle Lebewesen zeichnen sich dadurch aus, dass sie untereinander agieren, sie zeigen, je nach Situation, ein bestimmtes Verhalten. Beschäftigt man sich mit Fragen der Verhaltensbiologie, bekommt das gesamte, bis dahin erarbeitete Wissen plötzlich eine neue Bedeutung: Vieles findet eine Erklärung dadurch, dass die Lebewesen mit ihrem Verhalten ihr Überleben sichern wollen. Und eine der zentralen Erkenntnisse ist: Auch der Mensch ist viel stärker in die biologischen Mechanismen, die Verhalten steuern, eingebunden, als wir das so allgemein annehmen!  Im besten Fall führt das zu erstaunlichen Diskussionen  in den Kursen, in denen wir unser Bild von dem, was ein Mensch ist, deutlich verfeinern können – Selbsterkenntnis auf biologisch also.

 

Die Q4 – Wo kommen wir her und wovon hängt unsere weitere Entwicklung ab?

Schließlich bleibt in der Q4 noch die Frage nach der Entstehung des Lebens. Die Tatsache, dass alle Organismen innerhalb historischer Zeiträume sich allmählich in ihren Bau- und Funktionsmerkmalen verändern, ist wenig mehr als 150 Jahre alt. Verfolgt man die in diesem Zeitraum entstandenen Evolutionstheorien, kann man auch eine sehr viel klarere Position beziehen, wenn nicht wissenschaftliche Vorstellungen zur Entstehung der Arten öffentlich diskutiert werden. Darüber hinaus ist es durchaus spannend zu erfahren, was man über die Entstehung des Menschen und seine Eroberung der Welt weiß. Und wer hätte gedacht, dass es den Hobbit tatsächlich gab? Aber welche Mechanismen verbergen sich hinter der allmählichen Veränderung von Organismen über lange Zeiträume und was heißt das für den modernen Menschen? Die Fragen der Evolution zeigen uns unsere Bedeutung im Zusammenspiel aller Organismen der Erde und helfen uns, eine realistische Einschätzung unseres eigenen Handelns zu entwickeln – unter anderem deshalb ist Biologie eine so faszinierende Naturwissenschaft!

Oberstufe: GK und LK

Biologie in der Oberstufe –
Rahmenbedingungen in den Grund- und Leistungskursen

In der Einführungsphase wird Biologie dreistündig unterrichtet. Es besteht die Möglichkeit, einen Vorleistungskurs oder einen Grundkurs zu wählen. Je nach Wahlergebnis können auch gemischte Vorleistungskurse entstehen,  so dass hier auch Schüler unterrichtet werden, die eigentlich einen Grundkurs gewählt haben. Im Vorleistungskurs werden die gleichen Inhalte und Methoden unterrichtet wie im Grundkurs, auch die Bewertungskriterien unterscheiden sich nicht. Im Vorleistungskurs wird aber an ausgewählten Beispielen intensiver auf einzelne Aspekte eingegangen, um einen Einblick in die Methodik der Leistungskurse zu ermöglichen.

In der Qualifikationsphase werden fünfstündige Leistungskurse und dreistündige Grundkurse in Biologie angeboten. Die Einwahl in einen Biologieleistungskurs erfolgt beim Übergang in die Q1 und ist bindend bis zum Abitur. Pro Halbjahr werden zwei Klausuren geschrieben. In der Q2 wird eine Vergleichsklausur geschrieben, d.h. alle Grundkurse schreiben die gleiche Klausur und alle Leistungskurse schreiben die gleiche, von der für die Grundkurse verschiedene, Klausur. Die vorgeschriebenen Inhalte werden in allen Stufen durch themenspezifische Exkursionen unterstützt.

Wer sich für einen Leistungskurs in Biologie entscheidet sollte:

  • Interesse an biologischen Fragestellungen haben
  • Bereit sein, sich in komplexe Sachverhalte einzuarbeiten
  • Eigenverantwortlich lernen können
  • Bereit sein, auch praktisch zu arbeiten
  • Bereit sein, Fragen im Team zu erarbeiten

Wer sich für einen Leistungskurs in Biologie entscheidet bekommt:

  • Jede Menge Arbeit
  • Jede Menge neue Erkenntnisse
  • Ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise von Organismen
  • Ein umfassenderes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen allen Lebewesen
  • Eine Ahnung für die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur
  • Spaß an einer faszinierenden Naturwissenschaft!