{"id":235,"date":"2026-09-10T11:24:09","date_gmt":"2026-09-10T11:24:09","guid":{"rendered":"https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/?p=235"},"modified":"2026-09-10T11:24:09","modified_gmt":"2026-09-10T11:24:09","slug":"japan-meets-frankfurt-am-16-juni-ein-einblick-in-die-japanische-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/2026\/09\/10\/japan-meets-frankfurt-am-16-juni-ein-einblick-in-die-japanische-gesellschaft\/","title":{"rendered":"\u201eJapan meets Frankfurt\u201c am 16. Juni \u2013 Ein Einblick in die japanische Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Wie jedes Jahr nahmen auch in diesem Jahr die PoWi-LKs der Q2 am 16. Juni an der Veranstaltung \u201eJapan meets Frankfurt\u201c teil. Dabei erhielten wir interessante Einblicke in das japanische Bildungs- und Gesellschaftssystem sowie in die dortige Arbeitswelt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild03-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-236\" src=\"http:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild03-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild03-225x300.jpg 225w, https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild03-768x1024.jpg 768w, https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild03-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild03-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild03-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zu Beginn begr\u00fc\u00dften Herr Antacido und Herr Maier unsere G\u00e4ste sowie die anwesende Sch\u00fclerschaft. Zu Gast waren Herr Wachi, der Schulleiter der Japanischen Schule in Frankfurt, sein Stellvertreter Herr Oka sowie Frau Tanida, eine Mitarbeiterin des Unternehmens Kuraray.<\/p>\n<p>Den ersten Vortrag hielt Herr Wachi auf Japanisch. Herr Oka \u00fcbersetzte die Ausf\u00fchrungen anschlie\u00dfend ins Deutsche. Zun\u00e4chst erhielten wir einen \u00dcberblick \u00fcber die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschland und Japan. Dabei wurden unter anderem die Gr\u00f6\u00dfe der beiden L\u00e4nder, ihre Einwohnerzahlen und weitere grundlegende Daten miteinander verglichen. Besonders \u00fcberraschend war f\u00fcr uns die Tatsache, dass deutlich mehr Japaner in Deutschland leben als Deutsche in Japan.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend erl\u00e4uterte Herr Wachi den Aufbau des japanischen Schulsystems und die Einteilung der Sch\u00fcler nach Altersstufen. Diese \u00e4hnelt grunds\u00e4tzlich dem deutschen System. Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch die deutlich h\u00f6here Zahl an Ganztagsschulen in Japan. Auch die Bedeutung des Mittagessens im japanischen Schulalltag war f\u00fcr uns bemerkenswert. \u00dcberraschend war zudem der hohe Anteil der Hochschulabsolventen, der bei etwa 60 % der Bev\u00f6lkerung liegt.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Unterschiede zwischen den beiden Bildungssystemen zeigen sich jedoch weniger im Aufbau der Schulen als in den Kompetenzen und Werten, die vermittelt werden sollen. W\u00e4hrend an deutschen Schulen insbesondere Selbstst\u00e4ndigkeit und kritisches Denken gef\u00f6rdert werden, stehen in Japan Disziplin, das Verhalten innerhalb von Gruppen und ein umfangreiches Faktenwissen st\u00e4rker im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Viele japanische Eltern investieren au\u00dferdem gro\u00dfe Summen in die Bildung ihrer Kinder und versuchen, ihnen den Besuch einer Privatschule zu erm\u00f6glichen. Doch auch an staatlichen Schulen gelten strenge Regeln. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise das Tragen einer Schuluniform. Auch das F\u00e4rben der Haare ist h\u00e4ufig unerw\u00fcnscht oder sogar verboten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild02-rotated.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-237 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild02-rotated-e1789039296684-300x206.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild02-rotated-e1789039296684-300x206.jpeg 300w, https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild02-rotated-e1789039296684.jpeg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Zum Abschluss seines Vortrags stellte Herr Wachi die Japanische Schule in Frankfurt genauer vor. Anhand von Bildern und Informationen erhielten wir einen Eindruck vom Schulgeb\u00e4ude und dem gesamten Schulgel\u00e4nde. Dabei erfuhren wir auch, dass das Auditorium nicht nur f\u00fcr schulische Veranstaltungen genutzt wird, sondern ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Pflege kultureller Traditionen spielt. Mehrmals im Jahr finden dort japanische Feste und Feiern statt, durch die den Sch\u00fclern die japanische Kultur n\u00e4hergebracht wird.<\/p>\n<p>In der anschlie\u00dfenden Fragerunde zeigte sich gro\u00dfes Interesse an den japanischen Privatschulen. Insbesondere die strengen Regeln und die hohe Bedeutung von Disziplin sorgten bei vielen von uns f\u00fcr Staunen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild01-rotated.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-238 size-medium\" src=\"http:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild01-rotated-e1789039349399-262x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"262\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild01-rotated-e1789039349399-262x300.jpeg 262w, https:\/\/freiherr-vom-stein.de\/fbereich2\/files\/2026\/09\/Bild01-rotated-e1789039349399.jpeg 416w\" sizes=\"auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px\" \/><\/a>Im zweiten Vortrag gab uns Frau Tanida einen Einblick in die japanische Arbeitswelt. Dabei kn\u00fcpfte sie zun\u00e4chst an das Thema Schule an und berichtete von ihren eigenen Erfahrungen. So seien Minijobs f\u00fcr Sch\u00fcler in Japan h\u00e4ufig nicht erlaubt, w\u00e4hrend sie f\u00fcr Studierende an Universit\u00e4ten deutlich \u00fcblicher seien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den \u00dcbergang von der Schule beziehungsweise Universit\u00e4t in das Berufsleben beschrieb Frau Tanida als stark durchgeplant und strukturiert. Von jungen Menschen werde erwartet, m\u00f6glichst direkt nach dem Studium eine Arbeitsstelle anzutreten. Wer diesen \u00dcbergang nicht unmittelbar schafft, kann gesellschaftlich schnell kritisch betrachtet werden.<\/p>\n<p>Auch die Beziehung zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen unterscheidet sich deutlich von den Verh\u00e4ltnissen in Deutschland. H\u00e4ufig bleibt ein Arbeitnehmer \u00fcber viele Jahre oder sogar sein gesamtes Berufsleben bei demselben Unternehmen. Die Firma wird dabei teilweise wie eine zweite Familie betrachtet. Auch ein Wechsel innerhalb des Unternehmens und der Einsatz in unterschiedlichen Bereichen sind keine Seltenheit. Ein Wechsel zu einem anderen Unternehmen wird hingegen eher kritisch gesehen.<\/p>\n<p>Besonders ungew\u00f6hnlich erschien uns die Regelung im Umgang mit Krankheit. Krankheitstage sind in Japan nicht in gleicher Weise vorgesehen wie in Deutschland. Wer aufgrund einer Erkrankung nicht zur Arbeit erscheinen kann, muss daf\u00fcr teilweise Urlaubstage einsetzen. Gleichzeitig haben japanische Arbeitnehmer h\u00e4ufig weniger Urlaubstage als ihre deutschen Kollegen.<\/p>\n<p>Auch die Hierarchien innerhalb japanischer Unternehmen sind sehr ausgepr\u00e4gt. Dabei spielt der gesellschaftlich tief verankerte Respekt vor \u00e4lteren Menschen eine wichtige Rolle. H\u00f6here Positionen werden nicht nur durch fachliche Erfahrung, sondern h\u00e4ufig auch durch das Alter und die Dauer der Betriebszugeh\u00f6rigkeit erreicht.<\/p>\n<p>Auch Frau Tanida stellte sich anschlie\u00dfend zahlreichen Fragen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Das gro\u00dfe Interesse zeigte, wie unterschiedlich die Arbeitswelt in Japan und Deutschland teilweise gestaltet ist.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung \u201eJapan meets Frankfurt\u201c hat uns einen spannenden Einblick in Bereiche der japanischen Gesellschaft erm\u00f6glicht, die uns aus unserem Alltag kaum bekannt sind. Besonders die Unterschiede im Schulsystem, der hohe Stellenwert von Disziplin und Gemeinschaft sowie die besondere Arbeitskultur haben uns zum Nachdenken angeregt.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns herzlich bei unseren G\u00e4sten f\u00fcr ihr Engagement, ihre Zeit und die interessanten Einblicke in die japanische Gesellschaft.<\/p>\n<p>Ein besonderer Dank gilt au\u00dferdem Frau Beierlein und Herrn Maier f\u00fcr die Organisation dieses besonderen Wissensaustauschs.<\/p>\n<p>[Jan Christof Rohwold, Niklas Zeller Q3]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie jedes Jahr nahmen auch in diesem Jahr die PoWi-LKs der Q2 am 16. 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