Landesrunde „Chemie – die stimmt“ 2022 wieder an der Freiherr-vom-Stein Schule

Der 23. März 2022 war ein ganz besonderer Tag für die Freiherr-vom-Stein Schule. Aus ganz Hessen reisten Schülerinnen und Schüler zur Landesrunde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt“ an – teilweise in Begleitung ihrer Chemielehrkräfte. „Wie werde ich mich präsentieren?“ – die Anspannung war allen anzumerken, obwohl bereits durch die Qualifikation für diese Runde klar war, dass sie zu den 30 besten Schüler:innen der Stufe 9 bzw. der Stufe 10 gehören.

Die Wettbewerbsmodalitäten erläuterte Herrn Dörsam und Frau Dr. Tiebes (Koordination des Wettbewerbs in Hessen) dann nach der inzwischen üblichen Routine der Corona-Selbsttestung. In den folgenden drei Stunden ging es darum, sich mit den herausfordernden Klausuraufgaben auseinander zu setzen und basierend auf den eigenen chemischen Kenntnissen, Lösungen aufs Papier zu bringen. Anschließend stand der gruppenweise Besuch der ExperiMINTa auf dem Programm. Die Zeit wurde genutzt, um einerseits die spannenden Exponate auszuprobieren und andererseits mit den anderen chemiebegeisterten Schüler:innen in Kontakt zu kommen.

Die an der Freiherr-vom-Stein-Schule zurückgebliebenen Lehrkräfte setzten sich an die gewissenhafte Bepunktung der Klausuren. Oft waren sie beeindruckt von der vollständig richtigen Bearbeitung der Aufgaben, die deutlich über den Unterrichtsstoff in Chemie hinausgingen.

Nach der Rückkehr der Schüler:innen fand die Preisverleihung statt. Jeder und jede ging mit einer Urkunde und um eine besondere Erfahrung reicher nach Hause,hierunter auch Elena Schwetje aus der Stufe 10 unserer Schule (Foto). Die Bestplatzierten in Stufe 9 und in Stufe 10 erhielt – gesponsort von Chemetall – einen großzügigen Gutschein für die Klassenkasse. Die jeweils sechs Besten eines jeden Jahrgangs qualifizierten sich für die Regionalrunde Süd, die vom 21. -24. Juni 2022 in Darmstadt ausgetragen werden wird. Sie freuen sich darüber, sich bei der Gelegenheit wiederzutreffen, besser kennenlernen zu können und weiter im Wettbewerb zu stehen. Es kommt ja noch die Bundesrunde.

Der Tag zeigte, dass es schön ist, Spaß an Chemie zu haben und sich mit Gleichaltrigen zu messen. Auch die begleitenden Lehrkräfte waren sich einig: sehr erfreulich, dass es solche Gelegenheiten der Begegnung gibt. Die Freiherr-vom-Stein Schule ist gerne auch nächstes Jahr wieder Austragungsort und Gastgeber für die hessische Landesrunde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt“.

[Text: Tie; Foto: Marco Dörsam]

Aktuelles aus der Hirnforschung präsentiert vor den Biologie-Leistungeskursen

Einem sehr spannenden Vortrag zur aktuellen Ergebnissen der Hirnforschung von Dr. Lehmann durften die Schülerinnen und Schüler der beiden Q4 Biologie-Leistungskurse am 25. Februar 2022 im Auditorium unser Schule folgen.

Herr Dr. Lehmann stellte verschiedene bildgebende Verfahren von Gehirnaktivitäten vor, mit denen er arbeitet und mit denen die Forschung Erkenntnisse gewinnt. Bei allem Fortschritt ging deutlich hervor, an welchen Stellen noch weiterer Forschungsbedarf besteht. Auch sehr schülernahe bzw. lebensnahe Phänomene wurden besprochen, beispielsweise die Entstehung des „Smartphone Daumens“. Studien auf diesem Gebiet zeigen, dass das Gehirnareal, das für die Steuerung des Daumens bei Menschen mit Smartphone deutlich stärker ausgeprägt sind als bei Menschen ohne Smartphone. Herr Dr. Lehmann war sehr offen für die zahlreichen Fragen der Schülerschaft und hat diese geduldig und ausführlich beantwortet.

Dieser Vortrag im Rahmen der MINT-Elterninitiative war eine blickfeldweitende hochwillkommene Ergänzung des Fachunterrichts. [Gil]

„Chemie-Olympiade 2022“ in Darmstadt – Landesseminar Hessen und Thüringen

Vom 6. bis zum 10. Februar 2022 fand für die jeweils zehn besten Teilnehmer*innen aus Hessen und Thüringen bei der 2. Runde der Chemie-Olympiade 2022 das Landesseminar statt.

Ab 13.30 Uhr trafen am Sonntag allmählich die Teilnehmer*innen in der Jugendherberge Darmstadt ein. Einige bekannte Gesichter aus der Chemie-Olympiade 2021 oder vom Chemie-die-stimmt-Wettbewerb erblickten sich wieder. Nachdem wir uns in den Zimmern eingerichtet haben, nahmen wir an einer Führung über die Mathildenhöhe mit ihren zahlreichen Jugendstil-Bauwerken und schönen Aussichten teil. Später widmeten wir uns der Chemie, bearbeiteten Aufgaben der 3. Runden aus vorigen Chemie-Olympiaden und tauschten uns aus. Schnell wurde deutlich, dass eine gute Gruppendynamik herrschte und die folgenden Tage viel Spaß machen werden.

Am folgenden Morgen teilten wir uns in zwei Gruppen auf: die einen gingen ins Juniorlabor der TU Darmstadt, um zu experimentieren, die anderen gingen in den Magistratssaal, um spannenden Vorträgen zu lauschen und das neu erlangte Wissen auf Aufgaben anzuwenden – im Anschluss war ein frei gestaltbarer Nachmittag angedacht und einige sind ins Jugendstilbad gegangen. Nach dem Abendessen waren wir alle wieder vereint und stellten uns gegenseitig Vorträge, die die meisten vorab zum Kennenlernen vorbereiteten, vor. Im Anschluss wurden weitere Aufgaben bearbeitet oder Gesellschaftsspiele gespielt.

Am Dienstag tauschten die Gruppen, sodass alle Teilnehmer*innen sowohl Praxiserfahrungen machten als auch Theorieinput bekamen. Am Abend waren Kegeln, Pizza und Spaß angesagt. Danach spielten wir in der Jugendherberge gemeinsam weiter, jedoch nun Gesellschaftsspiele.

Der Spaß ging am Mittwochmorgen weiter: die hessischen Teilnehmer*innen boulderten und kletterten den ganzen Vormittag lang. Währenddessen experimentierten die Thüringer*innen im Juniorlabor weiter. Nachmittags hörten wir der digitalen Führung der Firma Merck und bekamen einen detaillierten Einblick in ihre Technologien. Unseren letzten Abend verbrachten wir mit Gesprächen, Aufgaben und Spielen.

Am letzten Tag wurden den hessischen Urkunden vom Land Hessen höchstpersönlich vom Kultusminister Prof. Lorz überreicht. Danach hatten wir noch etwas Zeit, um im Juniorlabor zu experimentieren und anschließend gemeinsam mit den Thüringer*innen selbst Eis herzustellen und zu essen. Etwas traurig, dass die Zeit so schnell vorbeiging, aber gleichzeitig auch froh, über die neuen Bekanntschaften und Hoffnung, auf eine erneute Begegnung, ging nach Mittag das Landesseminar zu Ende. Die ersten zwei aus Hessen und ersten sieben aus Thüringen, die sich erfolgreich für die 3. Runde der Chemie-Olympiade qualifizieren konnten, werden sich sicherlich demnächst erneut begegnen. Wir wünschen ihnen viel Spaß und Erfolg im weiteren Auswahlverfahren.

Diesen Erfahrungsbericht hat Hana Ajdin (Q4) aus unserer Schule geschrieben. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Platzierung bei der Zweitrundenklausur der Chemie-Olympiade (Platz 5 in Hessen) durfte sie an dem viertägigen Landesseminar in Darmstadt teilnehmen. Seitens der Schulgemeinde „Herzlichen Glückwunsch“ zu dieser besonderen Leistung.

Wir freuen uns, dass es immer wieder einzelne Oberstufenschüler*innen gibt, die am mehrstufigen Auswahlverfahren der Internationalen Chemie-Olympiade teilnehmen und sich an den herausfordernden Aufgaben ausprobieren. Die Aufgaben zur ersten Runde erscheinen jedes Jahr im Mai und müssen bis Mitte September einer betreuenden Lehrkraft abgegeben werden.

Kuraray-Exkursion der beiden Chemie-Leistungskurse Q3 am 28. Oktober 2021

Einblicke in den Mowital-Betrieb

KURARAY, der Kooperationspartner unserer Schule, ist einer der weltweit führenden Hersteller von PVA (Polyvinylalkohol) und PVB (Polyvinylbutyral). Beide Kunststoffe werden in vielen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt. Vor den Sommerferien präsentierten wir (die beiden Chemie-Leistungskurse von Frau Grigoroudi und Frau Tiebes) in einem virtuellen Meeting mit Experten von Kuraray die unterschiedlichen Reaktionsmechanismen zur Herstellung von PVA, PVAc (Polyvinylacetat) und PVB – basierend auf dem Unterrichtsstoff des Halbjahres.

Gruppenfoto vorm Industriepark Höchst

Am Donnerstag, den 28. Oktober 2021, ging es für uns mit unseren beiden Lehrerinnen zum Industriepark Höchst, wo das Unternehmen Kuraray einen ihrer Standorte hat.

Dort hatten wir die Möglichkeit, den Ort zu besuchen, an dem die Herstellung der Kunststoffe tatsächlich erfolgt, und dabei ganz neue Einblicke in das Unternehmen und die großtechnische Produktionsweise zu erhalten. Nach einem Einführungsvortrag über die Unternehmensstruktur und einer Verbildlichung des Produktionsprozesses sowie einer Sicherheitsbelehrung hatten die Schüler:innen der beiden Chemie LK‘s die Gelegenheit, Einsicht in die einzelnen Produktionsschritte zu erhalten. Hierbei wurden wir mit Schutzhelm und Hörschutz ausgestattet. Die eine Gruppe konnte im Anschluss daran eine gesamte sogenannte Produktionsstraße im Mowital-Betrieb besichtigen und die andere Gruppe im Poval-Betrieb. Zum Schluss hatten wir noch einmal die Möglichkeit, Fragen zum Unternehmen selbst, zur Produktion und den Berufen bei Kuraray zu stellen. Wir wurden insbesondere darüber aufgeklärt, dass es unterschiedliche Ausbildungsberufe und Studiengänge vom Chemielaboranten bis hin zum Ingenieur gibt, welche bei Kuraray Anstellung finden. Die Mitarbeiter*innen berichteten zudem von einem sehr angenehmen Arbeitsklima. Die Exkursion gab uns allen einen allumfassenden Einblick in die chemische Berufswelt, sowohl in die Abläufe einer Produktion, als auch in die einzelnen Tätigkeitsfelder, sowie allgemein in den Produktionssektor.

Vielen Dank an alle Beteiligten, wir sind überaus dankbar für diese Bereicherung!

Isabel Ilgner und Sara Watanyar, Q3                                      Fotos: Kuraray Europe GmbH

Projekt-Lightspeed: Veranstaltung mit BioNTech-Gründer:innen am 7. Oktober 2021 im Literaturhaus

Am Donnerstag fanden sich um 19:30 Uhr prominente Gäste aus Mainz im Literaturhaus ein: Prof. Dr. Uğur Şahin und Dr. med. Özlem Türeci, Wissenschaftler:innen und Mitgründer:innen von BioNTech. Sie entwickelten den weltweit ersten zugelassenen Covid-19-Impstoff und schrieben Medizingeschichte.

Von unserer Schule haben 15 Schüler*innen der Q3 Chemie und Biologie Leistungskurse in Begleitung von Frau Taubenheim und Frau Dr. Tiebes an der Veranstaltung im Frankfurter Literaturhaus teilgenommen – eine einmalige Möglichkeit. Normalerweise sehen wir die beiden Wissenschaftler:innen nur im Fernsehen, sodass es spannend war, sie in Person erleben zu dürfen.

Bezogen auf das Buch „Projekt Lightspeed“, geschrieben vom Financial-Times Journalisten Joe Miller, welcher das Ehepaar seit März 2020 begleitet hat, stellte die Moderation von der ZEIT sowohl persönliche als auch wissenschaftsbezogene Fragen. Dem Publikum wurden somit verschiedene Facetten der beiden gezeigt und ihr medizinischer Werdegang dargelegt.

Das von ihnen im Jahr 2008 mitgegründete Unternehmen BioNTech legt seinen Fokus eigentlich auf die Entwicklung und Herstellung von Immuntherapien zur patientspezifischen Krebsbehandlung. Forschungsschwerpunkt sind Medikamente auf mRNA-Basis. Nachdem der Ausbruch des neuen Virus SARS-CoV-2 Anfang 2020 bekannt wurde, schlug das Ehepaar Alarm und überzeugte BioNTech, das Projekt „Lightspeed“ zu starten. Ziel war es, möglichst schnell einen guten, wirksamen Impfstoff gegen das Virus herzustellen. Dies ist ihnen bekanntermaßen gelungen mit dem mRNA-Impfstoff BNT162b2, dem bisher wirksamsten Corona-Impfstoff. Dadurch haben sie dazu beigetragen, dass eine langsame Rückkehr des sozialen Lebens möglich wurde. Auf der Veranstaltung erzählten sie von positiven Rückmeldungen und ihrem sehr persönlichen Moment der Impfung.

Insgesamt boten uns Herr Şahin und Frau Türeci einen Einblick in ihre Motivation, in die Impfstoffentwicklung, persönliche Anekdoten, den aktuellen Wissensstand und Zukunftsaussichten. Mit ihrem ursprünglichen Antrieb aus Neugier und Überzeugung wollen die beiden mit dem von BioNTech in der Pandemie erzielten Gewinn weiterhin an Krebsmedikamenten basierend auf ihrer mRNA-Technologie forschen. Sie bleiben sich treu.

Leider mussten wir uns um 21 Uhr von ihnen verabschieden. Allerdings verließen die beiden Wissenschaftler:innen den großen Saal des Literaturhauses unter Standing Ovations.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Şahin und Frau Dr. Türeci sowie dem Literaturhaus Frankfurt als Kooperationspartner der Freiherr-vom-Stein-Schule für diesen besonderen Abend! Dieser wird uns eine Weile in Erinnerung bleiben, da wir einiges lernen konnten und man nicht alltäglich Menschen begegnet, deren Forschungsergebnisse unseren Alltag derart stark beeinflussen.

Hana Ajdin, Q3

Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ erneut am 27. Oktober 2021

Quelle: Initiative „MINT Zukunft schaffen“

 

Am 27. Oktober 2021 wurden die Freiherr-vom-Stein Schule zum zweiten Mal mit dem Signet »MINT – freundliche Schule« ausgezeichnet.

Die feierliche Verleihung durch die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ fand im Rahmen einer Onlineveranstaltung statt. In seiner Glückwunschbotschaft würdigte der hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz das große Engagement der Schulen bei der MINT-Profilbildung. Unsere Schule zählt damit zu den 42, die in diesem Jahr in Hessen nach einem anspruchsvollem Bewerbungsverfahren dieses Qualitätssiegel für eine erfolgreiche und überdurchschnittliche MINT-Profilbildung erhalten haben.

Durch diese erneute Auszeichnung ist das Zusammenwirken der ganzen Schulgemeinschaft – Lehrkräften, Schülerschaft und Eltern sowie Kooperationspartner der Schule – in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in den letzten drei Jahren gewürdigt worden. Hierzu gehört vor allem, im Regelunterricht der dreistündige NaWi-Unterricht in Stufe 5 und 6 und der Experimentalunterricht Chemie und Physik in geteilten Klassen in Stufe 7 sowie die MINT-Elterninitiative „Elternvorträge für den Fachunterricht“ und die intensive Kooperation mit dem Unternehmen Kuraray, die den Horizont nach außen erweitern.

Ein herzliches Dankeschön geht seitens der Schulleitung an alle in der Schulgemeinde.

Das Signet stellt einerseits eine Anerkennung dar, ist andererseits aber auch Verpflichtung und Ansporn für die Entwicklungsprozesse im MINT-Bereich in den nächsten Jahre. [Tie]

Link zur Pressemitteilung der Initiative »MINT Zukunft schaffen«

 

Virtueller Kuraray-Präsentationstag am 8. Juli 2021

PVAc, PVA & PVB – Kunststoffe mit hohem Alltagsbezug

Was viele nicht wissen, ist, dass in ihrem Shampoo und Duschgel der Kunststoff Polyvinylalkohol enthalten ist. Doch wie wird dieser Kunststoff beim Unternehmen Kuraray hergestellt, mit dem die Schule eine Kooperation hat? Und in welchen anderen Produkten finden er Verwendung?

Genau diesen Fragen und vielen anderen mehr sind wir zwei Wochen lang in Gruppen der Chemie-Leistungskurse von Frau Dr. Tiebes und Frau Grigoroudi der Q2 nachgegangen und haben unsere Ergebnisse in drei Vorträge zu verschiedenen Kunststoffprodukten von Kuraray zusammengestellt. Einige Fragen konnten wir basierend auf dem Unterrichtsstoff dieses Halbjahres beantworten, so die Reaktionsmechanismen zur industriellen Herstellung von Polyvinylacetat (PVAc), Polyvinylalkohol (PVA) und Polyvinylbutyral (PVB). Zu anderen Fragen waren intensive Recherchen notwendig.

In nicht Corona-Jahren können SchülerInnen der Leistungskurse in den Laboren des Unternehmens Kuraray im Industriepark Höchst ihre Rechercheergebnisse vorstellen und anschließend Versuche zur Herstellung dieser Polymere durchführen und hautnah industrielle Forschung und Entwicklung miterleben. Für uns „Corona“-SchülerInnen waren die Kuraray-Labortage in Präsenz in diesem Jahr nicht möglich, sodass wir anhand von zahlreichen Fotos und Videosequenzen einen Einblick in die praktische Umsetzung der Versuche erhielten. Um unsere Präsentationen vor Kuraray-Mitarbeitern vorstellen zu können, wurde ein virtuelles Format ausprobiert. Wir haben das Beste aus der Corona-Situation gemacht.

Am Donnerstag, den 8. Juli 2021, hielten wir zwischen 9.00 und 11.00 Uhr im Auditorium unsere Präsentationen über eine online-Konferenzplattform. In den Vorträgen stellten wir die industrielle Herstellung von Polyvinylacetat, Polyvinylalkohol und Polyvinylbutyral und deren Verwendung sehr detailliert vor. Wir waren sehr angespannt und fühlten uns unter hohem Erwartungsdruck.

Wir konnten sehr viel dazu lernen und hatten die Möglichkeit mit Experten aus dem Unternehmen Kuraray zu sprechen. Sehr gefreut hat uns, das positive Feedback der Experten zu erhalten. Besonders eignete sich das Projekt für uns SchülerInnen, um einen Einblick in die chemische Berufswelt zu erhalten.

Jetzt noch eine Antwort auf die Eingangsfragen: Kuraray stellt Polyvinylalkohol aus Polyvinylacetat her. Polyvinylalkohol findet weiterhin Verwendung für die Herstellung von Polyvinylbutyral, welches man in unserem Alltagsleben bspw. als Zwischenschicht von Windschutzscheiben findet.

Wir danken den virtuell Anwesenden von Kuraray, Frau Iliana Liontou, Herrn Dr. Florian Mummy und Herrn  Dr. Daniel Wenzlik, ganz herzlich, dass sie sich die Zeit für uns genommen und all unsere Fragen beantwortet haben. Es war eine riesige Bereicherung für uns, an der wir nicht nur chemisch gewachsen sind.

Zuletzt bedanken wir uns herzlich bei Frau Grigoroudi und Frau Dr. Tiebes, welche uns stets bei allen Fragen weitergeholfen haben.

Sara Watanyar, Q2

(Fotos: Maria Grigoroudi)

Elternvortrag „Mathematics makes the world go round!“ im Mathematik-Leistungskurs Q2

„Why should I study mathematics? Because it makes the world go round!“ Unter dieser Überschrift durfte sich der Leistungskurs Mathematik der Q2 von Herrn Diefenhardt am 7. Juli 2021 einen spannenden Vortrag über die angewandte Mathematik im Alltag verschiedener Berufsbilder anhören. Besonders im Vordergrund stand die lineare Algebra/analytische Geometrie, welche im Kurshalbjahr Q2 vertieft worden ist.

Der fachkundige Vortrag wurde von Herrn Cappello gehalten, welcher Kinder auf unserer Schule hat und im Rahmen der MINT-Elterninitiative ermöglicht. Er selbst ist mittlerweile ein Manager eines großen Konzerns, welche nicht nur in Deutschland Standorte besitzt, sondern weltweit. Somit wird auch durch internationale Kooperationen versucht, mathematische Problemstellungen gemeinsam zu lösen.

Deswegen war dieser Vortrag auch in englischer Sprache, um uns einen Einblick vom Alltag in einem internationalen Unternehmen verschaffen zu können.

Erklärt wurde uns die Mathematik durch ein Beispiel einer Produktionsplanung zweier Eissorten. Das Ziel war es, eine oder mehrere Gleichungen zu finden, die den größten Profit für das Unternehmen ermöglicht. Dabei mussten auch verschiedene Bedingungen berücksichtigt werden, wie, dass die produzierte Ware ≥ 0 sein muss etc.

Auch das die wirtschaftlichen Faktoren die Mathematik beeinflusst, wurde bei dem Beispiel noch einmal deutlich.

Für Fragen und Anregungen war Herrn Cappello jederzeit offen und war sehr erfreut über unser Interesse. Sein Ziel war es, uns klar zu machen, wie wichtig die Mathematik im späteren Alltag sein kann. Er wollte uns ermutigen, nach dem Abitur diesen Schritt zu gehen, da man wirklich auch talentierte und engagierte Schüler und Schülerinnen in diesen Bereichen sucht, um unseren Alltag überhaupt funktionieren lassen zu können.

Zum krönenden Abschluss gab es noch eine kleine Überraschung für uns alle – Eis für jeden! Einen besseren Abschluss hätte man nicht finden können, der noch thematisch so schön den Vortrag abgerundet hat.

Wir danken Herrn Cappello für diesen spannenden und inspirierenden Vortrag, der uns allen einen besseren Einblick sowohl in seinen Beruf als auch unseren möglichen späteren beruflichen Werdegang gewährleisten konnte.

Anastasija Marinovic, Q2

(Fotos: Doris Dörsam)

Elternvortrag „Traue keiner Statistik…“ im Mathematik-Leistungskurs

Unter der Überschrift „Statistik im Alltag“ bekamen die Abiturient:innen der Leistungskurse Mathematik zum Ende ihrer Kursphase einen fachkundigen Einblick in die Praxis der Statistik, einem Schwerpunktthema aus dem vorausgegangenen Unterricht. Nachdem ein bereits geplanter Vortrag von Frau Lindner, deren Kinder unserer Schule besuchen, pandemiebedingt abgesagt werden musste, konnte er nun Ende März in Form einer Videokonferenz stattfinden – als Beitrag der MINT-Elterninitiative. Frau Lindner hat Betriebswirtschaft/Volkswirtschaft mit Schwerpunkt Statistik studiert und hat jahrelange Berufserfahrung – insbesondere im Bereich Marktforschung.

Alltagsrelevante Themen rund um Corona – wie Daten zu Impfungen und Tests – wurden aus Sicht der Statistikerin analysiert, ebenso wie Datensammlungen zum Klimawandel. Näher beleuchtet wurden Fragen wie: Was bedeutet die Angabe, dass ein Impfstoff eine Schutzwirkung von 95,4% hat? Welche Rolle spielt die Auswahl der Stichprobe? Was ist bei den Folgerungen aus Testergebnissen zu beachten?
Anhand von aktuellen EU-Daten zu den Verursachern von Kohlenstoffdioxid-Emissionen wurde aufgezeigt, welch vielschichtige Zusammenhänge zur sachgerechten Interpretation von Statistiken zu beachten sind.

Darüber hinaus blickte in dem Vortrag immer wieder die Rolle der Statistik bzw. der Marktforschung in Unternehmen und Berufsperspektiven in diesem Bereich durch. Dieser Teil war für die Schüler:innen besonders interessant, mit Blick auf die Frage „Wie geht es weiter nach dem Abitur?“.

Wir danken Frau Lindner für diesen inspirierenden Vortrag, bei dem ihre eigene Begeisterung für die Statistik deutlich zu spüren war.

[Dör]

Elternvortrag zur Autoreifenherstellung im Chemie-Leistungskurs

Was haben Reifenentwickler und Konditoren gemeinsam?

Diese eher ungewöhnliche Frage und viele weitere hat Herr Böhner am letzten Freitag im Februar in einer Videokonferenz den Schüler:innen des Q4 Chemie LKs beantwortet.Coronabedingt konnte die Veranstaltung leider nicht in einem der Chemieräume stattfinden. Im Rahmen der MINT-Elterninitiative hat sich der Vater von zwei Kindern an unserer Schule bereit erklärt, den angehenden Chemiker:innen von seinem spannenden und abwechslungsreichen Berufsalltag zu berichten.

Am Anfang seines Vortrags stand der allgemeine Aufbau eines Autoreifens im Vordergrund und aus wie vielen Verbundstoffen er eigentlich besteht. In einem komplexen Prozessdiagramm wurde dann erläutert, wie viele verschiedene natürliche und künstlich hergestellte Stoffe für einen Reifen notwendig sind. Dass neben dem obligatorischen Naturkautschuk auch Siliciumdioxid in den meisten Gummimischungen enthalten ist, haben die wenigsten Schüler:innen gewusst. Herr Böhner verglich die Aufgaben eines Entwicklers für neue Gummireifen mit den Tätigkeiten eines Konditors. Je nachdem, welche Eigenschaften ein neuer Gummireifen bzw. der neue Lieblingskuchen haben soll, können beide Fachleute mit Hilfe der richtigen Rezeptur die Knetmasse und damit das Endprodukt in eine ganz neue Richtung lenken. Zur Überprüfung der neuen Gummirezeptur und damit einhergehend der neuen Reifen werden die unterschiedlichsten Messverfahren herangezogen. Das ist insofern interessant, weil Gummireifen zwei eher gegensätzlich Stoffeigenschaften mit ihrem viskoelastischen Materialverhalten vereinen.

Am Ende des kurzweiligen Vortrags haben die Schüler:innen des Chemie LKs die Chance genutzt und Herrn Böhner gezielt nach abiturrelevantem Expertenwissen aus seinem Berufsalltag befragt. Durch einen großen Applaus machten die Schüler:innen ihren Dank und ihre Wertschätzung deutlich.

Wir nehmen mit, dass dieser Elternvortrag eine blickfeldweitende und hochwillkommene Ergänzung des Fachunterrichts war. Herzlichen Dank!

[Mr, Foto pixabay]