CHALLENGE „Kristalle züchten“ in der Corona-Zeit

Im Chemieunterricht lernt man: Natriumchlorid, im Alltag als Speisesalz oder Kochsalz bekannt, kristallisiert in Würfelform.

So weit so gut.

Als Chemielehrerinnen wollten wir, dass die Schülerinnen und Schüler auch während der Zeit der Schulschließung aufgrund der Corona-Pandemie experimentieren können und das Auskristallisieren von Salzen am Beispiel einer Haushaltschemikalie einmal selbst beobachten können.

Im Heimexperiment in der Küche wurden von den Schülerinnen und Schülern der Stufe 9 aus Speisesalz viele würfelförmige Natriumchlorid-Kristalle hergestellt (Beispiel für einen Bericht, Antonia 9d). Die Herausforderung bestand auch darin, einen möglichst großen Natriumchlorid-Kristall zu erhalten.

Uns erreichten viele sehr schön fotografierte Kristallisierergebnisse. Einige davon sind hier zu sehen. Die Challenge „Wer züchtet den größten Natriumchlorid-Kristall?“ gewann

Servin aus der Klasse 9a (Zwillingskristall, Kantenlänge 6 mm).

Unter den weiteren Prämierten finden sich die Kristalle von Antonia (9d), Lars (9e), Melissa (9a), Natalija (9c), Selin (9b), Silina (9e), Simon (9c), Yasamin (9a).

Herzlichen Glückwunsch!

[Text: Tie, Fotos: Antonia, Melissa, Simon, Natalija, Lars, Silina, Yasamin, Selin, Servin, Fiona]

Mausefallenautorennen 2020

Am Montag, den 2. März 2020, war es wieder soweit. Das klassenübergreifende Mausefallenautorennen wurde zwischen den Parallelklassen der Stufe 8 ausgetragen. Jeweils die beiden Siegerteams der Klassenvorausscheidungen trafen sich im Auditorium zum Schulfinale, um die Frage zu klären, wessen Mausefallenautokonstruktion am weitesten fahren kann.

Die Mausefallenautos sind im Rahmen des Physikunterrichts der Stufe 8 zwischen Anfang Dezember und Mitte Januar entstanden. Die Schülerteams hatten als Aufgabe, eine Mausefalle als einzigen Antrieb für ein selbstgebautes Auto einzusetzen. Physik sozusagen zum Anfassen – Kraftwirkungen, Hebel, Reibung. Viele technische und handwerkliche Probleme ebenso wie organisatorische Probleme wurden im Team gelöst aber auch viele Design-Fragen, bis am Ende ein fahrtüchtiges Auto entstanden war.

Es gab eine große Vielfalt an Bauformen, einige davon waren noch zusätzlich bunt bemalt oder kreativ beklebt. Immer steckte viel Arbeit darin!

Das Siegerteam wurde mit einem silbernen Mausefallenauto

-Pokal (Eigenbau durch Herrn Olivier Franz) belohnt. Die Spitzenweite lag in diesem Jahr über 17 Meter und wurde von dem Mausefallenauto des Teams Lenox, Leya und Marlene (8e) erzielt. Mit einer erreichten Weite von 11, 75 Metern erlangte das Team von Jasmin, Letizia, Sophia und Sophia (8b) Platz 2. Auf Platz 3 fuhr das Mausefallenauto des Teams Barbara und Leticia (8d). Auch die Autos der anderen Teams konnten ansehnliche Strecken zurücklegen und alle Teams erhielten bei der Preisverleihung eine Urkunde. Impressionen kann man sich in der Fotostrecke anschauen.

In einer Vitrine im Foyer sind – wie in den drei Schuljahren zuvor – die Siegerkonstruktionen und weitere Mausefalleauto-Konstruktionen mit ausgefallenem Design zu bewundern.

[Bericht und Fotos: Tie]

Laborküche zum Experimentieren mit Lebensmitteln eingeweiht

Am 27. September 2019 wurde die Laborküche feierlich mit einem kleinen Empfang eingeweiht. Alle Anwesenden – Vertreter des Fördervereins, Elternvertreter, Schülervertreter und Chemie- und Biologie-Kolleginnen und Kollegen – stießen auf die Realisierung dieses besonderen Projekts an. „Ein ganz besonderer Dank gilt dem Förderverein der Schule für dessen großzügige finanzielle Unterstützung“, sagte Frau Dörsam als Vertretung der Schulleitung, „Nun freuen wir uns auf die neuen Experimente in der Laborküche!“.

Der Wunsch einen Raum zum Experimentieren mit Lebensmitteln für den naturwissen­schaftlichen Unterricht zur Verfügung zu haben, der auch den anschließenden Verzehr der Lebensmittel erlaubt, gab es in der Chemie- und Biologie-Fachschaft schon seit vielen Jahren. Die Chance, aus dem Wunsch Realität werden zu lassen, bot sich, als im Schuljahr 2015/16 der Spindraum in der 3. Etage frei wurde. In zahlreichen Gesprächen im Kollegenkreis wurde ein Plan für die Laborküche entwickelt. Nachdem dann auch die Gebäudebetreiber­gesellschaft, SPIE, diesem Plan zugestimmt und den Wasseranschluss (inklusive Warmwasserboiler) zugesagt hatte, wurde unter der Federführung der Chemie-Fachschaft ein Antrag für die Finanzierung einer Küchenzeile beim Förderverein der Schule gestellt (Link: Vereinigung der Freunde und Förderer der FvS). Zur großen Freude aller Beteiligten wurde der Antrag bewilligt und die Küchenzeile konnte bestellt und aufgebaut werden. Durch eine weitere großzügige Förderzusage des Fördervereins war auch die Anschaffung der Ausstattung möglich. Nun da die Laborküche fertig eingerichtet ist, kann sie durch die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen vor allem im Biologie- und Chemieunterricht sowie dem naturwissenschaftlichen AG-Angebot genutzt werden.

Wir danken allen ganz herzlich, die dazu beigetragen haben, diese Laborküche entstehen zu lassen. Ohne das Zusammenwirken vieler Personen über einen langen Zeitraum wäre dies nicht möglich gewesen. [Tie]

Exkursion zum Technoseum und Planetarium in Mannheim der Klasse 9d

Am Dienstag, den 11. Juni 2019, machte sich die Klasse 9d zu einer ganztägigen naturwissenschaftlichen Exkursion nach Mannheim auf – per Bahn, da der bestellte Bus nicht kam.

 

Das erste Ziel war das Technoseum. Im Werkstattbereich sollten die Schüler*innen unter Anleitung sensorgesteuerte Maschinenmodelle programmieren. Hochkonzentriert machten sich alle Gruppen an die Programmierung. Zur großen Freude gelang es allen Gruppen das Transportband des Maschinenmodells zum Laufen zu bekommen und auch den Sensor zu aktivieren, der die metallischen Deckel aussortierte. Auch die Aufgaben zum elektro-pneumatischen Schaltkreis wurden erfolgreich gelöst.

 

Als nächstes ging es zum Planetarium – für viele Schüler*innen zum ersten Mal. Der Eintritt war aufgrund eines Sonderpreises frei, den die Klasse durch die freiwillige Teilnahme von Mitschülern an dem Schülerwettbewerb „Chemie – die stimmt“ gewonnen hatte. In die 360° Kuppel wurde der Sternenhimmel weitgehend in Übereinstimmung mit der Realität projiziert. Unglaubliche 3000 Sternen werden für eine sternklare Nacht simuliert. Während alle in bequemen Sesseln saßen, wurde ausgewählte Himmelskörper und Sternbilder erklärt. Anschließend erlebten alle eine täuschend echt nachgebildete Reise durch unser Sonnensystem. Faszinierend so die einhellige Meinung nach dem Besuch.

 

Nach einem langen erlebnisreichen Tag ging es mit vielen neuen Eindrücken mit der Bahn nach Frankfurt zurück.

[Bericht: Tie, Fotocollagen: Chr]

Regionalrunde West des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt“ mit Hana Ajdin

Vom 3. bis zum 6. Juni fand die bundesländerübergreifende dritte Runde des Chemiewettbewerbs “Chemie- die stimmt!” in Darmstadt statt.

Am Montagabend sammelten sich bis 18 Uhr alle Teilnehmer*innen in der Lobby des B&B-Hotels am Darmstädter Hauptbahnhof. Es wurden Bekanntschaften miteinander gemacht, noch bevor wir in eine nahegelegene Schule gingen und der offizielle Kennenlernabend mit viel Essen begann. Anschließend – erschöpft von der Anreise und gespannt auf den kommenden Tag – gingen wir alle schlafen.

Am Dienstag fand der praktische Teil des Wettbewerbs statt. Während die Teilnehmer*innen aus der Stufe 10 den Morgen im Kletterwald verbrachten, experimentierten die Schüler*innen der 9. Klasse in Gruppen im Juniorlabor der Technischen Universität Darmstadt. Während die 9. Stufe am Nachmittag klettern ging, durfte die 10. Stufe experimentieren. Nach dreistündiger Laborarbeit präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse vor einer Jury, die am Donnerstag den besten Gruppen einen Sonderpreis überreichen würde. Doch darüber haben sich die Meisten keine Gedanken gemacht, da wir am Dienstagabend alle unser selbstgemachtes leckeres Himbeereis gegessen haben.

Am Mittwochmorgen spürte man die Aufregung vor der Klausur, die wichtig für das Weiterkommen in die Finalrunde ist. Nach der langen Klausur, waren alle froh, dass sie den wichtigen Teil hinter sich hatten und den vorletzten Tag in Darmstadt genießen können. Doch nach der Klausur musste der Spaß für die Zeit einer einstündigen Wanderung bei hohen Temperaturen warten. Schließlich gingen wir Kegeln und aßen viel Pizza, während wir den letzten gemeinsamen Abend genossen.

Am Donnerstag besichtigten wir die Firma “Merck”, wo die Wettbewerbsrunde ein Ende nahm. Nach der Preisverleihung wurde uns eine spannende Präsentation zum Thema “OLED” gehalten. Abschließend gingen wir ein letztes Mal gemeinsam essen, bevor uns unsere Wege trennten.

Preisträger der Stufe 9 – Platz 4 bis 6

Obwohl ich den 6. Platz belegte und ich somit nicht weiter gekommen bin, bin ich äußerst froh diese Erfahrung gemacht zu haben. Ich hatte sehr viel Spaß in Darmstadt und habe viele neue interessante Leute kennengelernt, mit denen ich gemeinsame Interessen teilte. Es ist schade, dass die Zeit so schnell vorbeiging.

[Bericht: Hana Ajdin/9d, Foto: Janin Uedemann/FChO, weitere Fotos]

Chemie zum Selbermachen – Leistungskurs Chemie im Labor der Firma Kuraray

Zum sechsten Mal hatte der Leistungskurs Chemie der FvS Gelegenheit, in den Laboren der Firma Kuraray mit eigens für die Schülerinnen und Schüler vorbereiteten Versuchen die Herstellung des Kunststoffes Polyvinylbutyral (PVB) selbst nachzuvollziehen. Außerdem lernte eine Gruppe eine wichtige Anwendung des Produktes PVB als Bindemittel für Druckfarben kennen.

Aufregende Vorbereitungen haben sich gelohnt

Angesichts des kurzen Halbjahres war die Vorbereitung auf die Laborwoche denkbar gedrängt. So hatten die fünf Schülerinnen und zwei Schüler nur wenige Stunden, um in die Grundlagen der Kunststoffchemie eingeführt zu werden. Sie hatten dann nur einen intensiven und langen Arbeitstag, um, entlang der vorhandenen Versuchsanleitungen und ausführlicher eigener Recherchen und einiger Diskussionen von kniffligen Fragestellungen, die geforderte Eingangspräsentation vor dem Fachpublikum der Kuraray vorzubereiten. Entsprechend groß war die Aufregung vor dem Präsentationstermin am Montag, den 27.5.2019. Alle drei Gruppen konnten Ihre Inhalte aber so gekonnt darstellen, dass sie von den Fachleuten gute Rückmeldungen bekamen. „Wichtig waren uns aber vor allem die fachlichen Hinweise, so dass wir uns nach der Diskussion mit den Vertretern von Kuraray ein noch besseres Bild von den Versuchen machen konnten, die auf uns zukommen sollten,“ so die Rückmeldung von Dorcas Amankwaatia.

Laborerfahrung – Die Verbindung von Theorie und Praxis

Bevor die drei Gruppen sich mit der Herstellung eines Ausgangsstoffes, Polyvinylalkohl (PVA) und dem Produkt Polyvinylbutyral (PVB), sowie einer Anwendung von PVB als Bindemittel für Druckfarben beschäftigen konnten, musste die ganze Gruppe eine Sicherheitsunterweisung für den Industriepark absolvieren. Mit eigenen Ausweisen ausgestattet durften dann die Räume von Kuraray betreten werden. Auch hier wird das Thema Sicherheit sehr groß geschrieben, weshalb nach den Eingangspräsentationen jede Gruppe nochmal gesondert auf Gefahren im Zusammenhang mit den jeweiligen Versuchen hingewiesen wurde. Aber dann konnten die einzelnen Geräte vorgestellt und in Betrieb genommen werden. Jedes Gruppenmitglied erhielt seine spezifischen Aufgaben, um den Versuch ordnungsgemäß durchzuführen. Ein wichtiger neuer Lernschritt für alle war die Bedeutung analytischer Methoden kennen zu lernen, die im Schulalltag wenig Beachtung finden können. „Wir gehen immer ganz selbstverständlich davon aus, dass ein Produkt, z.B. eine Druckfarbe, immer die gleiche Qualität hat. Zu sehen, welcher Untersuchungsaufwand dahinter steckt, um diese Qualität zu gewährleisten war schon beeindruckend,“ erklärt Yannick Schroth; der in dieser Gruppe gearbeitet hat. Für Younis Alyass waren es die selbst produzierten, mit blauer Farbe bedruckten Folien, die ohne jeden Fehldruck während der Präsentation als Arbeitsergebnis vorgestellt werden konnten, die ihn an die technisch anspruchsvolle Produktion von Druckfarben erinnern werden.

Anwendung von Fachwissen hautnah erleben

Wie interessant die Polymerchemie ist, wurde besonders bei den Abschlusspräsentationen am Montag, den 3.6.2019 deutlich. Hier hatten alle Gruppen Gelegenheit, ihre Versuchsergebnisse und ihre neu gewonnenen Erkenntnisse vorzustellen. Dabei ergaben sich interessante Diskussionen, die schnell auch klar machten, wo es noch Neues zu entdecken gibt oder Fragen noch nicht vollständig beantwortet werden können. „Wir haben jetzt ein besseres Verständnis für die Bedeutung der Reaktionen, die wir sonst nur einfach im Unterricht besprechen können!“ fasst Eushra Shaheen die Erfahrungen der Laborwoche zusammen. Gerade auch die Herausforderung, sich einem hochrangigen Fachpublikum in einer Diskussion zu stellen, die eigenen Ansätze darzustellen und unter dem Blick der erfahrenen Chemiker einen kühlen Kopf zu bewahren und auf konkrete Fragen ideenreich zu antworten wird sicher so schnell niemand vergessen. „Aber es hat sich gelohnt,“ so Vivian Nguyen, „denn jetzt können wir bei allen künftigen Präsentationen, auch wenn wir die Schule hinter uns gelassen haben, auf eine sehr hilfreiche Erfahrung zurückgreifen“.

Inside Kuraray – es geht nicht nur um Chemie

„Wir sind von allen bei Kuraray sehr freundlich aufgenommen worden und sehr dankbar, dass wir auch einmal erleben konnten, wie ein Laboralltag funktioniert und wie gut alle in einem Unternehmen wie Kuraray miteinander umgehen,“ bedankte sich Laureen Emminger in der abschließenden Feedbackrunde bei den Firmenvertretern. Dass es auch darauf ankommt, wie man zusammenarbeitet, um ein gutes Produkt herzustellen, bewies Mihaela Dremsizova, die spontan für Frau Kolac-Lang einsprang und dafür sorgte, dass die Präsentation der letzten Gruppe reibungslos weiterlief! Insgesamt, so das einhellige Fazit der Gruppe, waren die Labortage, trotz all des Stresses und der Aufregung, eine wunderbare und bereichernde Erfahrung, die wir alle auch den künftigen Chemieleistungskursen wünschen!

 

Mausefallenautos: Klassenübergreifender Wettbewerb 2019

Ein Auto bauen, das nur von einer Mausefalle angetrieben wird, ein tolles Design hat und möglichst weit fährt? Diese Aufgabe haben sich Schülerinnnen und Schüler der 8.Jahrgangsstufe in einem fächerübergreifenden Projekt der Kunst und der Physik vorgenommen. Im abschließenden Wettbewerb haben sie nun die Autos gegeneinander antreten lassen. Bis kurz vor Start wurde an den Autos getüftelt, am Design gefeilt und letzte Veränderungen vorgenommen. Die Ideen der Schüler waren vielfältig, so wurden Autos zum Beispiel mit 2, 3 oder 4 Rädern, im Leichtbau oder aus Lego gebaut.

Die größte Weite erreichten Asom, Otabeck, Luca und Roni (8c) mit 28,2 Metern. Auf dem zweiten Platz kamen Sean, Erfan und Dawar (8d) mit 16,8 Metern, den 3. Platz erhielt Ron (8c) mit 13,9 Metern, das Rennmaus-Mausefallenauto von Antonia (8d) schaffte es knapp nicht aufs Siegertreppchen.

Keiner der Teilnehmer ging leer aus, alle bekamen eine Urkunde. Die Sieger erhielten einen silbernen Mausefallenpokal, die Plätze 2 und 3 silberne Mausefallenmedaillen. Pokal und Medaillen wurden von Olivier Franz selbst gefertigt. Die Sieger-Konstruktionen können mittlerweile in der Vitrine im Foyer beobachtet werden. [Rö]

 

Auch in diesem Jahr „Chemie – die stimmt“ an der Freiherr-vom-Stein-Schule

Zu unserer großen Freude fand am 20. März 2019 erneut an unserer Schule die zweite Runde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt“ statt, damit gehörten wir zu einem der zehn Orte in Deutschland, an dem an diesem Tag die Landesrunde ausgetragen wurde.

Aus ganz Hessen kamen die besten, chemiebegeisterten Schüler*innen der Stufe 9 und Stufe 10 zusammen, die sich durch das Lösen von Aufgaben zum Knobeln und Recherchieren in der ersten sogenannten „Hausarbeitsrunde“ qualifiziert hatten.

In angenehmer und sehr konzentrierter Atmosphäre wurden die jahrgangsspezifischen Aufgaben über einen Zeitraum von drei Stunden von etwa 60 Schüler*innen bearbeitet. Es musste neben chemischem Wissen die Fähigkeit zur Lösung kniffliger Fragestellungen unter Beweis gestellt werden. Für den Wettbewerbsleiter Herrn Dörsam (Landesbeauftragter Chemie-Olympiaden) geht es nicht nur um den Wettbewerb sondern auch darum, dass die Schüler*innen sich untereinander kennenlernen können. Gelegenheit dazu gab es nach der Klausur. Mit einem Lunch-Paket ausgerüstet ging es unter Begleitung von einigen mitangereisten engagierten Lehrkräften zur ExperiMINTa in Bockenheim.

In dieser Zeit korrigierten die übrigen begleitenden Chemielehrer*innen und Herr Luis Wellenreiter (FChO) die einzelnen Aufgaben der Klausuren, packten die Preise ein und füllten die Urkunden aus. Pünktlich als die Schüler*innen wieder eintrafen, standen die Besten jedes Jahrgangs fest! Bei der Preisverleihung durch Herrn Dörsam ging niemand ohne eine Urkunde und dem Gefühl etwas Besonderes erlebt und geschafft zu haben nach Hause.

In den Stufen 9 und 10 qualifizieren sich die jeweils besten sechs Schüler*innen für die nächste bundesländerübergreifende Runde. Im Jahrgang 9 gehört Hana Ajdin aus unserer Schule dazu (Platz 2, rechtes Foto rechts). Sie erhält damit die tolle Gelegenheit, vom 3. bis 6. Juni an der Regionalrunde West in Darmstadt teilzunehmen und naturwissenschaftlich interessierte Schüler*innen anderer Schulen und Bundesländer näher kennenzulernen, sich mit ihnen auszutauschen und im Wettbewerb zu stehen.

Herzlichen Glückwunsch an alle teilnehmenden Schülerinnen und Schülern zu den erzielten Leistungen! [Tie]

 

weitere Fotos:  https://www.chemie-die-stimmt.de/preistr%C3%A4ger/2-runde-2018-19/  [Fotos: Marco Dörsam, Cds und Annik Kömpel, Offenbach]

NaWi 5/6

NaWi-Unterricht in den Klassen 5 und 6


In den Stufen 5 und 6 wird der bisherige Biologieunterricht um die Naturwissenschaften Physik und Chemie ergänzt und bereichert. So kommen wir den Phänomenen unserer Umwelt umfassender auf die Spur.
Der Unterricht findet dreistündig statt und hat den Stellenwert eines Hauptfaches. Die Verknüpfung der drei Naturwissenschaften soll unseren SchülerInnen den Übergang vom Sachunterricht der Grundschule erleichtern und auf die differenzierten Fächer ab Klasse 7 vorbereiten. Ab Klasse 7 werden die Fächer Biologie, Chemie und Physik zweistündig und als Nebenfach unterrichtet.
Unser schuleigenes Curriculum für NaWi richtet sich nach den im Hessischen Kerncurriculum vorgegebenen Inhalten und Kompetenzen der drei naturwissenschaftlichen Fächer.

Im NaWi-Unterricht…
• lernen unsere SchülerInnen wissenschaftliches Handwerk kennen und planen Experimente (Welcher Forscherfrage will ich nachgehen, welche Vermutung überprüfen und wie gehe ich dazu vor?)
• üben sich unsere SchülerInnen im praktischen Umgang mit Versuchsmaterialien (Wie gehe ich richtig mit Geräten und Chemikalien um? Welche Sicherheitsregeln muss ich beachten?)
beobachten und dokumentieren unsere SchülerInnen ihre Experimente (Wie wird ein naturwissenschaftliches Protokoll erstellt?)
• üben wir gemeinsam das Schlussfolgern und Begründen und erlernen den Umgang mit der visuellen Darstellung von Ergebnissen (Wie lese und erstelle ich Diagramme?)
• betrachten wir Naturphänomene aus den verschiedenen Blickwinkeln von Biologie, Physik und Chemie und stellen weiterführende Fragen…!

Ein Beispiel aus dem Nawi-Unterricht der Klasse 5:

Eine scheinbar einfache Frage führt zu grundlegendem Erkenntnisgewinn über die Natur:
Was genau brennt bei der Kerze? Diese Forscherfrage steht am Anfang unserer Reise und ermöglicht vielfältige Gelegenheiten, einem Phänomen auf den Grund zu gehen.
Durch unterschiedliche methodische Vorgehensweisen und zahlreiche Experimente werden die SchülerInnen an die Erkenntnisse und Vorgehensweisen der Naturwissenschaften herangeführt.

Das Phänomen Feuer führt uns so bereits zu den Aggregatzuständen, dem Teilchenmodell, wir beobachten, messen und protokollieren und staunen immer wieder über die Vielzahl an weiteren Fragen, die sich bei der Beschäftigung mit dem scheinbar alltäglichen Phänomen einer brennenden Kerze ergeben.

Ist zum Beispiel die Kerze eigentlich ein Lebewesen oder nicht? Atmet sie nicht auch Sauerstoff und bewegt sich? Welche Antworten gibt uns die Biologie dazu?

So werden aus der Perspektive der drei Naturwissenschaften die Themen Pflanzen, Tiere, das Leben im Wasser, der Körper des Menschen im Laufe der zwei Jahre NaWi-Unterricht beleuchtet.

Ehrung »MINT – freundliche Schule«

Seit dem 15. November 2018 dürfen wir das Signet »MINT – freundliche Schule« führen. Unsere Erstbewerbung hat damit das anspruchsvolle 3-phasige Begutachtungsverfahren der Initiative »MINT Zukunft schaffen« erfolgreich durchlaufen. Nun gehören wir zu den 100 hessischen Schulen, die sich mit diesem Qualitätssiegel präsentieren dürfen.

In einem Festakt im Hessischen Landtag in Wiesbaden wurde am 15. November 2018 durch Mitglieder der Initiative »MINT Zukunft schaffen« die Auszeichnung »MINT – freundliche Schule« an Vertreter unserer Schule überreicht. Zu unserer großen Freude konnte Herr Dr. Robert Fuss diesen Feierlichkeiten als Ehrungspartner Kuraray Europe GmbH beiwohnen, mit dem uns eine langjährige Schul-Wirtschafts-Kooperation verbindet.

Die Vertreter der Ehrungspartner mit den Vertreterinnen der FvS [1. Reihe (v.l.n.r.): Dr. Robert Fuss (Kuraray Europe GmbH), Dr. Dominika Tiebes (FvS), Birgit Fischlscherer (FvS), Doris Dörsam (FvS), Thomas Michel (DLGI)]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Auszeichnung der Initiative »MINT Zukunft schaffen«, die in Hessen unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Prof. Dr. Lorz und der Kultusministerkonferenz steht, sind die vielfältigen Anstrengungen unserer Schule in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gewürdigt worden (MINT-Schwerpunkt). Seit diesem Schuljahr reicht der MINT-Bereich vom dreistündigen NaWi-Unterricht in Stufe 5 und 6 über geteilte Klassen im Experimentalunterricht Physik und Chemie in Stufe 7 bis hin zu einem durchgängigen MINT-AG-Angebot von Stufe 5 bis zur Q-Phase. Dies wird flankiert von Wettbewerbsteilnahmen, Exkursionen und der Zusammenarbeit in Kooperationen .

Das Gütesiegel stellt einerseits eine Anerkennung unserer erfolgreichen Arbeit dar, ist andererseits aber auch Verpflichtung und Ansporn für die Entwicklungsprozesse der kommenden Jahre. Unsere Aktivitäten im MINT-Bereich haben dabei vor allem zum Ziel, Neugierde auf wissenschaftlich-technische Fragestellungen zu wecken und Kompetenzen zu entwickeln, sowie den Heranwachsenden Grundkenntnisse und geeignete Orientierungshilfen in einer hochtechnisierten Welt mit auf den Weg zu geben.

[Text: Tie, Foto: Dr. Robert Fuss]

Pressemitteilung der Initiative »MINT Zukunft schaffen«

Initiative »MINT Zukunft schaffen«