Elternvortrag „Traue keiner Statistik…“ im Mathematik-Leistungskurs

Unter der Überschrift „Statistik im Alltag“ bekamen die Abiturient:innen der Leistungskurse Mathematik zum Ende ihrer Kursphase einen fachkundigen Einblick in die Praxis der Statistik, einem Schwerpunktthema aus dem vorausgegangenen Unterricht. Nachdem ein bereits geplanter Vortrag von Frau Lindner, deren Kinder unserer Schule besuchen, pandemiebedingt abgesagt werden musste, konnte er nun Ende März in Form einer Videokonferenz stattfinden – als Beitrag der MINT-Elterninitiative. Frau Lindner hat Betriebswirtschaft/Volkswirtschaft mit Schwerpunkt Statistik studiert und hat jahrelange Berufserfahrung – insbesondere im Bereich Marktforschung.

Alltagsrelevante Themen rund um Corona – wie Daten zu Impfungen und Tests – wurden aus Sicht der Statistikerin analysiert, ebenso wie Datensammlungen zum Klimawandel. Näher beleuchtet wurden Fragen wie: Was bedeutet die Angabe, dass ein Impfstoff eine Schutzwirkung von 95,4% hat? Welche Rolle spielt die Auswahl der Stichprobe? Was ist bei den Folgerungen aus Testergebnissen zu beachten?
Anhand von aktuellen EU-Daten zu den Verursachern von Kohlenstoffdioxid-Emissionen wurde aufgezeigt, welch vielschichtige Zusammenhänge zur sachgerechten Interpretation von Statistiken zu beachten sind.

Darüber hinaus blickte in dem Vortrag immer wieder die Rolle der Statistik bzw. der Marktforschung in Unternehmen und Berufsperspektiven in diesem Bereich durch. Dieser Teil war für die Schüler:innen besonders interessant, mit Blick auf die Frage „Wie geht es weiter nach dem Abitur?“.

Wir danken Frau Lindner für diesen inspirierenden Vortrag, bei dem ihre eigene Begeisterung für die Statistik deutlich zu spüren war.

[Dör]

Elternvortrag zur Autoreifenherstellung im Chemie-Leistungskurs

Was haben Reifenentwickler und Konditoren gemeinsam?

Diese eher ungewöhnliche Frage und viele weitere hat Herr Böhner am letzten Freitag im Februar in einer Videokonferenz den Schüler:innen des Q4 Chemie LKs beantwortet.Coronabedingt konnte die Veranstaltung leider nicht in einem der Chemieräume stattfinden. Im Rahmen der MINT-Elterninitiative hat sich der Vater von zwei Kindern an unserer Schule bereit erklärt, den angehenden Chemiker:innen von seinem spannenden und abwechslungsreichen Berufsalltag zu berichten.

Am Anfang seines Vortrags stand der allgemeine Aufbau eines Autoreifens im Vordergrund und aus wie vielen Verbundstoffen er eigentlich besteht. In einem komplexen Prozessdiagramm wurde dann erläutert, wie viele verschiedene natürliche und künstlich hergestellte Stoffe für einen Reifen notwendig sind. Dass neben dem obligatorischen Naturkautschuk auch Siliciumdioxid in den meisten Gummimischungen enthalten ist, haben die wenigsten Schüler:innen gewusst. Herr Böhner verglich die Aufgaben eines Entwicklers für neue Gummireifen mit den Tätigkeiten eines Konditors. Je nachdem, welche Eigenschaften ein neuer Gummireifen bzw. der neue Lieblingskuchen haben soll, können beide Fachleute mit Hilfe der richtigen Rezeptur die Knetmasse und damit das Endprodukt in eine ganz neue Richtung lenken. Zur Überprüfung der neuen Gummirezeptur und damit einhergehend der neuen Reifen werden die unterschiedlichsten Messverfahren herangezogen. Das ist insofern interessant, weil Gummireifen zwei eher gegensätzlich Stoffeigenschaften mit ihrem viskoelastischen Materialverhalten vereinen.

Am Ende des kurzweiligen Vortrags haben die Schüler:innen des Chemie LKs die Chance genutzt und Herrn Böhner gezielt nach abiturrelevantem Expertenwissen aus seinem Berufsalltag befragt. Durch einen großen Applaus machten die Schüler:innen ihren Dank und ihre Wertschätzung deutlich.

Wir nehmen mit, dass dieser Elternvortrag eine blickfeldweitende und hochwillkommene Ergänzung des Fachunterrichts war. Herzlichen Dank!

[Mr, Foto pixabay]

Erstmalige Teilnahme an HEUREKA! Mensch und Natur 2020

Mitten in der Corona-Pandemie wurden Schülerinnen und Schüler der Stufe 6 klassenweise im NaWi-Unterricht in online-Konferenzen für ihre Leistungen beim bundesweiten HEUREKA!- Schülerwettbewerb „Mensch und Natur“ geehrt (Präsentation: Heureka_Siegerehrung2021). Die auf dem Foto gezeigten Sachpreise und Urkunden warten noch darauf, persönlich übergeben werden zu können.

Wir haben in diesem Schuljahr erstmalig an diesem bundesweiten Wettbewerb mit der kompletten Jahrgangsstufe 6 teilgenommen. Die über 140 Schüler und Schülerinnen stellten sich im Herbst – noch vor dem Lockdown – der Herausforderung eines 45minütigen Wissensquiz, bei dem zu insgesamt 45 interessanten, naturwissenschaftlichen Fragen die richtigen Antworten im Multiple-Choice-Verfahren gefunden werden mussten. Die Fragen betrafen den Menschen und seine Umwelt, Tiere und ihre Rekorde, aber auch chemische und physikalische Phänomene.

Wir freuen uns, dass zwei unserer Schüler es in die Landeswertung geschafft haben: Elia ist als Erstplatzierte in Hessen ausgezeichnet worden und Luca hat in Hessen Platz 3 erreicht.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gratulieren wir ganz herzlich zu ihren tollen Leistungen und nehmen mit, dass es ein gelungener Wettbewerb war, der motiviert hat, sich mit Fragen rund um Mensch, Natur und Technik zu beschäftigen. [Tie]

Weitere Information zum Wettbewerb unter www.heureka-wettbewerb.de (Online-Testquiz).

Mathematikwettbewerb 2020 – wir gratulieren!

Die Mathematikolympiade wendet sich an begabte Schüler*innen, die Spaß an interessanten und weit über den Schulstoff hinausgehenden Aufgaben haben.

Wir freuen uns sehr, dass sich in diesem Schuljahr in einer vierstündigen Arbeit drei Schüler mit hervorragenden Ergebnissen für die Landesrunde qualifizieren konnten:
Balthasar (5d), Nicolo (7b) und Nick (Q3).

Am 3. Dezember fand der jährliche landesweite Mathematikwettbewerb der 8. Klassen mit rund 100 teilnehmenden Schüler*innen an der Freiherr-vom-Stein-Schule statt.
Den dritten Platz teilen sich Henri (8c), Loreena (8a) und Anna (8c). Elia aus der 8d erreichte den zweiten Platz und Lorenzo G. aus der 8b ist Schulsieger.

Wir gratulieren allen Sieger*innen und wünschen ihnen viel Erfolg für die nächsten Runden.

CHALLENGE „Kristalle züchten“ in der Corona-Zeit

Im Chemieunterricht lernt man: Natriumchlorid, im Alltag als Speisesalz oder Kochsalz bekannt, kristallisiert in Würfelform.

So weit so gut.

Als Chemielehrerinnen wollten wir, dass die Schülerinnen und Schüler auch während der Zeit der Schulschließung aufgrund der Corona-Pandemie experimentieren können und das Auskristallisieren von Salzen am Beispiel einer Haushaltschemikalie einmal selbst beobachten können.

Im Heimexperiment in der Küche wurden von den Schülerinnen und Schülern der Stufe 9 aus Speisesalz viele würfelförmige Natriumchlorid-Kristalle hergestellt (Beispiel für einen Bericht, Antonia 9d). Die Herausforderung bestand auch darin, einen möglichst großen Natriumchlorid-Kristall zu erhalten.

Uns erreichten viele sehr schön fotografierte Kristallisierergebnisse. Einige davon sind hier zu sehen. Die Challenge „Wer züchtet den größten Natriumchlorid-Kristall?“ gewann

Servin aus der Klasse 9a (Zwillingskristall, Kantenlänge 6 mm).

Unter den weiteren Prämierten finden sich die Kristalle von Antonia (9d), Lars (9e), Melissa (9a), Natalija (9c), Selin (9b), Silina (9e), Simon (9c), Yasamin (9a).

Herzlichen Glückwunsch!

[Text: Tie, Fotos: Antonia, Melissa, Simon, Natalija, Lars, Silina, Yasamin, Selin, Servin, Fiona]

Mausefallenautorennen 2020

Am Montag, den 2. März 2020, war es wieder soweit. Das klassenübergreifende Mausefallenautorennen wurde zwischen den Parallelklassen der Stufe 8 ausgetragen. Jeweils die beiden Siegerteams der Klassenvorausscheidungen trafen sich im Auditorium zum Schulfinale, um die Frage zu klären, wessen Mausefallenautokonstruktion am weitesten fahren kann.

Die Mausefallenautos sind im Rahmen des Physikunterrichts der Stufe 8 zwischen Anfang Dezember und Mitte Januar entstanden. Die Schülerteams hatten als Aufgabe, eine Mausefalle als einzigen Antrieb für ein selbstgebautes Auto einzusetzen. Physik sozusagen zum Anfassen – Kraftwirkungen, Hebel, Reibung. Viele technische und handwerkliche Probleme ebenso wie organisatorische Probleme wurden im Team gelöst aber auch viele Design-Fragen, bis am Ende ein fahrtüchtiges Auto entstanden war.

Es gab eine große Vielfalt an Bauformen, einige davon waren noch zusätzlich bunt bemalt oder kreativ beklebt. Immer steckte viel Arbeit darin!

Das Siegerteam wurde mit einem silbernen Mausefallenauto

-Pokal (Eigenbau durch Herrn Olivier Franz) belohnt. Die Spitzenweite lag in diesem Jahr über 17 Meter und wurde von dem Mausefallenauto des Teams Lenox, Leya und Marlene (8e) erzielt. Mit einer erreichten Weite von 11, 75 Metern erlangte das Team von Jasmin, Letizia, Sophia und Sophia (8b) Platz 2. Auf Platz 3 fuhr das Mausefallenauto des Teams Barbara und Leticia (8d). Auch die Autos der anderen Teams konnten ansehnliche Strecken zurücklegen und alle Teams erhielten bei der Preisverleihung eine Urkunde. Impressionen kann man sich in der Fotostrecke anschauen.

In einer Vitrine im Foyer sind – wie in den drei Schuljahren zuvor – die Siegerkonstruktionen und weitere Mausefalleauto-Konstruktionen mit ausgefallenem Design zu bewundern.

[Bericht Rö, Fotos: Tie]

Laborküche zum Experimentieren mit Lebensmitteln eingeweiht

Am 27. September 2019 wurde die Laborküche feierlich mit einem kleinen Empfang eingeweiht. Alle Anwesenden – Vertreter des Fördervereins, Elternvertreter, Schülervertreter und Chemie- und Biologie-Kolleginnen und Kollegen – stießen auf die Realisierung dieses besonderen Projekts an. „Ein ganz besonderer Dank gilt dem Förderverein der Schule für dessen großzügige finanzielle Unterstützung“, sagte Frau Dörsam als Vertretung der Schulleitung, „Nun freuen wir uns auf die neuen Experimente in der Laborküche!“.

Der Wunsch einen Raum zum Experimentieren mit Lebensmitteln für den naturwissen­schaftlichen Unterricht zur Verfügung zu haben, der auch den anschließenden Verzehr der Lebensmittel erlaubt, gab es in der Chemie- und Biologie-Fachschaft schon seit vielen Jahren. Die Chance, aus dem Wunsch Realität werden zu lassen, bot sich, als im Schuljahr 2015/16 der Spindraum in der 3. Etage frei wurde. In zahlreichen Gesprächen im Kollegenkreis wurde ein Plan für die Laborküche entwickelt. Nachdem dann auch die Gebäudebetreiber­gesellschaft, SPIE, diesem Plan zugestimmt und den Wasseranschluss (inklusive Warmwasserboiler) zugesagt hatte, wurde unter der Federführung der Chemie-Fachschaft ein Antrag für die Finanzierung einer Küchenzeile beim Förderverein der Schule gestellt (Link: Vereinigung der Freunde und Förderer der FvS). Zur großen Freude aller Beteiligten wurde der Antrag bewilligt und die Küchenzeile konnte bestellt und aufgebaut werden. Durch eine weitere großzügige Förderzusage des Fördervereins war auch die Anschaffung der Ausstattung möglich. Nun da die Laborküche fertig eingerichtet ist, kann sie durch die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen vor allem im Biologie- und Chemieunterricht sowie dem naturwissenschaftlichen AG-Angebot genutzt werden.

Wir danken allen ganz herzlich, die dazu beigetragen haben, diese Laborküche entstehen zu lassen. Ohne das Zusammenwirken vieler Personen über einen langen Zeitraum wäre dies nicht möglich gewesen. [Tie]

Exkursion zum Technoseum und Planetarium in Mannheim der Klasse 9d

Am Dienstag, den 11. Juni 2019, machte sich die Klasse 9d zu einer ganztägigen naturwissenschaftlichen Exkursion nach Mannheim auf – per Bahn, da der bestellte Bus nicht kam.

 

Das erste Ziel war das Technoseum. Im Werkstattbereich sollten die Schüler*innen unter Anleitung sensorgesteuerte Maschinenmodelle programmieren. Hochkonzentriert machten sich alle Gruppen an die Programmierung. Zur großen Freude gelang es allen Gruppen das Transportband des Maschinenmodells zum Laufen zu bekommen und auch den Sensor zu aktivieren, der die metallischen Deckel aussortierte. Auch die Aufgaben zum elektro-pneumatischen Schaltkreis wurden erfolgreich gelöst.

 

Als nächstes ging es zum Planetarium – für viele Schüler*innen zum ersten Mal. Der Eintritt war aufgrund eines Sonderpreises frei, den die Klasse durch die freiwillige Teilnahme von Mitschülern an dem Schülerwettbewerb „Chemie – die stimmt“ gewonnen hatte. In die 360° Kuppel wurde der Sternenhimmel weitgehend in Übereinstimmung mit der Realität projiziert. Unglaubliche 3000 Sternen werden für eine sternklare Nacht simuliert. Während alle in bequemen Sesseln saßen, wurde ausgewählte Himmelskörper und Sternbilder erklärt. Anschließend erlebten alle eine täuschend echt nachgebildete Reise durch unser Sonnensystem. Faszinierend so die einhellige Meinung nach dem Besuch.

 

Nach einem langen erlebnisreichen Tag ging es mit vielen neuen Eindrücken mit der Bahn nach Frankfurt zurück.

[Bericht: Tie, Fotocollagen: Chr]

Regionalrunde West des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt“ mit Hana Ajdin

Vom 3. bis zum 6. Juni fand die bundesländerübergreifende dritte Runde des Chemiewettbewerbs “Chemie- die stimmt!” in Darmstadt statt.

Am Montagabend sammelten sich bis 18 Uhr alle Teilnehmer*innen in der Lobby des B&B-Hotels am Darmstädter Hauptbahnhof. Es wurden Bekanntschaften miteinander gemacht, noch bevor wir in eine nahegelegene Schule gingen und der offizielle Kennenlernabend mit viel Essen begann. Anschließend – erschöpft von der Anreise und gespannt auf den kommenden Tag – gingen wir alle schlafen.

Am Dienstag fand der praktische Teil des Wettbewerbs statt. Während die Teilnehmer*innen aus der Stufe 10 den Morgen im Kletterwald verbrachten, experimentierten die Schüler*innen der 9. Klasse in Gruppen im Juniorlabor der Technischen Universität Darmstadt. Während die 9. Stufe am Nachmittag klettern ging, durfte die 10. Stufe experimentieren. Nach dreistündiger Laborarbeit präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse vor einer Jury, die am Donnerstag den besten Gruppen einen Sonderpreis überreichen würde. Doch darüber haben sich die Meisten keine Gedanken gemacht, da wir am Dienstagabend alle unser selbstgemachtes leckeres Himbeereis gegessen haben.

Am Mittwochmorgen spürte man die Aufregung vor der Klausur, die wichtig für das Weiterkommen in die Finalrunde ist. Nach der langen Klausur, waren alle froh, dass sie den wichtigen Teil hinter sich hatten und den vorletzten Tag in Darmstadt genießen können. Doch nach der Klausur musste der Spaß für die Zeit einer einstündigen Wanderung bei hohen Temperaturen warten. Schließlich gingen wir Kegeln und aßen viel Pizza, während wir den letzten gemeinsamen Abend genossen.

Am Donnerstag besichtigten wir die Firma “Merck”, wo die Wettbewerbsrunde ein Ende nahm. Nach der Preisverleihung wurde uns eine spannende Präsentation zum Thema “OLED” gehalten. Abschließend gingen wir ein letztes Mal gemeinsam essen, bevor uns unsere Wege trennten.

Preisträger der Stufe 9 – Platz 4 bis 6

Obwohl ich den 6. Platz belegte und ich somit nicht weiter gekommen bin, bin ich äußerst froh diese Erfahrung gemacht zu haben. Ich hatte sehr viel Spaß in Darmstadt und habe viele neue interessante Leute kennengelernt, mit denen ich gemeinsame Interessen teilte. Es ist schade, dass die Zeit so schnell vorbeiging.

[Bericht: Hana Ajdin/9d, Foto: Janin Uedemann/FChO, weitere Fotos]

Chemie zum Selbermachen – Leistungskurs Chemie im Labor der Firma Kuraray

Zum sechsten Mal hatte der Leistungskurs Chemie der FvS Gelegenheit, in den Laboren der Firma Kuraray mit eigens für die Schülerinnen und Schüler vorbereiteten Versuchen die Herstellung des Kunststoffes Polyvinylbutyral (PVB) selbst nachzuvollziehen. Außerdem lernte eine Gruppe eine wichtige Anwendung des Produktes PVB als Bindemittel für Druckfarben kennen.

Aufregende Vorbereitungen haben sich gelohnt

Angesichts des kurzen Halbjahres war die Vorbereitung auf die Laborwoche denkbar gedrängt. So hatten die fünf Schülerinnen und zwei Schüler nur wenige Stunden, um in die Grundlagen der Kunststoffchemie eingeführt zu werden. Sie hatten dann nur einen intensiven und langen Arbeitstag, um, entlang der vorhandenen Versuchsanleitungen und ausführlicher eigener Recherchen und einiger Diskussionen von kniffligen Fragestellungen, die geforderte Eingangspräsentation vor dem Fachpublikum der Kuraray vorzubereiten. Entsprechend groß war die Aufregung vor dem Präsentationstermin am Montag, den 27.5.2019. Alle drei Gruppen konnten Ihre Inhalte aber so gekonnt darstellen, dass sie von den Fachleuten gute Rückmeldungen bekamen. „Wichtig waren uns aber vor allem die fachlichen Hinweise, so dass wir uns nach der Diskussion mit den Vertretern von Kuraray ein noch besseres Bild von den Versuchen machen konnten, die auf uns zukommen sollten,“ so die Rückmeldung von Dorcas Amankwaatia.

Laborerfahrung – Die Verbindung von Theorie und Praxis

Bevor die drei Gruppen sich mit der Herstellung eines Ausgangsstoffes, Polyvinylalkohl (PVA) und dem Produkt Polyvinylbutyral (PVB), sowie einer Anwendung von PVB als Bindemittel für Druckfarben beschäftigen konnten, musste die ganze Gruppe eine Sicherheitsunterweisung für den Industriepark absolvieren. Mit eigenen Ausweisen ausgestattet durften dann die Räume von Kuraray betreten werden. Auch hier wird das Thema Sicherheit sehr groß geschrieben, weshalb nach den Eingangspräsentationen jede Gruppe nochmal gesondert auf Gefahren im Zusammenhang mit den jeweiligen Versuchen hingewiesen wurde. Aber dann konnten die einzelnen Geräte vorgestellt und in Betrieb genommen werden. Jedes Gruppenmitglied erhielt seine spezifischen Aufgaben, um den Versuch ordnungsgemäß durchzuführen. Ein wichtiger neuer Lernschritt für alle war die Bedeutung analytischer Methoden kennen zu lernen, die im Schulalltag wenig Beachtung finden können. „Wir gehen immer ganz selbstverständlich davon aus, dass ein Produkt, z.B. eine Druckfarbe, immer die gleiche Qualität hat. Zu sehen, welcher Untersuchungsaufwand dahinter steckt, um diese Qualität zu gewährleisten war schon beeindruckend,“ erklärt Yannick Schroth; der in dieser Gruppe gearbeitet hat. Für Younis Alyass waren es die selbst produzierten, mit blauer Farbe bedruckten Folien, die ohne jeden Fehldruck während der Präsentation als Arbeitsergebnis vorgestellt werden konnten, die ihn an die technisch anspruchsvolle Produktion von Druckfarben erinnern werden.

Anwendung von Fachwissen hautnah erleben

Wie interessant die Polymerchemie ist, wurde besonders bei den Abschlusspräsentationen am Montag, den 3.6.2019 deutlich. Hier hatten alle Gruppen Gelegenheit, ihre Versuchsergebnisse und ihre neu gewonnenen Erkenntnisse vorzustellen. Dabei ergaben sich interessante Diskussionen, die schnell auch klar machten, wo es noch Neues zu entdecken gibt oder Fragen noch nicht vollständig beantwortet werden können. „Wir haben jetzt ein besseres Verständnis für die Bedeutung der Reaktionen, die wir sonst nur einfach im Unterricht besprechen können!“ fasst Eushra Shaheen die Erfahrungen der Laborwoche zusammen. Gerade auch die Herausforderung, sich einem hochrangigen Fachpublikum in einer Diskussion zu stellen, die eigenen Ansätze darzustellen und unter dem Blick der erfahrenen Chemiker einen kühlen Kopf zu bewahren und auf konkrete Fragen ideenreich zu antworten wird sicher so schnell niemand vergessen. „Aber es hat sich gelohnt,“ so Vivian Nguyen, „denn jetzt können wir bei allen künftigen Präsentationen, auch wenn wir die Schule hinter uns gelassen haben, auf eine sehr hilfreiche Erfahrung zurückgreifen“.

Inside Kuraray – es geht nicht nur um Chemie

„Wir sind von allen bei Kuraray sehr freundlich aufgenommen worden und sehr dankbar, dass wir auch einmal erleben konnten, wie ein Laboralltag funktioniert und wie gut alle in einem Unternehmen wie Kuraray miteinander umgehen,“ bedankte sich Laureen Emminger in der abschließenden Feedbackrunde bei den Firmenvertretern. Dass es auch darauf ankommt, wie man zusammenarbeitet, um ein gutes Produkt herzustellen, bewies Mihaela Dremsizova, die spontan für Frau Kolac-Lang einsprang und dafür sorgte, dass die Präsentation der letzten Gruppe reibungslos weiterlief! Insgesamt, so das einhellige Fazit der Gruppe, waren die Labortage, trotz all des Stresses und der Aufregung, eine wunderbare und bereichernde Erfahrung, die wir alle auch den künftigen Chemieleistungskursen wünschen!