Sonne bewegt – Teilnahme am Frankfurter Solarmobilrennen 2022

Sonne bewegt: aber wie? Diese Frage konnten sich ein paar Schüler*innen der 7. Stufe beim alljährlichen Frankfurter-Solarmobilrennen auf dem Römerplatz beantworten. In den Wochen vor dem Wettbewerb am 09.06.22 haben die Schüler*innen in Einzelarbeit oder in kleinen Gruppen durch Sonne betriebene Autos gebaut, deren Kapazität sie im Wettstreit mit vielen weiterführenden Schulen Frankfurts beweisen konnten. Zum Bau waren nur Solarpaneele und Motor vorgegeben; in allem weiteren konnte man sich frei austoben. Räder aus Flaschendeckeln, Gestelle aus Pappe, Achsen aus Holzspießen: auf der kleinen Rennbahn waren die kreativsten Autos dabei!

Die Teilnehmenden der einzelnen Schulen sammelten sich jeweils an langen Tischen mit Bänken, bei denen sie auch ihren Proviant und ihre Rucksäcke verstauen konnten. Neben dem Rathaus dienten zwei lange Tische als Rennbahn, um die sich ständig Schüler*innen tummelten. In der Nähe stand zudem ein Wasserbecken für den Wettbewerb der Grundschüler*innen. Sie hatten unter anderem solar-betriebene Boote gebaut. Neben den Wettbewerben gab es noch andere Beschäftigungen, denen man nachgehen konnte, wieein Glücksrad, bei denen Radiergummis und andere kleine Materialien ersteigert werden konnten. Darüber hinaus konnte man bei einer Umfrage der VGF über die Zukunft des Verkehrs abstimmen. Für kleinere Unfälle und Defekte an den Mobilen stand eine Reparaturstation bereit, bei der man kleben, löten, etc. konnte.

Leider fing es noch während die ersten Schulgruppen eintrafen zu regnen an – doch das hielt die Solarmobile nicht auf. Solange es regnete, benutzten die Schüler*innen elektronische Lampen, deren Licht die Mobile antrieb. Trotz Verzögerungen und Regenwetter fuhren die Autos geschwind.

In mehreren Runden wurde das schnellste Auto ermittelt. Während in der ersten Runde die einzelnen Teilnehmenden derselben Schule gegeneinander antraten, konkurrierten in der zweiten Runde unterschiedliche Schulen. Wer die Rennbahn am schnellsten hin und zurück meisterte, kam in die nächste Runde. Leider meinte es die Sonne in der zweiten Runde nicht gut mit uns und unsere Schule schied aus. Aber das wichtigste an diesem Projekt war das Wissen, das uns vermittelt wurde, und der große Spaß, den wir auf diesem Ausflug hatten.

Beitrag von Elena Röschlein, 7b  (Fotos: Fr)

Präsentationswettbewerb „Säuren und Laugen nicht nur ätzend!“ zurück

Am Donnerstag, den 23. Juni 2022, versammelten sich die 10. Klassen im Auditorium zum ersten Präsentationswettbewerb „Säuren und Laugen nicht nur ätzend“ seit Beginn der Corona-Pandemie. Jede Klasse wurde durch ein Team vertreten, welches in einer Präsentation ein Thema aus dem großen Gebiet der Säuren und Laugen vorstellte. Dabei gab es Spannendes über die Besonderheiten verschiedener Säuren und die Auswirkungen von saurem Regen zu hören. Mika Abs und Mia Starcevic führten ihre Klassenkamerad*innen mit einer lockeren Moderation durch den Wettbewerb und sorgten für eine angenehme Atmosphäre.

Urkundenverleihung durch Frau Dörsam (Fachbereichsleiterin III, rechts im Foto)

Bewertet wurden die Präsentationen von je zwei Punkterichtern pro Klasse, wobei die eigene Klasse nicht bewertet werden durfte. Zusätzlich wurde, angelehnt an die bekannten Science Slams, die Lautstärke des Applauses gemessen und entsprechend bewertet.

Dadurch setzte sich knapp, aber letztlich verdient, die Präsentation der 10a durch und entschied den Wettbewerb für sich. Wir gratulieren Maya Brinkmann, Liane Scheschonka, Melissa Fekic und Charlotte Johnson zu ihrer herausragenden Leistung! Ebenso gratulieren wir den anderen Teams zu ihren sehr gelungenen Präsentationen und bedanken uns bei allen Schülern und Schülerinnen für ihr Engagement im Wettbewerb.

[Text: Fee Mikkelsen; Foto: Vivian Jung]

“Die Zukunft kommt … von Air Taxis, Windrädern und Supercars” – MINT-Elternvortrag am 8. Juni 2022

Durch die MINT-Elterninitiative konnten wir, die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10b und 10c, einen Einblick in das berufliche Leben von Herrn Dr. Bolz bekommen, dessen Kinder unsere Schule besuchen. Dieser arbeitet in der Marketingabteilung der Firma „Evonik“, die nicht nur den Fußballverein Borussia Dortmund sponsert, sondern vor allem dafür sorgt, dass Flugzeuge, Windräder und Autos effektiver werden. Sie sind der Meinung, dass kein Produkt perfekt ist, und versuchen diese durch ihre Produkte zu verbessern – vor allem durch Rohacell, ihr meistverkauftes Produkt.

Querschnitt durch einen Ski mit Schaumkern (Quelle: Evonik)

Rohacell ist ein Schaum, der die Vorteile hat, besonders leicht und stabil zu sein, was nützlich in der Flugzeugtechnik und auch in der Raumfahrt ist, allerdings kann man Rohacell nicht nur in Raketen, sondern auch in alltäglicheren Produkten wie Skiern (siehe Foto) oder Autos wiederfinden. Es entsteht aus einer Monomer-Lösung, die in mehreren Schritten zu einem schaumartigen Stoff verarbeitet wird. Dazu wird diese erstmal in einem Becken zu Polymeren reagieren lassen. Die dadurch entstehenden Platten werden dann zur Qualitätskontrolle beschriftet und durch Erhitzen mit Hilfe eines Treibmittels zu einem Schaum vergrößert. Im nächsten Schritt werden die Platten im Laufe einer strikten Kontrolle vermessen und die Platten, die fehlerhaft sind verworfen. Dann werden die Ränder von den Platten abgeschnitten und während einige schon verkauft werden, damit die Kunden diese weiterverarbeiten können, werden andere beispielsweise in die Form einer Halbkugel umgeformt.

Herr Dr. Bolz erklärte uns danach den weltweiten Verkauf an den unterschiedlichen Standorten und Fabriken seiner Firma. Sie besitzen insgesamt drei Firmen: eine in Darmstadt, in der Dr. Bolz arbeitet, eine in Mobile, USA und eine in Shanghai, China. Die Polymerplatten werden aber nur in Darmstadt hergestellt, doch auch in Mobile werden sie geschäumt, da dadurch an Logistikkosten gespart werden kann. Rohacell wirbt damit, ein außergewöhnliches Design zu haben, eine gute Qualität — welche von Aerospace zertifiziert wurde — und dazu auch noch einen tollen Service. Genutzt wird es zum Beispiel bei Propellern von Helikoptern und Flugzeugen, Windrädern und Air-Taxis, an Raketen, Fahrrädern, Flugzeugen und in Zukunft vermutlich noch bei vielem mehr. Durch dieses High-tec-Material – leicht und stabil – sind in den Einsatzbereichen auch deutliche Energieeinsparungen möglich. Jedoch wird Rohacell auch in anderen Bereichen, wie in der Medizin benutzt. Der CT — ein Gerät zur Röntgenuntersuchung — besteht zum Teil nämlich auch aus Rohacell. Worauf man allerdings nicht direkt kommen würde, ist das alltäglichere Gegenstände, wie Hockey-Schläger auch Rohacell enthalten, was sie so leicht, jedoch auch stabil macht. Dasselbe gilt auch für Skier. Das Treffen endete mit einer informativen Fragerunde, in der weiterführende und interessante Fragen gestellt und ausführlich beantwortet wurden. Unter anderem haben wir hier herausgefunden, dass der Preis von Rohacell bei etwa 60,- € pro Kilogramm liegt.

Alles in allem fanden wir persönlich, dass sich die Vorstellung von Dr. Bolz, sehr gelohnt hat. Wir fanden sie sehr informativ, aber auch interessant, insbesondere weil wir davor noch nie etwas über die Firma und ihre Produkte gehört hatten. Gerne würden wir auch weitere ähnliche Eltern-Vorstellungen besuchen.

Text: Elena Schwetje, Morena Russo und Valentina Di Giovanni, 10b

Landesrunde „Chemie – die stimmt“ 2022 wieder an der Freiherr-vom-Stein Schule

Der 23. März 2022 war ein ganz besonderer Tag für die Freiherr-vom-Stein Schule. Aus ganz Hessen reisten Schülerinnen und Schüler zur Landesrunde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt“ an – teilweise in Begleitung ihrer Chemielehrkräfte. „Wie werde ich mich präsentieren?“ – die Anspannung war allen anzumerken, obwohl bereits durch die Qualifikation für diese Runde klar war, dass sie zu den 30 besten Schüler:innen der Stufe 9 bzw. der Stufe 10 gehören.

Die Wettbewerbsmodalitäten erläuterte Herrn Dörsam und Frau Dr. Tiebes (Koordination des Wettbewerbs in Hessen) dann nach der inzwischen üblichen Routine der Corona-Selbsttestung. In den folgenden drei Stunden ging es darum, sich mit den herausfordernden Klausuraufgaben auseinander zu setzen und basierend auf den eigenen chemischen Kenntnissen, Lösungen aufs Papier zu bringen. Anschließend stand der gruppenweise Besuch der ExperiMINTa auf dem Programm. Die Zeit wurde genutzt, um einerseits die spannenden Exponate auszuprobieren und andererseits mit den anderen chemiebegeisterten Schüler:innen in Kontakt zu kommen.

Die an der Freiherr-vom-Stein-Schule zurückgebliebenen Lehrkräfte setzten sich an die gewissenhafte Bepunktung der Klausuren. Oft waren sie beeindruckt von der vollständig richtigen Bearbeitung der Aufgaben, die deutlich über den Unterrichtsstoff in Chemie hinausgingen.

Preisträger Stufe 10 unter ihnen eine Schülerin unserer Schule

Nach der Rückkehr der Schüler:innen fand die Preisverleihung statt. Jeder und jede ging mit einer Urkunde und um eine besondere Erfahrung reicher nach Hause, hierunter auch Elena Schwetje aus der Stufe 10 unserer Schule (Foto). Die Bestplatzierten in Stufe 9 und in Stufe 10 erhielt – gesponsort von Chemetall – einen großzügigen Gutschein für die Klassenkasse. Die jeweils sechs Besten eines jeden Jahrgangs qualifizierten sich für die Regionalrunde Süd, die vom 21. -24. Juni 2022 in Darmstadt ausgetragen werden wird. Sie freuen sich darüber, sich bei der Gelegenheit wieder zu treffen, besser kennenlernen zu können und weiter im Wettbewerb zu stehen. Es kommt ja noch die Bundesrunde.

Der Tag zeigte, dass es schön ist, Spaß an Chemie zu haben und sich mit Gleichaltrigen zu messen. Auch die begleitenden Lehrkräfte waren sich einig: sehr erfreulich, dass es solche Gelegenheiten der Begegnung gibt. Die Freiherr-vom-Stein Schule ist gerne auch nächstes Jahr wieder Austragungsort und Gastgeber für die hessische Landesrunde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt“.

[Text: Tie; Foto: Marco Dörsam]

Aktuelles aus der Hirnforschung präsentiert vor den Biologie-Leistungeskursen

Einem sehr spannenden Vortrag zur aktuellen Ergebnissen der Hirnforschung von Dr. Lehmann durften die Schülerinnen und Schüler der beiden Q4 Biologie-Leistungskurse am 25. Februar 2022 im Auditorium unser Schule folgen.

Herr Dr. Lehmann stellte verschiedene bildgebende Verfahren von Gehirnaktivitäten vor, mit denen er arbeitet und mit denen die Forschung Erkenntnisse gewinnt. Bei allem Fortschritt ging deutlich hervor, an welchen Stellen noch weiterer Forschungsbedarf besteht. Auch sehr schülernahe bzw. lebensnahe Phänomene wurden besprochen, beispielsweise die Entstehung des „Smartphone Daumens“. Studien auf diesem Gebiet zeigen, dass das Gehirnareal, das für die Steuerung des Daumens bei Menschen mit Smartphone deutlich stärker ausgeprägt sind als bei Menschen ohne Smartphone. Herr Dr. Lehmann war sehr offen für die zahlreichen Fragen der Schülerschaft und hat diese geduldig und ausführlich beantwortet.

Dieser Vortrag im Rahmen der MINT-Elterninitiative war eine blickfeldweitende hochwillkommene Ergänzung des Fachunterrichts. [Gil]

„Chemie-Olympiade 2022“ in Darmstadt – Landesseminar Hessen und Thüringen

Vom 6. bis zum 10. Februar 2022 fand für die jeweils zehn besten Teilnehmer*innen aus Hessen und Thüringen bei der 2. Runde der Chemie-Olympiade 2022 das Landesseminar statt.

Ab 13.30 Uhr trafen am Sonntag allmählich die Teilnehmer*innen in der Jugendherberge Darmstadt ein. Einige bekannte Gesichter aus der Chemie-Olympiade 2021 oder vom Chemie-die-stimmt-Wettbewerb erblickten sich wieder. Nachdem wir uns in den Zimmern eingerichtet haben, nahmen wir an einer Führung über die Mathildenhöhe mit ihren zahlreichen Jugendstil-Bauwerken und schönen Aussichten teil. Später widmeten wir uns der Chemie, bearbeiteten Aufgaben der 3. Runden aus vorigen Chemie-Olympiaden und tauschten uns aus. Schnell wurde deutlich, dass eine gute Gruppendynamik herrschte und die folgenden Tage viel Spaß machen werden.

Am folgenden Morgen teilten wir uns in zwei Gruppen auf: die einen gingen ins Juniorlabor der TU Darmstadt, um zu experimentieren, die anderen gingen in den Magistratssaal, um spannenden Vorträgen zu lauschen und das neu erlangte Wissen auf Aufgaben anzuwenden – im Anschluss war ein frei gestaltbarer Nachmittag angedacht und einige sind ins Jugendstilbad gegangen. Nach dem Abendessen waren wir alle wieder vereint und stellten uns gegenseitig Vorträge, die die meisten vorab zum Kennenlernen vorbereiteten, vor. Im Anschluss wurden weitere Aufgaben bearbeitet oder Gesellschaftsspiele gespielt.

Am Dienstag tauschten die Gruppen, sodass alle Teilnehmer*innen sowohl Praxiserfahrungen machten als auch Theorieinput bekamen. Am Abend waren Kegeln, Pizza und Spaß angesagt. Danach spielten wir in der Jugendherberge gemeinsam weiter, jedoch nun Gesellschaftsspiele.

Der Spaß ging am Mittwochmorgen weiter: die hessischen Teilnehmer*innen boulderten und kletterten den ganzen Vormittag lang. Währenddessen experimentierten die Thüringer*innen im Juniorlabor weiter. Nachmittags hörten wir der digitalen Führung der Firma Merck und bekamen einen detaillierten Einblick in ihre Technologien. Unseren letzten Abend verbrachten wir mit Gesprächen, Aufgaben und Spielen.

Am letzten Tag wurden den hessischen Urkunden vom Land Hessen höchstpersönlich vom Kultusminister Prof. Lorz überreicht. Danach hatten wir noch etwas Zeit, um im Juniorlabor zu experimentieren und anschließend gemeinsam mit den Thüringer*innen selbst Eis herzustellen und zu essen. Etwas traurig, dass die Zeit so schnell vorbeiging, aber gleichzeitig auch froh, über die neuen Bekanntschaften und Hoffnung, auf eine erneute Begegnung, ging nach Mittag das Landesseminar zu Ende. Die ersten zwei aus Hessen und ersten sieben aus Thüringen, die sich erfolgreich für die 3. Runde der Chemie-Olympiade qualifizieren konnten, werden sich sicherlich demnächst erneut begegnen. Wir wünschen ihnen viel Spaß und Erfolg im weiteren Auswahlverfahren.

Diesen Erfahrungsbericht hat Hana Ajdin (Q4) aus unserer Schule geschrieben. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Platzierung bei der Zweitrundenklausur der Chemie-Olympiade (Platz 5 in Hessen) durfte sie an dem viertägigen Landesseminar in Darmstadt teilnehmen. Seitens der Schulgemeinde „Herzlichen Glückwunsch“ zu dieser besonderen Leistung.

Wir freuen uns, dass es immer wieder einzelne Oberstufenschüler*innen gibt, die am mehrstufigen Auswahlverfahren der Internationalen Chemie-Olympiade teilnehmen und sich an den herausfordernden Aufgaben ausprobieren. Die Aufgaben zur ersten Runde erscheinen jedes Jahr im Mai und müssen bis Mitte September einer betreuenden Lehrkraft abgegeben werden.

Kuraray-Exkursion der beiden Chemie-Leistungskurse Q3 am 28. Oktober 2021

Einblicke in den Mowital-Betrieb

KURARAY, der Kooperationspartner unserer Schule, ist einer der weltweit führenden Hersteller von PVA (Polyvinylalkohol) und PVB (Polyvinylbutyral). Beide Kunststoffe werden in vielen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt. Vor den Sommerferien präsentierten wir (die beiden Chemie-Leistungskurse von Frau Grigoroudi und Frau Tiebes) in einem virtuellen Meeting mit Experten von Kuraray die unterschiedlichen Reaktionsmechanismen zur Herstellung von PVA, PVAc (Polyvinylacetat) und PVB – basierend auf dem Unterrichtsstoff des Halbjahres.

Gruppenfoto vorm Industriepark Höchst

Am Donnerstag, den 28. Oktober 2021, ging es für uns mit unseren beiden Lehrerinnen zum Industriepark Höchst, wo das Unternehmen Kuraray einen ihrer Standorte hat.

Dort hatten wir die Möglichkeit, den Ort zu besuchen, an dem die Herstellung der Kunststoffe tatsächlich erfolgt, und dabei ganz neue Einblicke in das Unternehmen und die großtechnische Produktionsweise zu erhalten. Nach einem Einführungsvortrag über die Unternehmensstruktur und einer Verbildlichung des Produktionsprozesses sowie einer Sicherheitsbelehrung hatten die Schüler:innen der beiden Chemie LK‘s die Gelegenheit, Einsicht in die einzelnen Produktionsschritte zu erhalten. Hierbei wurden wir mit Schutzhelm und Hörschutz ausgestattet. Die eine Gruppe konnte im Anschluss daran eine gesamte sogenannte Produktionsstraße im Mowital-Betrieb besichtigen und die andere Gruppe im Poval-Betrieb. Zum Schluss hatten wir noch einmal die Möglichkeit, Fragen zum Unternehmen selbst, zur Produktion und den Berufen bei Kuraray zu stellen. Wir wurden insbesondere darüber aufgeklärt, dass es unterschiedliche Ausbildungsberufe und Studiengänge vom Chemielaboranten bis hin zum Ingenieur gibt, welche bei Kuraray Anstellung finden. Die Mitarbeiter*innen berichteten zudem von einem sehr angenehmen Arbeitsklima. Die Exkursion gab uns allen einen allumfassenden Einblick in die chemische Berufswelt, sowohl in die Abläufe einer Produktion, als auch in die einzelnen Tätigkeitsfelder, sowie allgemein in den Produktionssektor.

Vielen Dank an alle Beteiligten, wir sind überaus dankbar für diese Bereicherung!

Isabel Ilgner und Sara Watanyar, Q3                                      Fotos: Kuraray Europe GmbH

Projekt-Lightspeed: Veranstaltung mit BioNTech-Gründer:innen am 7. Oktober 2021 im Literaturhaus

Am Donnerstag fanden sich um 19:30 Uhr prominente Gäste aus Mainz im Literaturhaus ein: Prof. Dr. Uğur Şahin und Dr. med. Özlem Türeci, Wissenschaftler:innen und Mitgründer:innen von BioNTech. Sie entwickelten den weltweit ersten zugelassenen Covid-19-Impstoff und schrieben Medizingeschichte.

Von unserer Schule haben 15 Schüler*innen der Q3 Chemie und Biologie Leistungskurse in Begleitung von Frau Taubenheim und Frau Dr. Tiebes an der Veranstaltung im Frankfurter Literaturhaus teilgenommen – eine einmalige Möglichkeit. Normalerweise sehen wir die beiden Wissenschaftler:innen nur im Fernsehen, sodass es spannend war, sie in Person erleben zu dürfen.

Bezogen auf das Buch „Projekt Lightspeed“, geschrieben vom Financial-Times Journalisten Joe Miller, welcher das Ehepaar seit März 2020 begleitet hat, stellte die Moderation von der ZEIT sowohl persönliche als auch wissenschaftsbezogene Fragen. Dem Publikum wurden somit verschiedene Facetten der beiden gezeigt und ihr medizinischer Werdegang dargelegt.

Das von ihnen im Jahr 2008 mitgegründete Unternehmen BioNTech legt seinen Fokus eigentlich auf die Entwicklung und Herstellung von Immuntherapien zur patientspezifischen Krebsbehandlung. Forschungsschwerpunkt sind Medikamente auf mRNA-Basis. Nachdem der Ausbruch des neuen Virus SARS-CoV-2 Anfang 2020 bekannt wurde, schlug das Ehepaar Alarm und überzeugte BioNTech, das Projekt „Lightspeed“ zu starten. Ziel war es, möglichst schnell einen guten, wirksamen Impfstoff gegen das Virus herzustellen. Dies ist ihnen bekanntermaßen gelungen mit dem mRNA-Impfstoff BNT162b2, dem bisher wirksamsten Corona-Impfstoff. Dadurch haben sie dazu beigetragen, dass eine langsame Rückkehr des sozialen Lebens möglich wurde. Auf der Veranstaltung erzählten sie von positiven Rückmeldungen und ihrem sehr persönlichen Moment der Impfung.

Insgesamt boten uns Herr Şahin und Frau Türeci einen Einblick in ihre Motivation, in die Impfstoffentwicklung, persönliche Anekdoten, den aktuellen Wissensstand und Zukunftsaussichten. Mit ihrem ursprünglichen Antrieb aus Neugier und Überzeugung wollen die beiden mit dem von BioNTech in der Pandemie erzielten Gewinn weiterhin an Krebsmedikamenten basierend auf ihrer mRNA-Technologie forschen. Sie bleiben sich treu.

Leider mussten wir uns um 21 Uhr von ihnen verabschieden. Allerdings verließen die beiden Wissenschaftler:innen den großen Saal des Literaturhauses unter Standing Ovations.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Şahin und Frau Dr. Türeci sowie dem Literaturhaus Frankfurt als Kooperationspartner der Freiherr-vom-Stein-Schule für diesen besonderen Abend! Dieser wird uns eine Weile in Erinnerung bleiben, da wir einiges lernen konnten und man nicht alltäglich Menschen begegnet, deren Forschungsergebnisse unseren Alltag derart stark beeinflussen.

Hana Ajdin, Q3

Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ erneut am 27. Oktober 2021

Quelle: Initiative „MINT Zukunft schaffen“

 

Am 27. Oktober 2021 wurden die Freiherr-vom-Stein Schule zum zweiten Mal mit dem Signet »MINT – freundliche Schule« ausgezeichnet.

Die feierliche Verleihung durch die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ fand im Rahmen einer Onlineveranstaltung statt. In seiner Glückwunschbotschaft würdigte der hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz das große Engagement der Schulen bei der MINT-Profilbildung. Unsere Schule zählt damit zu den 42, die in diesem Jahr in Hessen nach einem anspruchsvollem Bewerbungsverfahren dieses Qualitätssiegel für eine erfolgreiche und überdurchschnittliche MINT-Profilbildung erhalten haben.

Durch diese erneute Auszeichnung ist das Zusammenwirken der ganzen Schulgemeinschaft – Lehrkräften, Schülerschaft und Eltern sowie Kooperationspartner der Schule – in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in den letzten drei Jahren gewürdigt worden. Hierzu gehört vor allem, im Regelunterricht der dreistündige NaWi-Unterricht in Stufe 5 und 6 und der Experimentalunterricht Chemie und Physik in geteilten Klassen in Stufe 7 sowie die MINT-Elterninitiative „Elternvorträge für den Fachunterricht“ und die intensive Kooperation mit dem Unternehmen Kuraray, die den Horizont nach außen erweitern.

Ein herzliches Dankeschön geht seitens der Schulleitung an alle in der Schulgemeinde.

Das Signet stellt einerseits eine Anerkennung dar, ist andererseits aber auch Verpflichtung und Ansporn für die Entwicklungsprozesse im MINT-Bereich in den nächsten Jahre. [Tie]

Link zur Pressemitteilung der Initiative »MINT Zukunft schaffen«

 

Virtueller Kuraray-Präsentationstag am 8. Juli 2021

PVAc, PVA & PVB – Kunststoffe mit hohem Alltagsbezug

Was viele nicht wissen, ist, dass in ihrem Shampoo und Duschgel der Kunststoff Polyvinylalkohol enthalten ist. Doch wie wird dieser Kunststoff beim Unternehmen Kuraray hergestellt, mit dem die Schule eine Kooperation hat? Und in welchen anderen Produkten finden er Verwendung?

Genau diesen Fragen und vielen anderen mehr sind wir zwei Wochen lang in Gruppen der Chemie-Leistungskurse von Frau Dr. Tiebes und Frau Grigoroudi der Q2 nachgegangen und haben unsere Ergebnisse in drei Vorträge zu verschiedenen Kunststoffprodukten von Kuraray zusammengestellt. Einige Fragen konnten wir basierend auf dem Unterrichtsstoff dieses Halbjahres beantworten, so die Reaktionsmechanismen zur industriellen Herstellung von Polyvinylacetat (PVAc), Polyvinylalkohol (PVA) und Polyvinylbutyral (PVB). Zu anderen Fragen waren intensive Recherchen notwendig.

In nicht Corona-Jahren können SchülerInnen der Leistungskurse in den Laboren des Unternehmens Kuraray im Industriepark Höchst ihre Rechercheergebnisse vorstellen und anschließend Versuche zur Herstellung dieser Polymere durchführen und hautnah industrielle Forschung und Entwicklung miterleben. Für uns „Corona“-SchülerInnen waren die Kuraray-Labortage in Präsenz in diesem Jahr nicht möglich, sodass wir anhand von zahlreichen Fotos und Videosequenzen einen Einblick in die praktische Umsetzung der Versuche erhielten. Um unsere Präsentationen vor Kuraray-Mitarbeitern vorstellen zu können, wurde ein virtuelles Format ausprobiert. Wir haben das Beste aus der Corona-Situation gemacht.

Am Donnerstag, den 8. Juli 2021, hielten wir zwischen 9.00 und 11.00 Uhr im Auditorium unsere Präsentationen über eine online-Konferenzplattform. In den Vorträgen stellten wir die industrielle Herstellung von Polyvinylacetat, Polyvinylalkohol und Polyvinylbutyral und deren Verwendung sehr detailliert vor. Wir waren sehr angespannt und fühlten uns unter hohem Erwartungsdruck.

Wir konnten sehr viel dazu lernen und hatten die Möglichkeit mit Experten aus dem Unternehmen Kuraray zu sprechen. Sehr gefreut hat uns, das positive Feedback der Experten zu erhalten. Besonders eignete sich das Projekt für uns SchülerInnen, um einen Einblick in die chemische Berufswelt zu erhalten.

Jetzt noch eine Antwort auf die Eingangsfragen: Kuraray stellt Polyvinylalkohol aus Polyvinylacetat her. Polyvinylalkohol findet weiterhin Verwendung für die Herstellung von Polyvinylbutyral, welches man in unserem Alltagsleben bspw. als Zwischenschicht von Windschutzscheiben findet.

Wir danken den virtuell Anwesenden von Kuraray, Frau Iliana Liontou, Herrn Dr. Florian Mummy und Herrn  Dr. Daniel Wenzlik, ganz herzlich, dass sie sich die Zeit für uns genommen und all unsere Fragen beantwortet haben. Es war eine riesige Bereicherung für uns, an der wir nicht nur chemisch gewachsen sind.

Zuletzt bedanken wir uns herzlich bei Frau Grigoroudi und Frau Dr. Tiebes, welche uns stets bei allen Fragen weitergeholfen haben.

Sara Watanyar, Q2

(Fotos: Maria Grigoroudi)