Ökologische Exkursion in den Stadtwald

 

Wie jedes Jahr haben die 6. Klassen auch in diesem Frühling unsere Schule verlassen, um den Stadtwald und seine Lebewesen zu erforschen. Die Schüler sollen das Ökosystem Wald hautnah und live erleben, in kleinen Gruppen selbstständig eine kleine Pflanzenkartierung machen („Was blüht denn da?“) und verschiedene andere Aufgaben lösen. Das Unternehmen findet im Rahmen der Unterrichtseinheit „Ökosystem Wald“ statt und wurde von den Schülern auch durch kleine Powerpoint-Präsentationen (Tier- oder Pflanzensteckbriefe) vorbereitet.

Am 22. März 1016 war es für die 6b soweit:
Ausgerüstet mit allerlei Gerätschaften wie Ferngläsern, Lupen, Sammelgläsern und Bestimmungsbüchern (an Essen und Trinken für ein Picknick hatten wir natürlich auch gedacht!) fuhren wir morgens mit der Straßenbahn direkt zur Oberschweinstiege in „unseren“ Wald. Wir umrundeten zunächst den Jacobiweiher, beobachteten dabei die Wasservögel (Stockenten, Mandarinenten, Bläss- und Teichhühner. Leider ließen sich an diesem Tag keine Kormorane und Zwergtaucher blicken) und versuchten, die ersten Pflanzenarten zu bestimmen. Direkt am Wegesrand fanden wir z.B. den seltenen Gelbstern.

Auch einige Vögel in den Bäumen konnten wir schon vernehmen (Blau- und Kohlmeisen, Buntspecht, Mönchsgrasmücke und den „das-ist-ja-leicht, der-ruft-ja-seinen-Namen-Vogel“: den Zilpzalp). An unserem Exkursions-Basislager angekommen, schwärmten die Schülergruppen aus, um sich ein ca. 2 Quadratmeter großes, mit möglichst vielen verschiedenen Pflanzen bewachsenes Stück Waldboden auszusuchen, dies mit einem Seil abzustecken und dann alle dort wachsenden Pflanzen zu bestimmen.

Das gelang den meisten richtig gut. Wir haben die meisten typischen Frühblüher (Lerchensporn, Immergrün, Leberblümchen, Lungenkraut, Aronstab etc.) eines Buchenmischwalds gefunden, gesehen, befühlt und z.T. auch „berochen“. Vor allem der an dieser Stelle häufige Bärlauch beduftete den ganzen Wald und machte Appetit aufs Picknick. An Tieren wurden verschiedene Käfer, Schnecken, Ameisen, Hundert- u. Tausendfüßler in den Sammelgläsern kurzzeitig ihrer Freiheit beraubt. Da es noch etwas zu früh im Jahr war, konnten wir diesmal leider noch keine Kröten oder Grasfrösche sehen.

Nachdem die Kinder sich gegenseitig ihre Ergebnisse und Funde vorgestellt hatten, ließen wir die Tiere wieder frei, nahmen noch eine Bodenprobe für eine spätere pH-Wert- Bestimmung und gingen dann auf der anderen Seite des Jacobiweihers zurück zur Straßenbahnstation. Unterwegs sahen wir noch einen Fischreiher, einen Zaunkönig und eine Wasserschildkröte). Pünktlich um 13.00h trafen wir vollzählig, gut durchgelüftet und zufrieden wieder auf dem Schulhof ein.

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