Projekt-Lightspeed: Veranstaltung mit BioNTech-Gründer:innen am 7. Oktober 2021 im Literaturhaus

Am Donnerstag fanden sich um 19:30 Uhr prominente Gäste aus Mainz im Literaturhaus ein: Prof. Dr. Uğur Şahin und Dr. med. Özlem Türeci, Wissenschaftler:innen und Mitgründer:innen von BioNTech. Sie entwickelten den weltweit ersten zugelassenen Covid-19-Impstoff und schrieben Medizingeschichte.

Von unserer Schule haben 15 Schüler*innen der Q3 Chemie und Biologie Leistungskurse in Begleitung von Frau Taubenheim und Frau Dr. Tiebes an der Veranstaltung im Frankfurter Literaturhaus teilgenommen – eine einmalige Möglichkeit. Normalerweise sehen wir die beiden Wissenschaftler:innen nur im Fernsehen, sodass es spannend war, sie in Person erleben zu dürfen.

Bezogen auf das Buch „Projekt Lightspeed“, geschrieben vom Financial-Times Journalisten Joe Miller, welcher das Ehepaar seit März 2020 begleitet hat, stellte die Moderation von der ZEIT sowohl persönliche als auch wissenschaftsbezogene Fragen. Dem Publikum wurden somit verschiedene Facetten der beiden gezeigt und ihr medizinischer Werdegang dargelegt.

Das von ihnen im Jahr 2008 mitgegründete Unternehmen BioNTech legt seinen Fokus eigentlich auf die Entwicklung und Herstellung von Immuntherapien zur patientspezifischen Krebsbehandlung. Forschungsschwerpunkt sind Medikamente auf mRNA-Basis. Nachdem der Ausbruch des neuen Virus SARS-CoV-2 Anfang 2020 bekannt wurde, schlug das Ehepaar Alarm und überzeugte BioNTech, das Projekt „Lightspeed“ zu starten. Ziel war es, möglichst schnell einen guten, wirksamen Impfstoff gegen das Virus herzustellen. Dies ist ihnen bekanntermaßen gelungen mit dem mRNA-Impfstoff BNT162b2, dem bisher wirksamsten Corona-Impfstoff. Dadurch haben sie dazu beigetragen, dass eine langsame Rückkehr des sozialen Lebens möglich wurde. Auf der Veranstaltung erzählten sie von positiven Rückmeldungen und ihrem sehr persönlichen Moment der Impfung.

Insgesamt boten uns Herr Şahin und Frau Türeci einen Einblick in ihre Motivation, in die Impfstoffentwicklung, persönliche Anekdoten, den aktuellen Wissensstand und Zukunftsaussichten. Mit ihrem ursprünglichen Antrieb aus Neugier und Überzeugung wollen die beiden mit dem von BioNTech in der Pandemie erzielten Gewinn weiterhin an Krebsmedikamenten basierend auf ihrer mRNA-Technologie forschen. Sie bleiben sich treu.

Leider mussten wir uns um 21 Uhr von ihnen verabschieden. Allerdings verließen die beiden Wissenschaftler:innen den großen Saal des Literaturhauses unter Standing Ovations.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Şahin und Frau Dr. Türeci sowie dem Literaturhaus Frankfurt als Kooperationspartner der Freiherr-vom-Stein-Schule für diesen besonderen Abend! Dieser wird uns eine Weile in Erinnerung bleiben, da wir einiges lernen konnten und man nicht alltäglich Menschen begegnet, deren Forschungsergebnisse unseren Alltag derart stark beeinflussen.

Hana Ajdin, Q3

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