“Was würde passieren, wenn alle 6,8 Milliarden Menschen auf der Erde so leben würden, wie wir in Deutschland?”
Am Donnerstag, den 16.02.2012, begrüßte uns (die gesamte E-Phase der Freiherr – vom-Stein-Schule) zu dieser Frage ein Moderator von Fair Future und schon begann ein 90-minütiger Vortrag, in dem uns vom Ökologischen Fußabdruck berichtet wurde.
Zunächst sollte euch klar sein, was ein „Ökologischer Fußabdruck“ ist. Der Fußabdruck ist eine wissenschaftliche Methode zur Messung unseres Umweltverbrauchs. Dazu zählen alle Ressourcen, die wir für den Alltag benötigen. Der Fußabdruck zeigt dann an, wie viel Fläche benötigt wird, um all diese Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen.
Zunächst fragte uns der Moderator, wer gerne eine gerechte Zukunft haben möchte. Viele waren sich einig: Sie wollten eine gerechte Zukunft! Jedoch gingen einige Finger wieder runter, als der Moderator fragte, wer sein eigenes Leben dafür verändern würde.
In Deutschland wird jährlich zu viel Wasser, Strom und Lebensmittel verbraucht. Im Gegensatz zu Afrika oder anderen Ländern, die es nicht so gut haben, verschwenden wir viele Gelder für Gegenstände wie Konsumgüter (z.B. teure Kleidungsstücke), die wir eigentlich gar nicht benötigen.
Das Ziel des Fair Future-Vortrages war es, uns zu demonstrieren, dass wir auf diese Weise nicht weiter leben können, wenn die Erde länger erhalten bleiben soll, müssen wir unser Lebenskonzept ändern! Jeder sollte sich dort engagieren, wo er oder sie am besten kann, denn wir möchten erreichen, dass alle Menschen ein gutes Leben führen können, mit den Ressourcen, die unser Planet liefert.
Wie können wir unseren Ökologischen Fußabdruck verkleinern?
Wir können auf unsere Ernährung achten. Das heißt, wir können weniger tierische Produkte essen und stattdessen mehr saisonale Bio-Produkte aus der Region zu uns nehmen. Außerdem können wir mehr Fair Trade Produkte kaufen, da sie unter gerechteren Arbeitsbedingungen hergestellt wurden.
Ebenso können wir bedacht konsumieren, denn der private Konsum macht schließlich 25% unseres Ökologischen Fußabdruckes aus. Wir können beim Kauf beispielsweise auf energiesparende Geräte achten und alte Geräte recyceln, damit die Rohstoffe wieder genutzt werden können.
Kurze Strecken könnten wir zu Fuß laufen oder mit dem Fahrrad fahren. Und man könnte auf Kurztrips mit dem Flugzeug verzichten und stattdessen die Bahn nehmen. Auch Kleinigkeiten können schon viel verändern. Zum Beispiel Stoßlüften, Computer und Fernseher ganz ausschalten und nicht auf Stand-by schalten. Sprich wir können auf einen sorgsamen Umgang mit Strom in unserem Alltag achten.
Der Moderator fragte uns zum Schluss des Vortrages auch, ob wir eigene Ideen hätten unseren Ökologischen Fußabdruck zu verringern. Einige der Schüler nannten Passiv-Häuser, Solarplatten und eine gute Isolation der Häuser. Schließlich waren sich viele Schüler sicher, dass man vor allem das eigene Konsumverhalten im Auge behalten sollte, denn auch das würde helfen den Ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.
Frankfurt, den 20.2.2012
Pelin Yavuz
Freiherr-vom-Stein-Schule nimmt erfolgreich am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil
Philipp Seyrling, Mitglied des Science Club der FvSS, hat am Dienstag, den 14.2.2012, mit seinem Beitrag zur Grätzelzelle erfolgreich am Regionalentscheid „Jugend forscht“ teilgenommen. Er belegte mit seiner Arbeit zur Optimierung der Grätzelzelle den 2. Platz in der Kategorie Chemie.
Die Technik der Grätzelzelle ist seit längerem bekannt. Sie nutzt die photochemischen Prozesse im grünen Blattfarbstoff Chlorophyll zur Stromgewinnung. Dabei wird der Pflanzenfarbstoff isoliert und zwischen zwei besonders präparierte leitende Glasplatten aufgebracht. Bei Belichtung fließt ein Strom, der letztlich für einen Verbraucher benutzt werden kann. Problematisch war immer, dass sich der Pflanzenfarbstoff schnell zersetzt und dadurch die Haltbarkeit der Zellen recht gering ist. Hier setzten die Ideen von Philipp an.
Trotz starker Konkurrenz konnte seine Arbeit zur Verbesserung des Elektrolyten, der Farbstoffkombination und der Optimierung des Sinterungsprozesses der Grätzelzelle überzeugen. Neben umfangreichen praktischen Arbeiten und hat Philipp eine ausführliche und fundierte theoretische Überlegung zur Funktion und den einzelnen Verbesserungsansätzen vorgelegt. Über Wochen hat er, jeweils donnerstags im Rahmen des Science Club, Versuchsreihen durchgeführt, bei denen er mit verschiedenen Lösungsmitteln die Extraktion von Pflanzenfarbstoffen verbessert hat, die leitende Titandioxidschicht der Zellen so umgebaut hat, dass ihre Leitfähigkeit verbesser wurde und den Einsatz eines festen statt eines flüssigen Elektrolyten erprobt. Insbesondere der Ersatz des flüssigen Elektrolyten durch einen festen Elektrolyten hat die Haltbarkeit der Zelle stark erhöht. Der Einsatz verschiedener Farbstoffkombinationen hat dafür gesorgt, dass die Stromausbeute verbessert wurde und das gesamte Spektrum des sichtbaren Lichts absorbiert werden konnte.
So konnte Philipp zeigen, dass sich bei Einsatz der Farbstoffkombination aus Chlorophyll und Carotin die Stromausbeute der 1cm x 2,5cm großen Zellen von 0,9mA auf 1,4mA erhöht hat. Interessant war vor allen Dingen, dass sich die theoretisch aus den einzelnen Absorptionsspektren ermittelten Werte tatsächlich erreichen ließen.
Auch wenn die Optimierung des Sinterungsprozesses nicht die erhofften Ergebnisse erbrachte, war doch der Ersatz des flüssigen Elektrolyten durch eine mit NH4Cl dotierte Titandioxidschicht sehr erfolgreich. Unter anderem durch den Wegfall des Wassers konnte die Haltbarkeit der Pflanzenfarbstoffe signifikant verlängert werden. Insgesamt, so der Eindruck des erfolgreichen Philipp Seyrling, hat sich der Aufwand mehr als gelohnt. „Ich kann jedem, der Spaß an der Lösung von naturwissenschaftlichen Fragen hat, die Teilnahme nur empfehlen. Man trifft interessante Leute, erfährt viel Neues und lernt mit jeder Menge Aufregung und Spannung umzugehen!“
Schon wieder Zeugnisse ?
Am kommenden Freitag, dem 3. Februar 2012, gibt es sie wieder, die Halbjahreszeugnisse. In der dritten Stunden erfolgt die Ausgabe durch die Klassenlehrer & Tutoren an die Schülerinnen & Schüler. Der Unterricht endet an diesem Tag selbstverständlich nach der dritten Stunde (um 10:40 Uhr). [Wge]
LIONS-Quest an der Freiherr-vom-Stein
Zum ersten Mal wurde in Frankfurt das Lebenskompetenzprogramm LIONS-Quest „Erwachsen werden“ exklusiv für eine Schule angeboten. Unter der Federführung von Frau Gabriel-Bassin, der Beauftragen für Sucht- und Gewaltprävention der Freiherr-vom-Stein-Schule, nahmen vom 17. bis zum 19.11.2011 im Darmstädter Hof in Frankfurt 24 Kolleginnen und Kollegen unserer Schule an der Fortbildung teil. LIONS-Quest „Erwachsen werden“ ist ein Jugendförderprogramm, das für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-7 entwickelt ist. Die Übungen sollen gezielt das emotionale Lernen der Kinder fördern und ihr Selbstbe-wusstsein und ihre kommunikativen Fähigkeiten stärken, um Konflikt- und Risikosituationen im Alltag angemessen begegnen zu können. Eingehende Informationen enthält die Lions-Quest-Homepage (www.lions-quest.de).
Ideell und finanziell wurde das Seminar vom Lions Club „Frankfurt am Main“, dem ältesten Lions Club in Hessen, getragen und vom Lions Club „Frankfurt-Cosmopolitan“ gesponsert.
Nun überlegen die durchweg begeisterten Kolleginnen und Kollegen, wie das Programm an unserer Schule fest etabliert werden kann.
Physik in der Karibik
Die Klasse 7b ging am 20.01.2012 auf eine Schiffsreise. Doch plötzlich gerieten sie in ein großes Unwetter, bei dem sie von einem Blitz getroffen wurden. Nachdem das Schiff beschädigt wurde, strandeten sie unglücklicherweise auf einer verlassenen Insel in der Karibik. Die einzigen Dinge, die sie retten konnten, waren ein Dynamo und ein Notrufsender. Nun müssen sie sich überlegen, wie sie von der Insel entkommen können. Doch leichter gesagt als getan, denn den Dynamo zum Laufen zu bringen ist eine ernstzunehmende Herausforderung.
In der Technischen Universität Darmstadt werden zurzeit physikalische Workshops angeboten. Auch die 7b unserer Schule nahm daran teil.
Mit einem Dynamo sollte man einen Peilsender antreiben. Es sollte nachgestellt werden, was man auf einer verlassenen Insel tun könnte. Die beiden Optionen für die man sich entscheiden konnte, waren der Bau eines Wind- oder eines Wasserrades. Wenn man die jeweilige Aufgabe meisterte, wurde der Peilsender angetrieben und somit war die Rettung von der Insel gesichert. Anschließend gab es mehrere kleine physikalische Spiele, wie Gewichte zu ordnen oder Laserstrahlen mit Spiegeln umzuleiten.
Für eine siebte Klasse, welche sich grade an die Physik herantastet, war dieser Workshop sicherlich eine lehrreiche und interessante Erfahrung. [A.Münzberg Klasse 7/Wge]
