Das Auditorium groovt mit dem fahrenden Jazzclub

„Ein Blues ist dazu da, dass sich deine Zuhörer danach ein kleines bisschen schlechter fühlen als zuvor….“, so erklärte Iso Herquist augenzwinkernd den SchülerInnen im Auditorium der FvS die Wirkung der „Mutter der Jazz-Musik“. Es folgte ein turbulenter und grooviger Call-Call-Wechselgesang, der das Zwerchfell der anwesenden SchülerInnen ordentlich zum Beben brachte. Gemeinsam mit der professionellen Band, bestehend aus Fabian Sennholz (Klavier), Sascha Wild (Schlagzeug) und Maximilian Mörke (Bass) heizte Iso Herquist mit Gesang und Ukulele dem Auditorium mit verschiedenen Pop- und Jazz-Klassikern musikalisch ein.
Die SchülerInnen der 9. Klassen, des Ensemble Instrumentale und zweier Kurse der E-Phase kamen in den Genuss, während des 45-minütigen Mitmachkonzertes verschiedene Stile improvisierter Musik zu hören und per Live-Arrangement aktiv dabei mitzumachen.
„Der fahrende Jazzclub“ konnte im Rahmen der Aktion „Musik Monat Mai!“ der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst für den Auftritt in unserer Schule gewonnen werden. Die hochkarätigen Musiker überzeugten durch mitreißende Songs, virtuose Soli und große Spielfreude und wurden mit tosendem Applaus der SchülerInnen verabschiedet.
Jazzkonzert 2015

Frühlingskonzert 2015 – Ankündigung

Frühlingskonzert 2015 - HP

Exkursion der Bio-Grundkurse zur Grube Messel

Am 28. April 2015 machten die Bio-Grundkurse der Q4 von Frau Unverzagt und Frau Große-Lohmann eine Exkursion zur Grube Messel bei Darmstadt. Die Grube Messel wurde 1995 als ein „herausragendes Zeugnis der Geschichte der Menschheit und der Natur“ in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten aufgenommen. Nur dank langanhaltender Proteste der Bevölkerung in den Jahren zuvor konnte sie davor bewahrt werden, als Mülldeponie verwendet zu werden.
Eine professionelle Geowissenschaftlerin führte die Kurse zwei Stunden durch die Grube mit einem Durchmesser von 800m und einer Tiefe von etwa 65m und stellte vor, wie die Wissenschaftler anhand des Gesteins und der Fossilien die damalige Lebenswelt rekonstruieren können. Die Vorgehensweise und die bisherigen Erkenntnisse wurden ebenso präsentiert, wie ein Modell des berühmten Urpferdchens, von dessen Gattung in der Grube Messel ganze 60 gut erhaltene, fossile Skelette gefunden wurden. Zum Teil konnte sogar der Mageninhalt analysiert und somit auf die Ernährungsweise der Tiere rückgeschlossen werden.

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Alle Teilnehmer der Exkursion konnten aktiv dabei sein, indem sie verschiedene Orginalfossilien von Pflanzen oder Fischen betrachten und anfassen durften. Dabei wurde ein Teil des sogenannten Ölschiefers (ein dunkles, tonig-mergeliges Sedimentgestein), der sich in den letzten Millionen Jahren gebildet hat, als die Grube Messel noch einen See war, herumgereicht. In diesem konnte man deutlich Abdrücke von Lebewesen, die vor Millionen von Jahren mal hier gelebt haben, erkennen. Zum Abschluss durfte jeder an einer Ölschieferplatte, die noch nicht untersucht wurde, selbst Hand anlegen bei der Fossiliensuche. Dabei stieß ein Schüler auf den Abdruck eines Koprolithen (fossiles Exkrement) und Frau Große-Lohmann entdeckte sogar den Abdruck einer kleinen Fischschuppe!
Nach einem steilen Aufstieg war die interessante und informative Führung durch die letzten 47 Millionen Jahre (Entstehung der Grube Messel durch die Maarexplosionen) schon vorbei.

Geschrieben von Swantje Skotnik
Für Interessierte…
…Weitere Informationen zur Entstehung der Grube und zum Ölschiefer unter:
https://www.planet-schule.de/wissenspool/geomorphologie/inhalt/wissen/jurassic-alb-der-schwaebische-oelschiefer/entstehung-verbreitung-und-eigenschaften-des-oelschiefers.html
http://www.grube-messel.de/

Berlinfahrt 2015

Unsere Fahrt nach Berlin begann am Montag, dem 20.04.2015, um 7:45 Uhr morgens erstmal mit einer Verspätung von einer halben Stunde. Da Die Tutor-Kurse von Herrn Maier und Herrn Schulz zusammen zu dieser 8 stündigen Busfahrt angetreten sind, waren wir insgesamt eine Großgruppe von ca. 50 Jugendlichen und drei Aufsichtspersonen. Die Busfahrt zog sich wie zähes Kaugummi, mit dem hoffnungsvollen Schimmer am Horizont jedes einzelnen Schülers, dass die Ankunftszeit in Berlin doch noch gegen 15:30 Uhr erfolgt. Wir waren gegen 19:30 Uhr in unserem Hostel in der Köpenicker Str., wo wir in Kleingruppen die Umgebung erkunden durften.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag erfolgte eine zweistündige Busfahrt durch Berlin. So konnten wir fast alle Sehenswürdigkeiten Berlins sehen.

Wir machten einen kleinen Stopp am Reichstag, um von dort durch einen kleinen Teil des Tiergartens zu laufen und dort das vorhandene Denkmal der ermordeten Sinti und Roma besichtigen zu können. Außerdem besichtigten wir das Brandenburger Tor, wo wir ein paar Klassenfotos schossen. Danach hatten wir eine Mittagspause, in der wir etwas essen gehen konnten oder die Gelegenheit hatten Berlin zu erkunden. Gegen 15:30 Uhr fand eine einstündige Führung am Holocaust-Mahnmal statt. Dort erfuhren wir die Hintergründe für das errichtete Denkmal an die ermordeten Juden Europas.

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Anschließend besuchten wir das vor Ort vorhandene Museum, in dem man auch über einzelne Schicksale jiddischer Familien während des zweiten Weltkrieges erfuhr. Danach hatten wir Freizeit, so konnten wir die multikulturellen Ecken Berlins ausfindig machen.

Der nächste Tag fing mit der Besichtigung des Stasigefängnis‘ „Hohenschönhausen“ an. Unserer Meinung nach war das unter anderem der Höhepunkt der Berlinfahrt. Wir bekamen einen guten Einblick zum Alltag eines Gefangenen, außerdem erfuhren wir, welche psychologischen Mittel die Stasi an den Gefangenen anwendete. Wir nahmen in einer Zelle auf einem Holzgestell eines Bettes Platz, sahen uns um, und konnten so die verschiedenen Hilfsmaterialien der Stasi erkennen. Beispielsweise die kleine Glühbirne, die in jeder Zelle angebracht war, um den Insassen den Schlaf zu rauben.

Nachdem wir das Gefängnis besichtigt hatten, erfolgte eine Mittagspause, nach der wir einen Imbiss im Besucherrestaurant Paul-Löbe-Haus (das neben dem Reichstaggebäude liegt und nach dem letzten demokratischen Reichspräsidenten der Weimarer Republik benannt wurde) zu uns nahmen. Daraufhin erfolgte ein Informationsvortag beim Bundestag, bei dem wir über die Rolle des Bundestages sowie über den Bau des Gebäudes und dem Medienspektakel informiert wurden. Wir erfuhren wie viele Sitze die jeweiligen Abgeordneten der verschiedenen Parteien im Bundestag besitzen und wie die Bestimmung der Gesetzesvorlagen von statten gehen. Daraufhin erfolgte ein Treffen mit Herrn Omid Nouripour, ein Abgeordneter der Grünen, der uns einige politische Fragen aus seiner Sicht beantwortet. Anschließend durften wir die im Durchmesser 40m breite Kuppel besichtigen, die aus 47 Metern Höhe einen Rundblick über Berlin ermöglicht.

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Am nächsten Tag machten wir eine Fahrradtour, die durch Berlin und entlang der Mauer ging. Dies war auch wieder eine gute Gelegenheit, die historischen Ecken Berlins kennen zu lernen.  Gegen 17 Uhr besichtigten wir einen unbenutzten Zivilluftschutzbunker der Berliner Unterwelten. Dort sahen wir, wie sich die Regierung auf mögliche Atombombenanschläge im Kalten Krieg vorbereitet hatte und wie der Alltag in so einem Bunker ausgesehen hätte.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, da die Besichtigung des KZ-Sachsenhausens auf dem Programm stand. Vor Ort standen ein paar Baracken, die man von innen besichtigen konnte und die Fundamente der „Station Z“, wo man damals die Leichen der Insassen verbrannt hat. Wir erlangten einen Einblick wie der Alltag in einem KZ damals ausgesehen haben muss und waren zu tiefst schockiert, als wir erfuhren, zu welchen unmenschlichen Taten die Nationalsozialisten damals fähig waren.

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Nach der Führung im Konzentrationslager stiegen wir in den Bus und fuhren zurück nach Frankfurt.

Autoren:
Sofia Dobbertin, Chiara Mohr, Celina Haas und Paulina Krawczyk

Osterferien

Im Namen der Schulleitung bedanke ich mich bei allen Kolleg/innen und Schüler/innen für die konstruktive Zusammenarbeit und wünsche Ihnen schöne Osterferien. Der Unterricht beginnt am Montag, den 13.4.2015 regulär nach Plan.
Frank Becker