25. Erfinderlabor: Hessens Wissenschafts-Nachwuchs forscht für die Zukunft
Nils Wegerich forschte beim 25. Erfinderlabor in Darmstadt zum Thema Organische Elektronik
Ausgewählte leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen waren in diesem Jahr vom 16. bis zum 20. April nach Darmstadt eingeladen, um Einblicke in die spannende Zukunftstechnologie der organischen Elektronik zu erhalten. Vier Teams bestehen aus jeweils zwei Schülerinnen und Schüler bot sich die exklusive Chance, auf Augenhöhe mit Wissenschaftlern mit organischen Leuchtdioden und Solarzellen aus halbleitenden Materialien auf einem zukunftsträchtigen, interdisziplinären Forschungsfeld zu experimentieren.
Darunter auch Nils Wegerich (Q2) aus unserer Schule: „In das Erfinderlabor bin ich ohne konkrete Erwartungen gegangen. Insbesondere die Einführung in das Thema organische Elektronik bei der Firma Merck und die Vorlesung von Prof. Dr. Rehahn waren verständlich und ein perfekter Einstieg. Auch unsere Forschungstage an der TU Darmstadt waren trotz einiger experimenteller Rückschläge sehr interessiert und lehrreich. Insgesamt hat mich das Erfinderlabor also sehr positiv überrascht und ich würde es jedem interessierten Schüler weiterempfehlen.“
Es war eine besondere Woche in Darmstadt, die vom Zentrum für Chemie mit Sitz in Bensheim organisiert wurde. Das Herzstück bildete die dreitägige Forschungsarbeit in Laboren des Fachbereichs Makromolekulare Chemie der TU Darmstadt, die mit großem personellen und zeitlichen Aufwand – parallel zu den internen Forschungsprojekten – von einem Team um Prof. Dr. Rehahn unterstützt wurde. Hier erlebte der Wissenschaftsnachwuchs hautnah was forschen bedeutet. Der Zeitrahmen war straff, das interdisziplinäre Forschungsfeld mit materialwissenschaftlichen und elektronischen Problemstellungen anspruchsvoll. „Alle Achtung vor so viel geballter Motivation und Ausdauer“, bilanzierte Privatdozent Dr. Immel aus dem Arbeitskreis von Prof. Dr. Rehahn nach einer vollgepackten Woche. Dabei lernten die Teilnehmer auch noch das Weltunternehmen Merck aus der Nähe kenne. Vor über 150 Gästen aus Hochschule, Wirtschaft und Politik haben die Teams am Freitag ihre Forschungsergebnisse im lichtdurchfluteten Auditorium Atrium von Merck präsentiert. Selbstverständlich waren auch Lehrer und Schüler unserer Schule vertreten. Der Gastgeber Prof. Dr. Griesar sieht in den Jungforschern die „Stars von Morgen“ und gibt ihnen mit auf den Weg „Always stay curious! – Immer schön neugierig bleiben!“
[basiert auf der Pressemitteilung zum 25. Erfinderlabor „Organische Elektronik“ des Zentrums für Chemie]
Podiumsdiskussion im Auditorium
Am letzten Freitag fand unter der Federführung von Herrn Christ eine spannende Podiumsdiskussion der drei E-Phasen–Kurse Politik und Wirtschaft von Frau Hesse, Frau Waresi und Herr Christ in unserem Auditorium statt. Was im Alltag kontrovers diskutiert wird, muss auch im Politik- und Wirtschaftsunterricht kontrovers sein – getreu diesem Motto gab es eine heiße Debatte zum geplanten Neubau einer fiktiven Chemieanlage in einer Kleinstadt mit Winzern, Naturschutzgebiet, Bürgern sowie Investoren. Neben den Akteuren auf der Bühne wurde das Publikum zu wissensdurstigen Journalisten unterschiedlicher Fachrichtungen. Hierdurch gelang eine lebhafte Interaktion der knapp 100 Schülerinnen und Schüler, die durch die intrinsische Motivation sowie die spannende Thematik und die hervorragende Vorbereitung allen einen enormen Wissenszuwachs ermöglichte. Innerhalb der 90 Minuten wurde zu Beginn der Doppelstunde und nach der heißen Diskussion ein Meinungsbild mit Hilfe eines Onlineumfragetools eingeholt und abschließend verglichen und beurteilt. Die interaktive PowerPoint-Präsentation untermalte geschickt die Podiumsdiskussion und die Doppelstunde erreichte annähernd das Niveau von guten Politiksendungen im Fernsehen.
Berlinfahrt 2018
Am vergangenen Montag (16.04.2018) war es endlich so weit!
Die komplette E-Phase packte die Koffer und fuhr gemeinsam mit sechs Lehrern in zwei Reisebussen aufgeteilt nach Berlin. Nach einer anstrengenden acht stündigen Fahrt und dem Check-In in unser Hostel ging das Abenteuer direkt los.
Unsere Zeit in der Hauptstadt bestand zum größten Teil aus Programmpunkten, die teilweise auch kursübergreifend statt fanden: wir besuchten die berüchtigte East Side Gallery, wo wir uns Gemälde anschauen konnten, die an die teils erhaltene Mauer gesprüht wurden und wir besuchten das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen, wo wir die einmalige Gelegenheit hatten, mit einem Zeitzeugen über dessen Erfahrungen in der Haft und mit dem Umgang mit den damaligen Wärtern zu reden.
Außerdem sahen wir das Denkmal für die ermordeten Juden im Zentrum Berlins, wo wir ein Stockwerk tiefer einen Inforaum betraten und Original-Abschiedsbriefe und Botschaften von Opfern lesen konnten, sowie den Bendlerblock, in dem wir mehr über den Widerstand in der damaligen Zeit lernten.
Donnerstag abends besichtigten wir noch als krönenden Abschluss die Berliner Unterwelten, wo wir einen bereits benutzten, 70 Jahre alten Bunker und einen modernen, ungenutzten Bunker betraten und über die Sitten und Lebensumstände in Bunkern zur Zeit des Kalten Krieges informiert wurden. Besonders der alte Bunker bot einen schaurigen Anblick, hatte jedoch auch viele interessante Merkmale wie beispielsweise die Leuchtfarbe an Türrahmen und Wänden, die zu den Zeiten als einzige Lichtquelle diente.
Zwischen dem geschichtlichen Aspekt, dem Besuch des Bundestags inklusive des Plenarsaals und der Kuppel sowie dem Gespräch mit zwei Angestellten eines CDU-Abgeordneten fanden wir trotzdem noch genug Zeit für eine Stadtrundfahrt und verschiedene Gelegenheiten, auch unter Freunden die Stadt zu erkunden. So war einen Besuch der Hackeschen Höfe, der Gallerie Lafayette, dem KaDeWe oder auch dem Gendarmenmarkt kaum zu vermeiden.
Auch abends hatten wir immer bis 22 Uhr die Möglichkeit, uns selbstständig zu bewegen und Berlin auch bei Sonnenuntergang oder unter dem Nachthimmel zu erleben.
Die Berlinfahrt brachte eine tolle Mischung aus Sightseeing, Kultur, Emotionen und Spaß mit sich, auf die wir immer freudig zurückblicken werden.
Johanna Eckerle (E2 Lad)
Zu Besuch bei der VGF und dem Hessischen Rundfunk
Die „I am MINT“ Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Herrn Christ konnte wieder zwei äußerst interessante und abwechslungsreiche Exkursionen durchführen. Erst waren wir zu Gast bei der Stadtbahnzentralwerkstatt der VGF und später beim Hessischen Rundfunk. Hierbei konnten die Lernenden sich mit Auszubildenden sowie deren Ausbildern austauschen, die Betriebe bei einer Werksführung ansehen und sich über die verschiedenen Berufsbilder informieren.
25. Erfinderlabor „Organische Elektronik“ in Darmstadt gestartet
In Darmstadt befassen sich seit Montag (16. April) jeweils acht leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen – darunter Nils Wegerich (Q2) aus unserer Schule – mit konkreten Fragestellungen aus dem Bereich der organischen Elektronik. Unter anderem geht es um neuartige Materialien aus organischen Leuchtdioden (OLED) zur Anwendung in flexiblen Displays für Mobiltelefone und Fernsehgeräte. Im Dialog mit Wissenschaftlern und Unternehmen vertiefen sie sich in die Praxis und entwickeln eigenständig experimentelle Lösungswege. Organisiert wird das Erfinderlabor vom Zentrum für Chemie (ZFC) mit Sitz in Bensheim. Geforscht wird in den Labors der TU Darmstadt. Weiterer Kooperationspartner ist Merck.
Bei der Abschlussveranstaltung am Freitag (20. April) bei Merck in Darmstadt werden die Schüler vor rund 170 Gästen ihre Forschungsergebnisse präsentieren. Darunter viele Vertreter aus Hochschule, Wirtschaft und Politik und selbstverständlich auch Lehrer und Schüler der Freiherr-vom-Stein Schule.
Weitere Informationen: http://www.z-f-c.de/News/25-erfinderlabor-darmstadt-gestartet