Kooperation mit Kuraray – Chemie-Leistungskurs erhält Einblicke in Produktion und Forschung

Unsere Schule verbindet seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit dem Kunststoffunternehmen Kuraray. Für uns als Schülerinnen und Schüler des Chemie-Leistungskurses eröffnet sich dadurch die besondere Gelegenheit, sowohl die Produktionsstätten für Polyvinylalkohol (PVOH) und für Polyvinylbutyral (PVB) im Industriepark Höchst zu besichtigen als auch Labortage im Bereich Forschung und Entwicklung zu verbringen.

Bereits die Betriebsbesichtigung im April bot spannende Einblicke in die industrielle Großproduktion. Ausgestattet mit Schutzhelm, Sicherheitsbrille und Gehörschutz wurden wir durch die über mehrere Ebenen gehende Produktionsanlagen geführt. Besonders beeindruckend war es, die im Unterricht behandelten Reaktionen – Polymerisation, Veresterung und Verseifung – hier in einem völlig anderen Maßstab wiederzuerkennen. Die Mitarbeitenden erklärten uns anschaulich, was in den riesigen Reaktoren, den verzweigten Rohrleitungssystemen und den weiteren Anlagenteilen passiert, um aus den Grundstoffen ein hochwertiges Produkt mit exakt definierten Eigenschaften herzustellen.  Dabei lernten wir auch die hohen Sicherheits- und Qualitätsstandards eines Chemieunternehmens aus nächster Nähe kennen.

Während der Labortage wechselte die Perspektive: Nun stand nicht mehr die industrielle Produktion, sondern die Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Labor im Mittelpunkt – für jeden Leistungskurs ein besonderes Highlight. Aufgrund von Umbaumaßnahmen konnten in diesem Jahr allerdings nur drei Zweierteams teilnehmen. Zeitlich versetzt arbeiteten die Tandems an zwei Tagen zwischen Juni und August gemeinsam mit den Mitarbeitenden von Kuraray an verschiedenen Projekten. Als Thema konnten wir uns zwischen der „Papieranwendung von PVOH“, der „Herstellung einer PVB-Druckfarbe mit druckspezifischer Ausprüfung“ bzw. der „Herstellung eines keramischen Slurrys mit anschließender Ausprüfung“ entscheiden. Dabei lernten wir moderne Analyse- und Arbeitsmethoden kennen, die im Unterricht aus Zeit- und Ausstattungsgründen sonst nicht möglich sind. Bereits im Vorfeld erarbeiteten wir uns fachliche Inhalte, die weit über den Unterricht hinausgingen, und konnten dieses Wissen schließlich im Labor praktisch umsetzen. Zugleich gewannen wir einen authentischen Einblick in den Arbeitsalltag von Chemikerinnen und Chemikern in der industriellen Forschung und Entwicklung.

Besonders bereichernd war der persönliche Austausch mit den Mitarbeitenden. Sie nahmen sich viel Zeit für unsere Fragen, erläuterten aktuelle Forschungsprojekte und berichteten über ihre eigenen beruflichen Werdegänge. Dadurch erhielten wir nicht nur fachliche Einblicke, sondern auch einen realistischen Eindruck von Studien- und Berufsmöglichkeiten im naturwissenschaftlichen Bereich.

Die Kooperation mit Kuraray bietet dem Chemie-Leistungskurs die seltene Gelegenheit, schulische Wissen unmittelbar mit industrieller Praxis zu verknüpfen. Sie zeigt, wie relevant chemisches Grundlagenwissen für reale Produktionsprozesse ist, fördert das Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen und eröffnet neue  berufliche Perspektiven für die Zeit nach dem Abitur, die im normalen Schulalltag oft im Verborgenen bleiben.

Der Chemie-Leistungskurs bedankt sich herzlich bei Kuraray für die freundliche Aufnahme, die engagierte Betreuung durch die Mitarbeitenden und die nicht alltägliche Möglichkeit, Produktion und Forschung hautnah zu erleben!

[Q3 Chemie-Leistungskurs/Tie, Foto: Tie]

Meine Woche im 41. Erfinderlabor in Marburg – Forschung mit Bakteriophagen

In der Woche vom 17. bis 21. August 2026 fand in Marburg das 41. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie statt. Dafür reisten 16 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Regionen Hessens an.Gemeinsam mit drei anderen Schülerinnen und Schülern hatte ich die Möglichkeit, mehrere Tage an dem Institut für Pharmazie und Biotechnologie der Philips-Universität Marburg zum Thema Bakteriophagen und Bakterien in einer Kleingruppe zu forschen.

Konkret ging es darum, im Rahmen der Forschungsarbeit herauszufinden, wie wir bakterielle Infektionen anstelle von Antibiotika mit der noch wenig etablierten, neuen Methode der Phagen-Therapie behandeln könnten und wofür diese Behandlung noch geeignet wäre. Bei Phagen handelt es sich um Viren, die hochspezifisch Bakterien infizieren. Dabei injizieren die Phagen ihr Genom in das Bakterium und das Bakterium wird letztlich zerstört; die Phagen nutzen diesen Prozess gleichzeitig, um sich selbst zu vervielfachen. Von Dienstag bis Donnerstag waren wir als Gruppe im Labor, wobei wir jedoch nicht nur die erwarteten Ergebnisse erhalten haben. Einen großen Teil der Zeit haben wir auch damit verbracht, unerwartete oder verfälschte Ergebnisse zu analysieren. Dies hat uns allen einen ganz neuen Einblick in die naturwissenschaftliche Forschung ermöglicht, den wir sonst nicht gehabt hätten.

In dieser Woche zeigte sich uns allen aber auch, dass Erfolg, beispielsweise im Bereich der Grundlagenforschung, häufig auf vermeintlichen Misserfolgen beruht. Denn genau diese Misserfolge führten dazu, die eigenen Hypothesen zu hinterfragen und nach neuen Methoden der Erkenntnisgewinnung zu suchen.
Deshalb hat die Woche nicht nur unserer Gruppe gezeigt, dass es wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen.

Insgesamt war es eine tolle Woche und eine schöne Möglichkeit, um einen umfassenden Einblick in einen Beruf im Bereich der Forschung zu erhalten.

[Charlotte Lyko, Q3]

Presse zum 41. Erfinderlabor: https://www.z-f-c.de/news/erfinderlabor41bilanz 

„Japan meets Frankfurt“ am 16. Juni – Ein Einblick in die japanische Gesellschaft

Wie jedes Jahr nahmen auch in diesem Jahr die PoWi-LKs der Q2 am 16. Juni an der Veranstaltung „Japan meets Frankfurt“ teil. Dabei erhielten wir interessante Einblicke in das japanische Bildungs- und Gesellschaftssystem sowie in die dortige Arbeitswelt.

Zu Beginn begrüßten Herr Antacido und Herr Maier unsere Gäste sowie die anwesende Schülerschaft. Zu Gast waren Herr Wachi, der Schulleiter der Japanischen Schule in Frankfurt, sein Stellvertreter Herr Oka sowie Frau Tanida, eine Mitarbeiterin des Unternehmens Kuraray.

Den ausführlichen Bericht zur Veranstaltung lesen Sie hier …

 

Sporttheoriekurs beim Skylight Run

Der Q1-Theoriekurs hat vergangenen Freitag erfolgreich den Skylight Run am Mainufer absolviert. Neben der atemberaubenden Atmosphäre der Skyline bei Dämmerung erlebten die Schülerinnen und Schüler, wie es sich anfühlt, an einem größeren Wettbewerb teilzunehmen, Teamspirit und Stolz zu erfahren und dass Muskelkater nur temporär bleibt.

Die erleuchtete Laufstrecke von 10 Kilometern entlang des Mains meisterten alle Teilnehmenden der FVS. Dabei liefen Levi Harling (39 Minuten und 24 Sekunden) als Schnellster und Carlotta Reinhardt (57 Minuten und 57 Sekunden) als Schnellste des Sportkurses ins Ziel.

Wir bedanken uns recht herzlich bei der Frankfurter Sparkasse, die unsere Anmeldegebühren übernommen hat.

 

Alltagshelden gesucht: Zivilcourage kann man lernen!

Was kann ich tun, wenn jemand beleidigt, ausgegrenzt oder bedroht wird? Wie kann ich helfen, ohne die Situation noch schlimmer zu machen? Und wann ist es besser, Unterstützung zu holen?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich die Klassen 7D und 8C im Workshop „Alltagshelden“, ein Workshop für Zivilcourage des TUGCE ALBAYRAK Vereins.

Statt nur über Zivilcourage zu sprechen, konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden. Mithilfe theaterpädagogischer Übungen und verschiedener Spielsituationen erprobten sie, wie man in Konfliktsituationen reagieren, anderen helfen und gleichzeitig auf die eigene Sicherheit achten kann.

Der Workshop zeigte dabei vor allem eines: Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Oft sind es schon kleine, aber bewusste Handlungen, die einen Unterschied machen: Hinsehen, Unterstützung holen, andere ansprechen und gemeinsam handeln.

Zwei Klassen haben den Anfang gemacht. In den kommenden Wochen werden weitere Klassen die Gelegenheit bekommen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und zu echten „Alltagshelden“ zu werden.

Ermöglicht werden die Workshops durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Polytechnischen Gesellschaft und unseres Fördervereins. Ohne diese Förderung wäre die Durchführung in diesem Umfang nicht möglich. Ihnen gilt daher unser besonderer Dank!

Die 7d berichtet von ihrem Workshop:

Am Donnerstag, den 27.08.2026 hatte unsere Klasse (7d) Besuch vom Tuğçe Albayrak Verein. Zum Einstieg erzählte Tuğçes Bruder ihre Geschichte. Tuğçe wollte vor 12 Jahren anderen helfen und ist dabei selbst ums Leben gekommen. Nach ihrer bewegenden Geschichte haben wir einige interaktive Spiele gespielt, wo wir gelernt haben, wie wichtig es manchmal sein kann hinzuschauen und hinzuhören. Genau so wichtig ist es jedoch, bestimmte Reaktionen oder Sprüche zu ignorieren, damit Situationen nicht eskalieren. Am Ende sind wir selbst nochmal in kleine Gruppen gegangen und haben Szenen kreiert und anschließend der Klasse vorgeführt.

Wir hatten alle sehr viel Spaß und haben an diesem Vormittag viel gelernt und erlebt, was wir auch in unseren Alltag mitnehmen möchten. Die drei Theaterpädagogen und Tuğçes Bruder haben uns gezeigt, wie wir anderen und uns selbst helfen können, ohne dabei in Gefahr gebracht zu werden. Dieser Schultag, an dem wir gelernt haben Alltagshelden zu sein, wird uns definitiv noch lange in Erinnerung bleiben.

Ellina, Mathilda und Lena, 7d

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