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Wissenschaftstag – Ein Rückblick

„Ohne Forschung keine Erkenntnis“

Das Thema Drogen hat gerade für Schülerinnen und Schüler eine große Faszination. Die erlaubte Beschäftigung mit etwas Verbotenem, Erklärungen für geheimnisvolle Phänomene und das Gefühl, plötzlich etwas vorher gänzlich Unbekanntes zu verstehen, sind mehr als wertvolle Elemente einer an den Lernenden orientierten Unterrichtsgestaltung. Im Schulalltag kann eine solche Entdeckungsreise unbekannter Phänomene nicht wirklich stattfinden. Lehrpläne und Klausuren geben einen zu engen Rahmen, um tiefer in Einzelaspekte einzudringen. Umso wertvoller sind Gelegenheiten wie der Wissenschaftstag, den Schülerinnen und Schülern Einblicke in Fragestellungen, Forschungsmethoden und Erklärungsansätze der modernen Neurowissenschaften und angrenzender Gebiete zu verschaffen. In dem Vortrag zu Drogen und Sucht wurde in exzellenter Weise vermittelt, welche Prozesse im Gehirn eine Rolle spielen, wenn Menschen zum Sklaven ihrer eigenen Schwächen werden. Herr Dr.  Yavor Yalachkov hat mit seinen Erklärungen auch dazu beizutragen, die biologischen Grundlagen des alltäglichen Verhaltens zu erhellen. Die vielen interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass das Konzept des Wissenschaftstages und insbesondere die aktuellen Vorträge allen Erwartungen gerecht wurden.

Angela Große-Lohmann

Impressionen

„Die Welt im Kopf“

Frei nach diesem Motto fand am 17. Mai 2011 der Wissenschaftstag in der Freiherr-vom-Stein Schule für die Jahrgangstufe 12 statt.

Die Redner waren Yavor Yalachkov Dr. der Psychologie, Herr Professor Dr. Jürgen Bereiter-Hahn und ein ehemaliger Schüler der Schule, Dr. med. Christian Kell.

Allerdings muss man sagen, dass „Redner“ eine falsche Bezeichnung ist: Die Schüler diskutierten rege mit und einen der Vorträge konnte man kaum so nennen, es war mehr eine lockere Gesprächsrunde, mit dem Ziel unseren wissenschaftlichen Blick auf die Welt zu schärfen. Das Thema war die Sprache an sich und das Erlernen dieser. Wie lernt man überhaupt, gibt es da im Laufe des Lebens Unterschiede und warum gehen wir eher zu Fuß über eine rote Ampel als mit dem Auto über rot zu fahren?

Diese Fragen und noch viel mehr Fragen wurden in dieser Runde versucht gemeinsam zu beantworten: Wir lernen vor und nach der Pubertät verschieden, zunächst nehmen wir Alles auf, dann fangen wir an, das Gelernte zu hinterfragen und zu bewerten. Aber während unseres ganzen Lebens benötigen wir als Antrieb die Aussicht auf eine Belohnung oder Bestrafung. Das heißt, wenn wir mit dem Auto nicht über rot fahren, dann tun wir das, weil wir wissen, dass wir eine hohe Strafe zahlen müssen, sollten wir erwischt werden, und weil die Gefahr eines Unfalls groß ist. Zu Fuß ist diese Gefahr geringer, da wir unser Tempo sehr schnell verringern können.

Nach einer kleinen Stärkung ging es in die zweite Runde: Was ist Wirklichkeit und was Wahrheit?

Wittgenstein sagte einmal: Die Wahrheit und die Wirklichkeit hängen vom Kontext ab.

Zu dieser Aussage kamen auch wir nach einer langen Diskussion.
Danach lernten wir, wie man sich einer wissenschaftlichen Frage nähern könne. Die Vielfältigkeit der Annäherungsweisen war verblüffend. Auch hier war jedoch eine gemeinsame Komponente zu erkennen: Egal für welche Annäherungsmethode wir uns entscheiden, der Mensch verursacht immer einen Eingriff an dem zu erforschenden Objekt, sonst kann man das Objekt nicht untersuchen.

Am Ende des Tages gingen wir mit wissenschaftlich gestärktem und auch gleich angewandtem Blick nach Hause, mit einer etwas veränderten „Welt im Kopf“.

Lea

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