Chemieolympiade 2013 – Die nächste Runde

Kurz vor den Herbstferien wurde bekannt gegeben, wer zu den deutschlandweit 111 Schülerinnen und Schülern zählt, die von ursprünglich 187 Teilnehmern an der Chemieolympiade in die nächste Runde gekommen sind.

Erfreulicherweise hat es Matthias Brauser aus dem Chemieleistungskurs der Q3 geschafft und wir gratulieren ganz herzlich! Neben einem Buchgutschein als Anerkennung für diese beachtenswerte Leistung hat er bereits seine Aufgaben für die nächste Runde erhalten. Hier muss er bis Dezember 2012 an Hand komplexer chemischer Reaktionen Stoffe bestimmen und ihr Reaktionsverhalten interpretieren. Wir wünschen Matthias auf diesem Wege viel Erfolg, damit er auch die nächste Hürde problemlos nehmen kann. [GL]

 

Teilnahme an der Chemieolympiade 2013

Am 14. September 2012 war es soweit, drei Schülerinnen und ein Schüler der Oberstufe haben Ihre Lösungen zur ersten Runde der Chemieolympiade 2013 eingereicht. Elisabetha De Iaco aus der Einführungsphase war die erste, die sich für den Wettbewerb interessierte und Ihre Überlegungen zu den sehr kniffligen Fragen abgegeben hat. Anna Charalampidou, Lisa Steuernagel und Matthias Brauser aus dem Chemieleistungskurs der Q3 haben nach intensiven Recherchen und langen Überlegungen nicht nur alle Aufgaben bearbeitet, sondern auch die komplexen Zusammenhänge und die gefragten Formeln abgeleitet. Wir drücken ganz fest die Daumen, dass alle TeilnehmerInnen der Freiherr-vom-Stein Schule in die nächste Runde kommen! [GL/Wge]

Ausflug ins Feldflorareservat Nidderau

Kurz vor Beginn der Sommerferien 2012 begab sich der Biologie GK, damals Q2, gemeinsam mit Frau Große-Lohmann in das Feldflorareservat in der Nidderau, Windecken. Dort wurde uns eine Vielzahl verschiedenster, stark bedrohter oder gar ausgestorbener Ackerbegleitkräuter vorgestellt.

Über den empfindlichen Frauenspiegel, der bei Einbruch der Nacht oder bei starken Regengüssen seine Blüte schließt, bis hin zu der kleinen Wolfsmilch, deren Saft in Verbindung mit UV-Strahlen eine Verätzung auf unsere Haut hervorruft.

Es wurde uns eine Vielzahl optisch auffälliger Pflanzen gezeigt. Zum einen der Braune Mönchspfeffer, welcher durch die seltene braune Blütenfarbe gekennzeichnet ist. Weiter konnten wir das sogenannte Hasenohr bestaunen. Auch hier war die Optik namensgebend.

 

Bedeutung bedrohter Ackerbegleitkräuter

Doch besitzen viele der Ackerbegleitkräuter nicht nur eine außergewöhnliche Optik, oft beeindrucken ihre Inhaltsstoffe und deren Nutzen noch viel mehr.

Da wäre beispielsweise der Blaue-Acker-Gauchheil. Dieses Kraut beinhaltet Stoffe, die in der Medizin bei der Behandlung von Patienten mit einer psychischen Störung eingesetzt werden.

Auch gilt die Acker-Ringelblume, als ein wunderbares Heilkraut. So soll sie eine heilende Wirkung bei Verletzungen haben und außerdem gut für die Haut sein. Der Name dieser Pflanze leitet sich von den geringelten Samen ab.

Eine eher einschüchternde und ernstzunehmende Wirkung besitzt der Acker-Rittersporn. Dieser besticht durch seine faszinierende Optik und seine kräftigen Farben. Doch ist er neben dem Eisenhut die giftigste Pflanze. Das Gift wirkt auf unser zentrales Nervensystem und kann sogar zum Tode führen.

Besonderheiten der bedrohten Ackerbegleitflora

Einen eher abstoßenden und nicht unbedingt im Blumenbeet zu erwartenden Geruch verbreitet das Stinkende Gänsekraut. Wir konnten eine Nase voll nehmen und waren sehr schnell von der Richtigkeit der Namensgebung überzeugt. Bisher kaum erforschte Inhaltsstoffe verleihen der Pflanze einen für uns Menschen unangenehmen stark Fisch lastigen Geruch.

Nun haben wir einzigartige Optik und seltene Inhaltsstoffe verschiedenster stark bedrohter Pflanzen kennen gelernt, doch bieten die vielen Beete im Feldflorareservat eine noch breitere Vielfalt an biologischen Besonderheiten.

Da wäre die außergewöhnliche Samenverteilung des Venuskammes. Wie auch hier der Name verrät, ähnelt diese Pflanze optisch einem Kamm. In den „Zinken“ sitzen die Samen, jene stellen die sogenannten Samenhüllen dar. Sind die Samen groß genug, platzen die Hüllen auf und durch die Schleuderkraft werden jene verteilt.

Auch den Klatschmohn muss man in Windecken nicht missen. Jener hat den Menschen als Vorbild für die Entwicklung des Salzstreuers genutzt. Der Klatschmohn transformiert nämlich zu einer verhärteten ovalen Kapsel, in der die Samen geschützt liegen. Durch Wind und Wetter werden die Samen über mehrere Öffnungen am Kopfe der Kapsel verteilt bzw. ausgestreut.

Außerdem ist erwähnenswert, dass sich der Klatschmohnsamen bis zu 100 Jahren im Boden hält und immer noch aussprießen kann.

Der Ursprung unseres Getreides

So nutzen uns all diese Pflanzen auf unterschiedlichen Ebenen, von Bionik, über Medizin, bis hin zu einem anderen wichtigen Grund. Aus bestimmten alten Grasarten wurden unsere modernen Getreidearten für die Landwirtschaftgezüchtet.

Das Einkorn, oder auch Urgetreide genannt, spielt für uns heute eine wichtige Rolle, so fungiert es als der Genpool für unsere modernen Getreidesorten.

Alte Arten – Moderndes Wissen

Unter anderem kann man im Feldflorareservat das ausgestorbene Adonisröschen, kleine Löwenmäulchen, Mäuseschwänzchen, Rispen-Lieschgras, Schwarzkümmel, Frauenmantel sowie die Kornrade und noch weitere bedrohte Arten bestaunen.

Doch um den Nutzen dieser außergewöhnlichen Pflanzen in Erfahrung zu bringen, sollte jeder selbst einmal einen Ausflug nach Windecken wagen!

Anna Beyer

Unsere Schule wird zum Sonnenkraftwerk

Das Dach unseres Schulgebäudes ist im Sommer zu einem Ökostromkraftwerk umgebaut worden. Knapp 100 Kilowatt Strom erntet unsere Schule bei Sonnenschein durch das Bürgersonnenkraftwerk, genug um über das Jahr den allergrößten Teil des Schulstroms zu erzeugen. Bürgerinnen und Bürger, die die Energiewende in die eigenen Hände nehmen wollen, haben das Projekt finanziell ermöglicht.
Nachdem wir auf dem alten Schulgebäude eine Photovoltaikversuchsanlage aufgestellt haben, war es unser Wunsch im Neubau wieder eine vergleichbare Anlage zu installieren. Dieser Wunsch konnte allerdings nicht realisiert werden, weil keine geeigneten Flächen für eine Versuchsfläche zur Verfügung standen. Andererseits besitzt die neue Schule große Dachflächen, die nicht für eine Versuchsanlage, aber für ein komplettes Sonnenkraftwerk geeignet sind. Die Sonneninitative Marburg, ein Verein, der sich die Verbreitung von Photovoltaikanlagen zum Ziel gesetzt hat, die Stadt vertreten durch das Schulamt und HOCHTIEF PPP unser Schulpartner waren bereit das Projekt umzusetzen. Gebaut wurde in den Sommerferien 2012.
Heute am Donnerstag, 27. September um 14 Uhr, wurde das Kraftwerk offiziell seiner Bestimmung übergeben. Dabei waren neben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Bürgersonnenkraftwerk auch Vertreter von HOCHTIEF, der Stadt, der Schule und des Vereins anwesend. Die Sonneninitiative stellte die Anlage vor und und erläuterte die Technik. Interessierte aus der Bevölkerung und Menschen, die sich für die Energiewende interessieren, waren herzlich eingeladen, einmal eine große Photovoltaikanlage aus der Nähe zu erleben.
Hier die Daten und Fakten:
Technische Daten:
Leistung: 96 kWp*
Fläche: 650 m² (netto Modulfläche)
Module: 400 Stck.
Wechselrichter: 7 Stck.
Ausrichtung: (Abw. v. Süd): 34°,
Aufständerung auf 12°
Lebensdauer: 30 – 40 Jahre
Abschattung: keine
Jahresernte: 90.000 kWh
(Jahresverbrauch von 30 Haushalten)
Monitoring: Fernüberwachung durch Datenlogger und Internetportal
Umweltdaten:
CO2-Minderung jährlich: 67 t
CO2-Minderung gesamt: 2.000 bis 2.700 t

Stadteilbotschafter verabschiedet

Am Abend des 20.9.2012 wurden im Hoch`schen Konservartorium die Stadtteilbotschafter der 3. Generation verabschiedet.
Das Projekt „StadtteilBotschafter“, das finanziell mit 3.000 Euro pro Projekt von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main unterstützt wird, „richtet sich an junge Leute zwischen 15 und 27 Jahren, die in ihrem Stadtteil eine eigene Idee wie z.B. einen Einkaufservice für Senioren, einen Film über den Stadtteil oder Ferienspiele für Kinder verwirklichen wollen. Während der 18-monatigen Laufzeit bietet das Stipendium mehrere Qualifizierungs-Seminaren u.a. zu den Themen „Projektmanagement“, „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Rhetorik“ sowie Begegnungen mit verschiedenen Frankfurter Persönlichkeiten.“ (Quelle: http://www.stadtteilbotschafter.de).
Unter den 19 Stadtteilbotschaftern waren auch 2 Schülerinnen unserer Schule. Annabelle Hofmann und Julia Flick haben in den letzen 18 Monaten Projekte durchgeführt, die für das kulturelle Leben in ihren Stadteilen von Bedeutung waren. So konzeptionierte und realisierte Julia für den Stadtteil Niederrad eine Kinder- und Jugendwebseite, auf der sich neben den Kinder auch Eltern über verschiedene jugendgerechte Aktivitäten im Stadtteil informieren können. (http://www.jukini.de). Annabelle Hofmann plante die Aufführung eines Theaterstücks der Weltliteratur William Shakespeares „Romeo und Julia“, führte Regie und brachte das Stück in der Jugendkirche Jona mit großem Erfolg zur Aufführung.
Die in den letzten 18 Monaten realisierten Projekte wurden durch die Stiftung der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt ermöglicht, die dazu nicht nur die Geldmittel zur Verfügung stellte, sondern auch noch Mentor/innen zur Unterstützung der Botschafter engagierte.
Auch die Abschlussveranstaltung wurde finanziell von der Polytechnischen Gesellschaft unterstützt. In dem aufwendigen Abendprogramm, das von Annabelle souverän moderiert wurde, fanden sich neben den Präsentationen der einzelnen Projekte auch verschiedene musikalische Einlagen. Hierbei konnte Julia ihre einzigartige Stimme zu Gehör bringen und das Publikum mit dem Lied „you´ve got a friend“ verzaubern.
Insgesamt war die Verabschiedung der Stadteilbotschafter ein würdiger Abschluss für das beeindruckende Engagement junger Menschen. Die Freiherr-vom-Stein-Schule ist stolz auf Annabelle und Julia.