Am 21.04.2026 erlebten die Klassen 5d und 5e einen ganz besonderen Ausflug: Wir besuchten ein moderiertes Konzert in der Orangerie im Günthersburgpark. Das Konzert wurde vom Kinderschutzbund angeboten und bot uns die Gelegenheit, Musik einmal ganz anders zu entdecken.
Schon beim Betreten der Orangerie war die Stimmung besonders – ganz nach dem Motto: In der Orangerie blühen die Töne. Die Musikerinnen und Musiker nahmen uns mit auf eine spannende Reise durch das Klaviertrio e-Moll op. 90, das sogenannte „Dumky-Trio“ des romantischen Komponisten Antonin Dvorak. Dabei wurde schnell klar, dass Musik viel mehr ist als nur das Spielen von Noten. Maryana Osipova begeisterte mit den leuchteten Klängen der Violine, am Cello demonstrierte Claude Frochaux, wie unterschiedlich die verschiedenen Stimmungen zum Klingen gebracht werden können und Alexander Pudmann spielte virtuos den Klavierpart.
Ein wichtiger Gedanke des Konzerts war: Wenn das Publikum die Ohren und Herzen öffnet, dann können die Musikerinnen besser spielen. Und genau das haben wir versucht – aufmerksam zuhören, mitfühlen und die Musik auf uns wirken lassen. Cornelia Walther moderierte das Gespräch zwischen dem Publikum und den Musikerinnen.
Besonders beeindruckend war, wie die Musiker miteinander kommunizierten. „Die Musik klang wie ein Gespräch“, stellte ein Schüler fest. Tatsächlich verständigten sich die Künstler nicht mit Worten, sondern durch ihre Musik und ihren Gesichtsausdruck. So entstand ein lebendiger Austausch, den wir direkt miterleben konnten. Einige Kinder bekamen sogar die Gelegenheit, sich während des Musizierens zwischen die Musikerinnen zu setzen und die Schwingungen der Musik unmittelbar zu erleben. „Ich habe die Vibrationen des Cellos als Kribbeln auf der Haut gespürt“, berichtete eine Schülerin.
Auch kreative Bilder halfen uns, Musik besser zu verstehen. Zum Beispiel stellten wir uns vor: Wenn wir ein „Haus der Musik“ bauen, wer ist dann das Fundament, wer baut das Haus und wer bringt das Leben hinein? So konnten wir die Rollen der Instrumente auf eine ganz neue Weise begreifen.
Ein weiteres Highlight war die Frage: Wie klingt es, wenn das Cello wütend spielt? Diese und andere Emotionen wurden uns eindrucksvoll vorgespielt, sodass wir hören konnten, wie unterschiedlich ein Instrument klingen kann.
Dieser Ausflug war nicht nur spannend, sondern auch inspirierend. Wir haben gelernt, Musik bewusster zu hören und ihre „Sprache“ besser zu verstehen. Ein Erlebnis, das uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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