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Frankfurt und die Revolution 1848/49

Frankfurt am Main, die Bankenmetropole, unzählige Brücken und eine Vielzahl an Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Doch mit welchen dieser Sehenswürdigkeiten sind wir eigentlich vertraut? Jeden Morgen gibt es nur eine Strecke, die Strecke zur Schule, doch wer nimmt eigentlich wahr, welche historischen Attraktionen uns Frankfurt wirklich bietet? Um mit der Stadt, in der wir leben, vertrauter zu werden, Bezug zu den Themen des Unterrichts zu schaffen und den historischen Denkmälern auf den Grund zu gehen, beschlossen wir als das Geschichtstutorium der Q1 von Frau Ladikos eine kleine Stadtführung durch die Stadt Frankfurt zu unternehmen.

Das Thurn und Taxis-Palais war dabei unsere erste Station. Das Palais war im Jahre 1748 die Hauptverwaltung der Post, 1816 bis 1866 tagte hier dann allerdings der Bundestag des Deutschen Bundes. Das damalige Gebäude für die Post und spätere Tagungsort des Bundestags findet sich heute hinter dem Shoppingcenter MyZeil und ist umgebaut zu einem Restaurant.

Im Anschluss ging es zur Hauptwache. Dabei kam die Frage auf, wo denn nun eigentlich wirklich die Hauptwache sei. Also machten wir uns auf den Weg zur eigentlichen Hauptwache, welche selbstverständlich ebenfalls einen geschichtlichen Hintergrund aufweist. Die Hauptwache ist ein barockes Gebäude in der Frankfurter Innenstadt. Die Hauptwache war der ehemalige Sitz der Stadtwehr und enthielt nebenbei ein Gefängnis. Ihren Namen verdankte die Hauptwache der ziemlich zentralen Lage. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte und im Jahre 1968 in Originalform erneut errichtete Gebäude ist heute ebenfalls ein Café, das Café Hauptwache.

Gleich darauf ging es zur bekanntesten Sehenswürdigkeit in Frankfurt, der Frankfurter Paulskirche. Die Paulskirche war eigentlich eine evangelische Kirche und 1848/49 der Tagungsort der Frankfurter Nationalversammlung. Mit der Einberufung des ersten deutschen Parlaments erfüllte sich – zumindest kurzfristig, die Revolution 1848/49 scheiterte letzten Endes – eine der zentralen Forderungen der deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung. Daher symbolisiert die Paulskirche auch heute die „Wiege der Demokratie“.

Als letzte Station des Tages besuchten wir die neue Frankfurter Altstadt, das sogenannte Dom-Römer-Projekt. Zwischen Dom und Römer liegt der älteste Kern der Stadt. Das Gebiet war bei den Luftangriffen 1944 weitgehend zerstört worden. Im Zuge des Projekts wurden die Plätze und Straßenzüge Hühnermarkt, Alter Markt, Hinter der Lämmchen und Neugasse mit ihren historischen Grundstücken und Innenhöfe wiederhergestellt. Auf dem Hühnermarkt findet sich das Denkmal von Friedrich Stoltze, einem Frankfurter Journalisten und Verleger, der sich zeitlebens für die Ziele der nationalliberalen Bewegung eingesetzt hat.

Durch diesen Ausflug haben wir alle viele Eindrücke sammeln können und können Frankfurt aus einer anderen Sicht sehen.

Hande Aktas und Souhaila Ouerdani, Q1

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