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Kaisermacher in Frankfurt – Auf den Spuren der römisch-deutschen Kaiser

Unsere Stadtführung startete im Historischen Museum Frankfurt. Dort nahmen wir an einer Führung teil. Zu Beginn sahen wir die Nachbildung der Kaiserkrone, des Zepters und des Reichsapfels, die die römisch-deutschen Kaiser trugen. Wir erfuhren, dass der Kaiser diese Gegenstände benutzt hat, wenn er bei einem wichtigen Anlass war. Die Krone symbolisierte, dass diese Person bzw. der Kaiser viel Macht hatte und über das Land herrschte.

Nach diesem Teil der Führung gingen wir zur neuen Altstadt und von dort aus weiter zum Dom. Dort wurde uns erklärt, wie die Kaiserwahl abgelaufen ist. Zuerst wurde der Kaiser von sieben Kurfürsten gewählt. Dies waren Grafen, Bischöfe oder andere hochgestellte Personen. Es sollten immer sieben sein, da dann kein Gleichstand herrschen konnte. Die Wahl wurde in einem verschlossenen Raum durchgeführt, in dem keine andere Person anwesend war, die nicht zu den sieben Wählern gehörte, weil dort viel bestochen oder erpresst wurde. Dies sollte nicht an die Öffentlichkeit geraten.

Vom Dom aus lief der Kaiser mit einer Truppe von Wächtern und den Wählern über den Krönungsweg Richtung Römerberg. Während dieses Laufes sind Leute um den neuen Kaiser gestanden und haben sich um das Holz des Bodens, über den der König gelaufen ist, geprügelt, da sie den Kaiser als heilig ansahen und das, was er berührte, dann angeblich auch heilig war. Wenn der Kaiser im Rathaus angekommen war, wurde dort ein Festmahl veranstaltet, woran nur Adelige teilnehmen durften. Auf dem Römerplatz wurde ein Gebäude aufgebaut, in dem es Essen für das ärmere Volk gab. Dieses Essen war ein Ochse, der mit anderem Fleisch gefüllt war. Wenn das Essen fertig war, hat sich das Volk wieder darum geprügelt, wer Teile des gebauten Hauses mitnehmen durfte, weil der König auch dort drin war. Dies war die letzte Information und das Ende der Stadtführung.

Deniz Dalar, 8b

Reichsinsignien (Krone, Reichsapfel, Zepter), Nachbildung im HMF

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