Schülerzeitung

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TUSCH

Gehirnforscher der J. W. Goethe-Universität zu Gast im Bio LK

,,Vieles erfüllt uns mit Staunen, aber nichts ist wunderbarer als der Mensch.”

Mit diesem Zitat begann der Gehirnforscher und Oberarzt der Neurologie an der Goethe Universität Frankfurt sowie ehemaliger Schüler der Freiherr-vom-Stein Schule, Dr. Christian Kell seinen Besuch bei uns im Bio LK der Q3. Er setzte sich locker und entspannt vorne auf den Tisch und begann mit uns über Neurologie bzw. über die Arbeit des Gehirns zu reden und vermittelte uns das Gefühl, als wäre dies das interessanteste Thema im ganzen Biologie-Unterricht. Wir durften Fragen stellen und neugierig sein und er erzählte uns von seinem Job. Seine Faszination am Menschen liegt eindeutig bei der Gabe des Sprechens. Mit der Erklärung wie weit voneinander entfernte Gehirnhälften miteinander kommunizieren und dadurch ein komplexes Verhalten erzeugen, konnte er auch uns begeistern.

Er zog uns förmlich in den Bann seiner Welt, indem er uns ein paar faszinierende Versuche und Beispiele erklärte, die das Zusammenspiel der Gehirnhälften veranschaulichten und uns verblüfften. Er stellte uns vor die große Frage, weshalb die Produktion von Sprache an die linke Gehirnhälfte gekoppelt ist und die Verarbeitung der Sprache aber in beiden Gehirnhälften stattfinden kann. Außerdem stellte er uns das Phänomen der Trennung der beiden Gehirnhälften vor, welches z.B. bei Epilepsie-Patienten vorzufinden ist. Die Trennung der Gehirnhälften soll verhindern, dass sich ein epileptischer Anfall von der einen auf die andere Gehirnhälfte überträgt; beeinträchtigt aber sonst nicht weiter den Alltag.

Jedoch kann man feststellen, dass die Hände dieser Patienten oft in „Streit” geraten, da die Bewegungen nur noch von einer Gehirnhälfte ausgeführt werden, welche nicht
mehr mit der anderen kommunizieren kann. So kommt es also manchmal vor, dass die linke Hand zum Beispiel manchmal etwas anderes macht als die rechte, weil sie beide von der gegenüberliegenden Gehirnhälfte gesteuert werden und somit nicht mehr zusammenarbeiten.

All das und vieles mehr hat Hr. Kell uns in 90 Minuten erklärt, die wie im Flug vergangen sind.

Carla Wessely (Q3)

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