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Exkursion ins HMF: Frankfurt im Nationalsozialismus

Der Nationalsozialismus ist ein uns bekanntes Thema, nicht nur im Rahmen des Geschichtsunterrichts, sondern ebenso auch die im Alltag immer häufiger auftretende rechtsextreme Szene. Doch was hat der Nationalsozialismus mit der Stadt Frankfurt am Main zu tun? Um dieser Frage auf den Grund gehen zu können, besuchten wir am Dienstag, den 18.06.2019 im Rahmen des Geschichtskurses das Historische Museum Frankfurt. Anlass für den Besuch war sowohl die unterrichtsbezogene Thematik, die den Inhalt der Führung darstellte, als auch darauf aufbauend weitere historische Ereignisse auffassen zu können, die ebenso eine relevante Rolle für die Gegenwart spielen.

Im Historischen Museum angekommen, war das Erste, was wir uns ansehen konnten, die Schneekugel. Die Schneekugel ist so dargestellt, dass Frankfurt in acht Facetten abgebildet wird, wie zum Beispiel Frankfurt, die Geldstadt, oder Frankfurt, die kriminelle Stadt. Kurz darauf ging es mit der Führung los, die sich inhaltlich mit dem Nationalsozialismus und dessen Auswirkungen auf Frankfurt am Main befasste. Die erste Station war ein Modell der Altstadt, auch bekannt als Dom-Römer-Viertel. Die Altstadt wurde in einem kleinen Glasrahmen dargestellt, zusammen mit einer Kurbel, die es den Besuchern ermöglicht, einen ganz bestimmten Teil der Altstadt herauszuheben. Dieser Teil wurde bewusst gewählt, denn er stellt den sogenannten „jüdischen“ Teil der Frankfurter Altstadt dar, der bekanntlich keine Beliebtheit bei den Nationalsozialisten genoss. Trotz aller Bemühungen der Stadt Frankfurt gelang es ihr nicht, die neue Hauptstadt zu werden, da letztlich die Wahl auf Bonn fiel. Auch konnten wir Modelle von vereinzelten Gebäuden, wie zum Beispiel die Frankfurter Paulskirche, sehen, die nach den Bombenangriffen zerstört worden waren. Jedoch nahm man sich bei einigen der Gebäude vor, sie wiederaufzubauen, wie eben die Frankfurter Paulskirche oder auch das Dom-Römer-Viertel, was jedoch eine geraume Zeit in Anspruch genommen hat.

Im Laufe der Führung kamen wir auch auf Persönlichkeiten wie Anne und Margot Frank zu sprechen, die eine wichtige Funktion während des Nationalsozialismus einnahmen. Briefe und Fotos ermöglichten es uns als Besucher tieferen Einblick, nicht nur in das Leben der Anne Frank, sondern ebenso auch in das ihrer Familie zu erhalten. Anne Frank war ein deutsch-jüdisches Mädchen, das 1934 mit seinen Eltern und seiner Schwester Margot in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, und kurz vor dem Kriegsende dem Holocaust zum Opfer fiel.

Auch Kleidung aus Arbeitslagern und die sogenannte Boger-Schaukel, die als Foltermethode in Konzentrationslagern angewandt worden ist, um unter anderem an Geständnisse zu gelangen, waren Bestandteil der Führung.

Zu guter Letzt wurden uns Karteikarten in einem Schreibtisch aus den Auschwitz-Prozessen gezeigt, deren Farbgebung, rosa oder gelb, Opfer und Täter des NS-Regimes signalisierten. Alles in einem lässt sich sagen, dass der Nationalsozialismus nicht nur ein nach wie vor ein wichtiges Thema ist, sondern ebenso auch in Zusammenhang mit der Stadt Frankfurt am Main steht.

Hande Aktas Q2

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